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Website Beschleunigen Getty Images 86271838 Web
(Bild: Getty Images)
Performance Analytics Lexikon

Wie lässt sich eine Website beschleunigen?

Schnelle Websites sind im Vorteil. Nur: Woran genau wird Geschwindigkeit gemessen? Auf welche Business-Metriken wirkt sich eine Verbesserung aus? Auf LEAD erklärt der Hamburger Cloud-Serviceprovider Baqend 20 Fachbegriffe zum Thema Web Performance. In Teil 3 geht's um die Frage, wie man eine langsame Website in eine schnelle verwandelt.

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In Teil 2 unseres Lexikons Webperformance haben wir erklärt, dass der Speed Index und die Zeit bis zum First Meaningful Paint als die zentralen Metriken gelten, um die Geschwindigkeit einer Website objektiv zu bewerten. Doch wie kann man eine langsame Website in eine schnelle verwandeln? Im Folgenden geht es um verschiedene Techniken, die eine zentrale Bedeutung für die Performance-Optimierung von Webangeboten besitzen:

Caching

Im Webkontext bezeichnet Caching das Zwischenspeichern von Responses und anderen Inhalten, die zur Darstellung von Websites benötigt werden. Ein Client muss somit nicht jedes Request gegen den eigentlichen Webserver richten, sondern kann auch Datenkopien aus nähergelegenen Caches anfordern. Dies senkt sowohl die Arbeitslast für den Webserver als auch die Antwortlatenz für den Client. Damit eine Änderung der Quelldatei irgendwann auch in den Caches widergespiegelt wird, werden alle Kopien immer nur für eine gewisse Zeit zwischengespeichert und dann automatisch gelöscht. Diese Lebenszeit einer Ressource im Cache heißt Time To Live (TTL). Da Dateien in den meisten Caches für ihre gesamte Lebenszeit verbleiben, lassen sich hier nur statische Daten zwischenspeichern – also Daten, die sich nur selten oder gar nicht ändern.

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CDN

Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein global verteiltes Netzwerk von Caching-Servern (sogenannten CDN-Knoten), welche die Daten des Originalservers an verschiedenen Orten weltweit zwischenspeichern, um die Latenz bei Client-Anfragen zu verringern. Bei Eingang eines Requests wird die angeforderte Ressource, sofern sie vorhanden ist, sofort an den Client ausgeliefert; andernfalls muss der CDN-Knoten die Ressource erst von der Quelle laden. In diesem Fall dauert der Request des Clients genauso lange wie eine Anfrage an den eigentlichen Webserver. Wenn aber viele Clients dieselbe Ressource bei einem CDN-Knoten anfragen, werden alle Requests nach dem ersten beschleunigt. Somit lässt sich die Ladezeit einer beliebten Website durch den Einsatz eines CDNs in der Regel deutlich verkürzen.

Browser Cache

Der Browser Cache geht noch einen Schritt weiter als ein CDN: Er sitzt im Gerät des Nutzers und bietet somit nicht nur kurze, sondern augenblickliche Latenzen. Beispielsweise werden Bilder für eine Website üblicherweise nicht mit jedem Besuch neu geladen, sondern im Browser Cache zwischengespeichert und von dort direkt angezeigt. Im Gegensatz zu einem CDN ist der Browser Cache aber nur für jeden Nutzer einzeln anwendbar; er bringt also erst einen Performance-Gewinn, wenn der Nutzer dieselbe Ressource zum zweiten Mal anfragt.

HTTP/2

HTTP (Hyper-Text Transfer Protocol, Version 2) ist das Standardprotokoll für Kommunikation zwischen Client und Server im Internet. Es legt fest, welche Daten in welcher Reihenfolge übertragen werden und wie auf bestimmte Anfragen zu antworten ist. Über Jahre hinweg war Version 1 (HTTP/1.1) das Maß aller Dinge. Version 2 (HTTP/2) dieses Standards ist nun im Begriff, den Vorgänger abzulösen. HTTP/2 bringt viele Verbesserungen, vor allem hinsichtlich der Performance. Da allerdings sowohl browser- als auch serverseitig Optimierungen nötig sind, um alle Vorteile der neuen Version zu nutzen, schöpfen bisher nur wenigen Websites das volle Potenzial von HTTP/2 aus.

PWA

Eine PWA (Progressive Web App) ist eine Website, die viele Merkmale einer nativen Mobil-App aufweist – wie etwa Push-Benachrichtigungen oder die Add-To-Homescreen-Funktionalität. Im Performance-Kontext ist besonders interessant, dass eine PWA auf einen speziellen Cache zugreifen kann: Dieser sitzt ähnlich wie der Browser Cache im Endgerät selbst, bietet jedoch gewisse Zusatzfunktionalitäten und ist so besser zur Speicherung von dynamischen Inhalten geeignet. Dieser Spezialcache macht eine PWA sogar bei unterbrochener Internetverbindung nutzbar: Im Offlinemodus präsentiert die PWA dem Nutzer bereits im Cache vorhandene Inhalte. Dem Nutzer erscheint eine PWA dadurch selbst dann blitzschnell, wenn eine traditionelle Webseite nur noch Fehlermeldungen anzeigen würde.

Über Baqend: Baqend entwickelt einen Cloud-Service, der Caching-Algorithmen verwendet, um die Ladezeiten von Websites zu minimieren. Publisher, Shops, Startups und KMU stehen alle vor der Herausforderung, sich mit Giganten wie Amazon, Facebook und Google messen zu müssen. Baqend will diesen Unternehmen eine technische Plattform geben, mit der sie nicht nur zu den Marktführern aufschließen, sondern Performance zu ihrem Wettbewerbsvorteil machen. Die Mission des Forschungs-Spin-offs ist ein Web ohne Ladezeiten. Baqend hat seinen Sitz in Hamburg.

Hier geht's zu Teil 1, "Das 1x1 der Webperformance"
Hier geht's zu Teil 2, "Wann ist eine Website eigentlich schnell?"

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