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Gloria Seibert von Temedica (Foto: pelvina) und Ida Tin von Clue (Foto: Clue)
Start-up Gesundheit diversity

Wie weibliche Gründerinnen mit Technologie heilen

Diese vier Start-ups revolutionieren mal eben unser Gesundheitssystem. Mit digitalen Lösungen für physische Probleme leeren sie überfüllte Wartezimmer und holen den Arzt direkt in die Hosentasche oder ans Handgelenk.

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Eine App für ärztliche Beratung jederzeit

Jederzeit einen Arzt erreichen, das soll durch TeleClinic möglich sein. Zusammen mit Dr. Reinhard Meier und Patrick Palacin gründete die Juristin Katharina Jünger ein Start-up für ärztlichen Rat unabhängig von Öffnungszeiten.

Krankenkassen und Arbeitgeber können den Service für ihre Versicherten und Angestellten buchen. Wer unabhängig davon kurz mal mit einem der 300 verfügbaren Ärzte sprechen will, zahlt auf eigene Rechnung rund 30 Euro.

Einige dieser Ärzte stellen sogar bereits eRezepte aus, die über das Portal des Deutschen Apothekerverlags in einer nahe gelegenen Apotheke eingelöst werden können. Als Pilotprojekt genehmigte der Baden-Württembergische Landessozialminister Manfred Lucha die digitalen Rezepte.

Er sagt: „Solche Ansätze können künftig einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die ärztliche Versorgung auch in Zukunft auf qualitativ hohem Niveau zu erhalten.“ Das überfüllte Wartezimmer voller hustender Patienten dürfte sich dank der innovativen Lösung etwas leeren.

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Start-up baut Apps für digitale Therapien

Von Sex bis Inkontinenz kann ein starker Beckenboden so einiges im Leben verbessern. Das Start-up Temedica hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheitsversorgung zu modernisieren. Eine ihrer Apps trainiert deshalb die Beckenböden ihrer Nutzerinnen – Pelvina bietet Kurse per App und eine Physiotherapeutin als Ansprechpartnerin im Chat. Der Kurs wird von über 100 Krankenkassen erstattet und kostet regulär rund 75 Euro.

Gründerin Gloria Seibert und ihr Münchner Team gehen allerdings noch weiter. Mit ihrer Online-Plattform Mineo können Ärzte und Therapeuten individuelle Therapiepläne für die Nutzer erstellen, bei Massono wird erektile Dysfunktion behandelt und medi companion unterstützt Patienten mit Lipödem und Lymphödem.

Seibert sagt: „Wir möchten die medizinische Versorgung von Patienten verbessern und langfristig zur Gesundheit beitragen. Auch wenn wir uns mit dem Gesundheitsmarkt eine harte Nuss ausgesucht haben, sind wir überzeugt, dass wir durch unseren signifikanten Mehrwert über kurz oder lang einen festen Platz im System einnehmen werden.“

Ein Armband misst den weiblichen Zyklus

„Wenn es um frauenspezifische Dinge geht, scheinen wir häufig noch im letzten Jahrhundert stecken geblieben zu sein“, sagt Lea von Bidder. Gemeinsam mit Pascal König, Philipp Tholen und Peter Stein gründete sie deshalb das Femtech-Startup Ava.

Auf Basis einer klinischen Studie am Universitätsspital Zürich entwickelten die missionsgetriebenen Gründer ein Armband, das den Zyklus und damit die fruchtbaren Tage von Frauen misst. Im Gegensatz zu anderen Mess-Methoden analysiert Ava neun unterschiedliche physiologische Parameter und verhalf so bereits über 16.000 Frauen weltweit zu einem Wunschkind, 50 Schwangerschaften stellen sich täglich ein.

Inzwischen hat das Schweizer Startup Büros in San Fransisco, Belgrad und Hongkong. Die neueste Version Ava 2.0 enthält für den US-Markt sogar eine „Schwangerschaftsgarantie“. Wer nicht innerhalb eines Jahres schwanger wird, bekommt den Kaufpreis von rund 300 Euro erstattet.

Lea von Bidder will Ava aber noch weiterentwickeln: „Das Tracken von Zyklus, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft ist erst der Anfang einer Reihe spannender Möglichkeiten. Wir beabsichtigen die Weiterentwicklung der Technologie, damit das Ava Armband zukünftig auch zur Erkennung von Schwangerschaftskomplikationen und als hormonfreie Verhütungsmethode verwendet werden kann.“

Wenn die datenbasierte Alternative dann auch von Krankenkassen anerkannt werden würde, könnten sich einige Frauen die tägliche Hormonbombe sparen.

Eine App verfolgt den Zyklusverlauf

Die Mutter aller Femtechs sitzt weiterhin in Berlin. Clue, die Perioden-App der dänischen Gründerin Ida Tin, wächst weiter. Praktische neue Features, frisches Kapital, eine steigende Nutzerzahl – die Erfolgsgeschichte konnte bisher über 10 Millionen Frauen als Nutzerinnen gewinnen.

Diese müssen manuell gesundheitliche Symptome ihres Zyklus in die App eingeben, zum Beispiel wie stark die Blutung ist oder ob sie an PMS leiden. Anders als Ava ist das Angebot erstmal umsonst, misst allerdings nur, was die Nutzer selbst eingeben.

Liegen dann nach einiger Zeit genug Daten vor, kann die App auch Symptome vorhersagen. Für solche Funktionen sollen Nutzerinnen dann aber extra zahlen – so will sich Clue schließlich monetarisieren.

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