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Der Match zwischen Inhalt und Influencer muss passen, findet Alexander Pühringer, CEO von Linkilike (Foto: istockphoto/Patricia Enciso)
Influencer Marketing Influencer Social Media

Wie Influencer Marketing mit Normalos funktioniert

Influencer Marketing sieht in der Regel folgendermaßen aus: Eine Internetpersönlichkeit mit hunderttausenden Anhängern preist für viel Geld ein bestimmtes Produkt an. Das Unternehmen Linkilike denkt Influencer Marketing dagegen ganz anders - mit sogenannten Everyday Influencern, also ganz normalen Menschen, die in den Sozialen Medien eher Freunde als Fans haben. Alexander Pühringer, CEO und Gründer von Linkilike, erklärt in einem Interview, wie das Konzept funktioniert und warum Influencer Marketing nicht nur ein Hype ist.

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Wie funktioniert Linkilike?

Linkilike ist vom Prinzip her ein Content Distributions Tool. Wir schaffen Reichweite für Inhalte, wie Videos, Artikel & Landingpages, durch Everyday Influencer.

Um es einfach zu erklären: Wir bündeln die Reichweiten von knapp 30.000 Everyday Influencern, also ganz normalen Menschen mit einem Social Media Account, und vermarkten diese Reichweiten mit einem Cost-Per-Klick Modell.

Kunden aus den verschiedensten Branchen übergeben uns einen Link, über den man zu ihrem Content kommt und wir verbreiten diesen in Social Media - auf Facebook, Twitter & Co. Mit unserem Geschäftsmodell nutzen wir daher Influencer, um Traffic aufzubauen.

Findet eine Auswahl von Influencern statt?

Nachdem Linkilike mit echten Menschen und sehr kleinen individuellen Reichweiten arbeitet, ist der Automatisierungsgrad für uns ein essentielles Thema. Wir haben mit dem - in Teilen zum Patent angemeldeten - AuthenticityCode ein Set an Methoden entwickelt, das Everyday Influencer analysiert, die richtigen Influencer für Kampagnen findet und darüber hinaus noch Aspekte wie Werbekennzeichnung und Brand Safety automatisiert gewährleistet.

Trotzdem wird jeder neu angemeldete Influencer bei Linkilike noch mal einer menschlichen Sichtkontrolle unterzogen. Dieses Prozedere wird in regelmäßigen Abständen wiederholt.

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Unsere Technologie filtert aufbauend auf Interesse und Markenattributen die optimal passenden Everyday Influencer für jede Kampagne aus. Es werden somit nur Menschen zu Kampagnen eingeladen, die vorab als dafür passend identifiziert wurden.

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Starkes Marketing für starke Marken

Digitalisierung soll Wachstum bringen, aber nicht nur für die Big Player. Der Mittelstand nutzt diese Chance ebenfalls für sich. Nur wie, ist die Frage. Wie agiert beispielsweise die Firma Sport Schuster in puncto Marketing? Das LEAD Bookazine zeigt, wie der Mittelstand das Marketing im digitalen Wandel gestaltet. Kundenbedürfnisse und eigene Werte – darum sollte es gehen.

Wie viel können Influencer damit verdienen? Hat Linkilike auch große Namen?

Das „Geld verdienen“ steht bei Linkilike nicht im Vordergrund. Klar werden auch unsere Influencer vergütet, jedoch sind das minimale Beträge – da sich auch die Reichweiten nur zwischen 250 und 5000 Freunden/Followern bewegen.

Das Geld, das man verdienen kann, ergibt flapsig gesagt circa eine Pizza im Monat. Entweder man lässt sich das Geld per Paypal oder Überweisung auszahlen, oder man spendet es einer von acht bei uns gelisteten Spendenorganisationen.

Große Namen haben wir nicht in unserem System, jedoch werden Kampagnen-abhängig auch die Facebook-Fanpages von größeren Influencern in Content Seeding Projekte mit eingebaut.

​Wie produzieren Sie einen Viralhit?

Die Frage müsste man eigentlich anders stellen, ich versuche es trotzdem. Wir sind einzig und allein in der Distribution tätig und verbreiten Inhalte, wie Videos oder Artikel, die uns vom Kunden zur Verbreitung übergeben wurden. Um einen Viralhit zu landen, bedarf es verschiedener Zutaten.

Nur ein paar Beispiele: Exzellenter, viral konzipierter Content im Zusammenspiel mit Zeitgeist, Glück, gutem Seeding und Geld. Dass alles Hand in Hand und damit durch die Decke geht, ist uns beispielsweise mit einem Viral zum Thema „The Walking Dead“ eines Bezahlfernsehsenders gelungen.

98 Prozent unserer Kampagnen haben übrigens gar nicht den Anspruch, viral zu werden. Bei den meisten Kampagnen geht es darum, guten Content unter die Leute zu bringen. Das Problem, das viele Unternehmen und Agenturen haben, ist, dass man aufwendig Inhalte produziert und in weiterer Folge viel zu wenige Menschen den Content zu Gesicht bekommen. Da setzen wir an und verhelfen eben diesem Content zu Reichweite.

​ Wie vermeiden Sie negative Berichte bzw. einen Shitstorm?

Wir arbeiten seit 2012 in diesem Segment. Bisher hat sich noch nie ein Shitstorm entwickelt und es sind noch nie negative Berichte entstanden. Zum einen liegt es daran, dass wir nur Content mit Mehrwert in die Verbreitung aufnehmen wollen. Polarisierende, hetzerische und einfach unpassende Inhalte werden vorab abgelehnt.

Außerdem glaube ich, obwohl ich das wissenschaftlich nicht beweisen kann, dass da, wo wir mit Linkilike publizieren, nämlich im Freundeskreis, sehr behutsam mit Äußerungen umgegangen wird, die sich zu einem Shitstorm aufbauen könnten.

Wie sollte ein Unternehmen seine Influencer auswählen?

Zur richtigen Auswahl von Influencern gibt es viele Theorien. Ich bin der Auffassung, dass der Match zwischen Inhalt und Influencer passen muss, um einen authentischen Context zu bewahren, die Influencer nicht werbemäßig abzunutzen und für Unternehmen erfolgreiche Kampagnen abzuwickeln. Bei Linkilike erfolgt die Auswahl der Influencer automatisiert über unsere Technologie.

Bei größeren Influencern würde ich raten, auf der einen Seite Tools zur Analyse einzusetzen und sich auch persönlich mit den Influencern zu beschäftigen, unter anderem auch mit deren Historie, um peinliche Situationen zu vermeiden. Nicht, dass der Influencer die Automarke XYZ in Szene setzen soll und man im Nachhinein feststellt, dass der Influencer schon Automarke ABC in den Himmel gelobt hat.

In welche Richtung wird sich das Influencer Marketing entwickeln?

Sowohl die Content Distribution mit Influencern als auch das „klassische“ Influencermarketing an sich, wird sich – wenig überraschend - immer weiter professionalisieren. Über Themen wie fehlende Werbekennzeichnung und Fake-Follower werden wir in zwei Jahren nur noch müde schmunzeln, da dies durch Technologie lösbare Probleme sind, bei denen ein massiver Lösungsdruck besteht.

Jeden Tag werde ich aufs Neue bestätigt, in der richtigen Branche aktiv zu sein. Influencer sind keine Modeerscheinung - das ist kein Phänomen, das wieder weggeht, auch wenn einige bisher gehypte Agenturen schon wieder von der Bildfläche verschwinden oder die Medien voll sind mit Berichten zu Influencer-Kampagnen, die nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert haben.

Diese Goldgräberstimmung, wo mit minimalem Investment, zweifelhaften Vorgangsweisen und stumpfsinnigen Leistungsversprechen schnell ein paar Projekte abgesahnt werden können, ist definitiv vorbei. Es setzt sich Stück für Stück Technologie und seriöse Arbeit durch.

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