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(Bild: GettyImages/Fuse)
KI Alexa Radio

Wie klingt eigentlich Pampers?

Alexa, mach die Musik an! Dieser Befehl stellt gerade die gesamte Audio-Industrie auf den Kopf. Mehr noch vielleicht, als das Smartphone.

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Dieser Satz mit Sprengstoff war auf der Audio-Roadshow der RMS zu hören: "Unsere Oma kann zwar kein Smartphone bedienen, aber sie kann sagen, was sie will." Zum Beispiel zu einem digitalen Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home. Der Audio-Vermarkter verkauft Werbung für 166 private Radiostationen und gut 900 Online-Audio-Streams sowie mobile Apps. Auf der RMS-Tour stellte er vor, was Daten- und Stimmkontrolle für die eigene Industrie bedeutet - aber auch für andere. Ein Fazit beim RMS-Event lautete: Das nächste Interface für die digitale Welt ist die Stimme. Für die Marken wird es daher immer wichtiger, sich eine Audio-Identität zuzulegen, ein hörbares Antlitz. Da werden dann Fragen der Art "wie klingt eigentlich die Marke Pampers?" laut.

Die Grenzen zwischen Radio und Internet sind ohnehin schon durchlässig. Musik ist Musik - egal, woher sie kommt. Werbung kann daher gleich auf all diesen Kanälen laufen. Das Gute daran: Je mehr solcher Berührungspunkte ein Hörer mit der Marke hat, desto intensiver die Werbewirkung. Bei der Kampagne für einen Händler beispielsweise wurde die Hörerschaft über Online und Radio angesprochen: Bei denjenigen Hörern, die die Botschaft auf beiden Kanälen serviert bekamen, kauften 83 Prozent einmal monatlich dort ein. Das heißt, die Konversionsrate war um 24 Prozent höher im Vergleich zu denen, die jeweils nur das eine oder andere Medium genutzt haben, wie diese Abbildung zeigt:

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Diese beispielhafte Kampagne eines Händlers zeigt: Klassisches Radio plus Online-Radio steigert die Werbewirkung.

Matthias Schenk spricht von der "Listen-ID". Schenk ist Director Publisher Management bei der RMS. Dort plant man Kampagnen konvergent, also über alle Kanäle hinweg. Um Hörer zu identifizieren, die sich für bestimmte Produkte interessieren, zieht er Daten heran. Fundgruben dafür gibt es viele: auf Webseiten, über Registrierungsdaten bis hin zu eingekauften Drittdaten. Bei Google findet er soziodemographische Daten wie zur Sprache, zum Land sowie weitere Präferenzen.

Je mehr Akteure dabei an einem Strang ziehen, desto besser. Daniel Neuhaus, Gründer und CEO beim Daten-Dienstleister Emetriq, setzt auf Kollaborationen. Über die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Werbeindustrie will er Plattformen aufbauen, die datengetriebene, akkurat ausgesteuerte Werbung erst möglich machen. Größtenteils sind damit noch Banner-Ads gemeint, also Online-Werbeanzeigen mit Text und visuellen Elementen - doch über die Smart Speaker verschiebt sich auch die Werbung in Richtung der Ohren. 

Ein paar Zahlen belegen das: In den USA lagen 23 Millionen Smart Speaker von Google Home bis Amazon Echo unterm Weihnachtsbaum. Schon jetzt werden sie dort um 30 Prozent mehr genutzt, als das Fernsehen. Und 22 Prozent der Smart-Speaker-Nutzer verbringen mehr Zeit mit Audio-Formaten. In Deutschland gibt es eine ähnliche Entwicklung: 56 Prozent der Deutschen haben bereits einen Sprachassistenten benutzt. Und: Bis zum vergangenen Januar wurde die App für Amazons Sprachassistentin Alexa vier Millionen mal heruntergeladen.  

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