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(Collage: Uli Kurz)
Innovation Kommentar Medien

Wir Amateure!

Was wissen wir über Zukunft und Gegenwart des digitalen Publizierens? Nicht viel mehr als vor 20 Jahren. Aber das ist nicht schlimm - im Gegenteil, schreibt LEAD-Autor Christian Jakubetz in seinem Kommentar.

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Im Sommer 2018 hatte die LEAD-Redaktion eine Idee: Ein How-to, eine wöchentliche Kolumne, in der man Tipps rund um die digitale Content-Erstellung an die Nutzer weitergibt. Die Idee ist gewissermaßen zeitlos, da es in diesem Bereich immer wieder zu Neuheiten und Updates kommt.

Zugegeben, die Idee fand ich auch deshalb besonders gut, weil ich diese Rubrik schreiben darf. Allerdings bin ich bei genauerem Hinsehen ein wenig ins Stocken geraten: Diese Webseite hier heißt LEAD und wenn, wie ich vermute, auch digitale Leader unter den LEAD-Usern sind, dann darf ich ihnen keinen Schnee von gestern erzählen. Eigentlich nicht mal Schnee von heute.

Deshalb dachte ich ursprünglich, dass die Rubrik spätestens nach zehn oder zwölf Folgen am Ende angelangt sei. So viel Neues, noch dazu wöchentlich, gibt es ja nun auch wieder nicht.

Und am Ende reden wir über Texte im Web...

Im Dezember dann hatte ich mit ein paar Kollegen eine Debatte, die es seit Anbeginn des Internets gibt: Texte fürs Web, müssen die anders sein als für Print? Und wenn ja, wie anders?

Also habe ich mich hingesetzt und das How to: „Texten fürs Web“ geschrieben, wobei ich zugebe, lange überlegt zu haben. Kann man das wirklich machen, 20 Jahre nach Beginn des kommerziellen Internets einen Text zu schreiben, wie Content-Erstellung im Netz aussehen müsste?

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Man kann nicht nur, man muss. Kein einziges How-to lief 2018 derart gut, wurde so oft geteilt, kommentiert und gelesen. Ich gebe es gerne zu: auch zu meiner eigenen großen Überraschung. Eigentlich dachte ich ja, man könnte mit Geschichten über VR oder interaktive Videos punkten. Und dann ist das meistgelesene How-to des Jahres 2018 eines über… Texte, ganz im Ernst!

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Wie bitte?

Noch nie gab es so viele Möglichkeiten zu kommunizieren. Wie Unternehmen es dennoch schaffen, ihre Botschaft erfolgreich zu vermitteln? Das LEAD Bookazine 4/2018 gibt unter anderem Tipps für den Einsatz von Voice-Skills, UX und Change-Management im Arbeitsleben. So gelingt Kommunikation – ohne Missverständnisse.

Wir sind immer noch alle Anfänger und Amateure

Kein Grund zur Häme. Und kein Grund, in Sack und Asche zu gehen. Auch keiner zur Kollegenschelte („Habt ihr jetzt immer noch nicht begriffen, wie das geht mit diesen Texten im Netz?“) Stattdessen Zeit für eine Erkenntnis, die nicht neu, aber dafür auch 2019 noch relevant ist: Wir sind immer noch alle Anfänger und Amateure, wenn es um Publizieren und Kommunizieren im digitalen Zeitalter geht. Weil sich ständig etwas ändert oder neu dazukommt: Texten, Videos machen, Podcasts produzieren - mit Interaktion und Multimedia.

Weswegen es auch im Jahr 2019 eine How-to-Reihe geben wird. Solche, die man mit bestem Gewissen lesen und auch schreiben kann. Denn wenn es zu Beginn des neuen Jahres eine grundfalsche Annahme geben kann, dann die: dass wir schon alles wüssten und könnten, wenn es um digitales Publizieren geht.

In diesem Sinne dilettieren wir fröhlich weiter und lassen uns überraschen, was noch alles kommt.

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