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(Foto: Reuters)
Apple Payment Tools

Zahltag bei Apple

Apple Pay kommt endlich nach Deutschland. Einen genauen Starttermin gibt es noch nicht, aber viele Details. Einrichtung, Sicherheit, teilnehmende Banken, Terminrahmen. LEAD erklärt den mobilen Bezahldienst von Apple.

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Digitales Entwicklungsland Deutschland: Flugtaxis sind immer noch nicht im Einsatz, aber fast vier Jahre nach der Einführung in den USA kommt das mobile Bezahlsystem Apple Pay jetzt endlich auch nach Deutschland. Apple stellte Apple Pay bereits im September 2014 vor und führte das System im Oktober 2014 ein, fast parallel zum Verkaufsstart von iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Inzwischen werden im September iPhone 9, 9 Plus und X Plus erwartet…

Zahltag für Apple. „Noch in diesem Jahr bringen wir Apple Pay nach in Deutschland“, so kündigte es Tim Cook am späten Montagabend auf dem Conference Call mit Bankanalysten an, kurz nach der Bekanntgabe neuer Apple-Rekordzahlen für das dritte Fiskal-, respektive zweite Quartal 2018 (April bis Juni).

Mit den Transaktionsgebühren, die Apple von allen teilnehmenden Banken kassiert, wird ein weiterer Schub bei den Einnahmen im Bereich der Service-Sparte, der ohnehin derzeit stark boomenden Apple-Geschäftskategorie, erwartet. Eine Milliarde Transaktionen wurden weltweit über Apple Pay durchgeführt, allein im gestern bilanzierten Zeitraum April bis Juni 2018. Schon jetzt, nur vier Jahre nach dem Start, gibt es bei Apple Pay mehr Transaktionen als bei PayPal, einem Unternehmen, welches bereits 1998 gegründet wurde. Und Deutschland dürfte das Geschäft weiter ankurbeln.

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Wie bezahle ich mit Apple Pay?

iPhones ab iPhone 6 sind NFC-kompatibel. Außerdem funktioniert Apple Pay mit allen Modellen der Watch, mit iPads ab iPad Air 2 und iPad mini 3 sowie mit Macs ab Release-Jahr 2012. Voraussetzung ist jeweils die aktuellste Version der Betriebssysteme iOS, watchOS bzw. macOS bzw. die entsprechende Debit- bzw. Kreditkarte deiner Apple Pay unterstützenden Bank.

Apple Pay 8
(Foto: Apple)

Wie richtet man Apple Pay ein?

Apples Wallet-App dient als Zentrale, die Anwendung ist bei iOS und watchOS vorinstalliert. Im Wallet wird die Bankkarte als Zahlungsmittel für Apple Pay mit wenigen Klicks hinterlegt. Wer ein MacBook Pro mit Touch Bar besitzt, aktiviert Apple Pay über Einstellungen > Touch ID. Alle weiteren Einstellungsoptionen erklärt Apple unter support.apple.com/de-de/HT204506

Wie läuft das Bezahlen per Apple Pay ab?

Bezahlt wird am kontaktlosen NFC-Terminal, dazu wird das iPhone oder die Uhr einfach ans Terminal gehalten. Bei der Watch ist ein Doppelklick auf den seitlichen Button nötig. Ab 30 Euro Einkaufsbetrag (abhängig vom Geldinstitut und dessen Geschäftsbedingungen) muss zusätzlich die PIN eingetippt werden.

Apple Pay 4
(Foto: Apple)

Wie sicher ist Apple Pay eigentlich?

Laut Apple gibt es „kein sicheres System“. Kreditkartenmissbrauch sei viel wahrscheinlicher als ein Betrug mit Apple Pay. Apple gibt die Daten der eingelesenen Kreditkarte nie an den Händler weiter, bei dem du mit Apple Pay bezahlst. Vielmehr generiert Apple Pay einen zufällig anonymisierten 16-stelligen Code für die Bezahlaktion. Verlierst du einmal dein iPhone, musst du dich nicht sorgen: Bei Verlust oder auch Diebstahl lässt sich Apple Pay über die iCloud oder alternativ über den Dienst „Mein iPhone suchen“ deaktiveren.

Apple Pay 1
(Foto: Apple)

Welche Banken sind zum Start dabei?

Apple hat sich offiziell noch nicht zur Liste der Banken geäußert, die bereits ihre Teilnahme zugesichert haben. Allerdings haben einige Banken schon Auskunft über ihre Planungen gegeben: Die Deutsche Bank bestätigte dem Handelsblatt, dass man Premium-Partner zum Start sei. Auch Wirecard/Boon ist laut dpa vom Start weg dabei. Die Postbank will „vorerst“ nicht teilnehmen, die Commerzbank hat „Interesse“, könnte aber erst später als Apple-Pay-Partner hinzukommen. Laut iTopnews.de winkt die Volksbank Stuttgart derzeit ab, dies muss aber nicht bedeuten, dass die Volksbank sich Apple Pay generell verweigern wird. Die Volksbanken der jeweiligen Regionen entscheiden selbst. Auch N26, so wurde schon seit Wochen gemunkelt, dürfte den Start von Apple Pay in Deutschland nicht verpassen. In den nächsten Tagen wird Apple wohl auf seiner Website eine Liste der offiziellen Partner veröffentlichen. Eine aktuelle Liste aller Banken findest du hier.

Wo finde ich offizielle Infos von Apple?

Apple hat eine internationale Sonderseite zu Apple Payeingerichtet.

Weiterführende deutschsprachige und offizielle Infos bietet Apple auf seiner Support-Seite.

Gegen welche Konkurrenz tritt Apple Pay in Deutschland an?

Bereits seit Juni kann Google Pay als mobiles Bezahlsystem hierzulande genutzt werden. Google Pay ist auf Android-User ausgelegt, die sich vom Bargeld verabschieden und in Sekundenschnelle in Apps, auf Webseiten, im Google Play Store, bei YouTube und vor allem im stationären Handel zahlen möchten. Google Pay wird in allen Geschäften akzeptiert, deren Terminals das kontaktlose Bezahlen unterstützen. VISA ermittelte, dass 80 Prozent aller Terminals in Deutschland bereits über diese Option verfügen. Bis 2020 sind alle Terminals komplett umgerüstet.

Google Pay funktioniert für Besitzer eines Android-Smartphones ab Android 5.0 mit der Gratis-App Google Pay. iOS-User bleiben dabei außen vor. Die passenden Terminals erkennen Nutzer am NFC-Symbol im Kassenbereich. Smartphone oder Smartwatch einfach dranhalten und fertig, wie bei Apple Pay eben. Auch online funktioniert Google Pay gut. Auf vielen Websites ist bereits der Button „Mit Google Pay bezahlen“ zu sehen. Bisher wird Safari nicht unterstützt. Support gibt es nur für Chrome, Google Assistant, Mobilgeräte und Desktop-PCs.

  • Apple Pay 5
    (Foto: Apple)
  • Apple Pay 6
    (Foto: Apple)

Wichtig bei Google Pay: Kaufst du für einen Betrag über 25 Euro ein, musst du dein Telefon aus Sicherheitsgründen entsperren. Unter 25 Euro entfällt das Entsperren. Teilnehmende Banken sind unter anderem Commerzbank, comdirect, N26 und boon. In Läden von Adidas, ALDI-Süd, Hornbach, Kaufland, Lidl, McDonald’s, MediaMarkt und Saturn ist das Bezahlen via Google Pay ebenfalls möglich. Als erste Websitepartner sind unter anderem Adidas, ASOS, Deliveroo, Flixbus und Ryanair aktiv.

Übrigens: Als direkter Konkurrent zu Google Pay und damit auch Apple Pay hat sich seit wenigen Tagen auch Garmin Pay positioniert. Der Anbieter von Fitness- und Sport-Uhren hat sein mobiles Bezahlsystem Garmin Pay in Deutschland gestartet. Es funktioniert über die Uhren von Garmin und die entsprechende Garmin-App.

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