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Yvonne Göpfert KI IBM

Wie IBM mit KI Sporterlebnisse verbessern will

IBMs KI Watson ist sportlich. Und will dafür sorgen, dass alle Beteiligten mehr vom Sport haben: Werbekunden, Sender und Zuschauer.

Intelligenz in Gestalt des Roboters Nao. (Foto: IBM Watson/Youtube)
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Fernsehsender und Streaminganbieter lieben Sport. Kaum ein Programmangebot erreicht - je nach Sportart - solche Massen, und das meist sogar zeitgleich, weil die Zugkraft live enorm ist. Einen noch persönlicheren Zugang versprechen einige Sender, indem sie (bislang weniger intensiv genutzte) digitale Angebote machen: frei wählbare Kamerawinkel zum Beispiel. Das allerdings bedeutet für den Zuschauer, dass er arbeiten muss wie ein Regisseur.

Laut IBM ist der Schlüssel zu "Personalisierung plus Komfort" die Künstliche Intelligenz (KI); bei IBM trägt sie den Namen Watson. Watson soll sowohl den Zuschauern als auch Sendern und Werbekunden ihre geheimen Wünsche erfüllen. Weil er sowohl über den Sport als auch die Zuschauer alles, einfach alles weiß.

Watson kombiniert Social-Media-Buzz zu Höhepunkten

Dazu gehört erst einmal eine Sammlung sportlicher Höhepunkte, nicht zwingend ein Live-Ereignis. Zutaten zu Highlight-Clips ermittelt Watson, indem er unter anderem Bewegungen der Spieler, Publikumsreaktionen und den Social-Media-Buzz analysiert. Weil er schlau, also KI, ist, erkennt er die strategisch wichtigen Szenen und baut daraus Highlight-Clippings automatisiert. Vorteil für die übertragenden Stationen: Die Redaktion hat Zeit für wirklich wichtige Dinge. Die United States Tennis Association (USTA) probiert das jetzt bei den US Open aus.

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Personalisierte Höhepunkt-Sammlungen für jeden Fan kann Watson auch, sagt Pete Mastin von IBM Watson Media. Er erklärt es am Beispiel der 2017er-Super-Bowl-Begegnung Falcons gegen Patriots: Eingefleischten Fans von Runningback Devonta Freeman (Atlanta Falcons) würde Watson seine großartigsten Momente zeigen. Noch einfacher: Teamzugehörigkeit. Dann muss sich der Falcons-Fan nicht allzu viele geniale Spielzüge der am Ende siegreichen New England Patriots ansehen.

Smartes Targeting

Interessierte Zielgruppen treffen - aber auch in der richtigen Stimmung. Gerade beim Sport eine Kunst. Der am Boden zerstörte Fan, dessen Team gerade spektakulär vom Platz geschossen wurde, ist für einen aufgekratzten Werbespot vielleicht eher wenig empfänglich. Um beim Super Bowl zu bleiben: Bei einem 30-Sekunden-Tarif von 5 Mio. Dollar ist das keine Option.

Auch da kann Watson helfen, meint Mastin. Weil er das Wissen um die Zuschauer mit dem Wissen um Sport und Spielverlauf verknüpft. Ja, das kann ein guter Werbeverkäufer auch - nur nicht so schnell. Watson sammelt während eines Sportereignisses laufend Daten über Spiel und Publikum im Social Web und wertet sie nach Zielgruppen aus. So ist er in der Lage, die Stimmungen der definierten Gruppe zu erkennen, vorherzusagen, wann sie abspringen werden - und eben das einzudämmen.

Watson übernimmt die Regie

Beispiel: Das Interesse am Spiel lässt nach, sobald sich irgendwelche Studioexperten unterhalten. Wenn Watson das mitbekommt und die Sender warnt, können sie darauf reagieren, indem beispielsweise auf Bilder vom Spielfeldrand umschalten, damit die Zuschauer dranbleiben - und den gegebenenfalls folgenden Werbeblock nicht verpassen.

Wenn das zu wenig ist, kann Watson Statistiken zuliefern und Vorhersagen treffen. Über Footballspieler sammelt IBM via Edge Up Sports schon seit 2015 alles, was es zu ihrer Fitness, ihren Verletzungen und ihren Leistungen in Abhängigkeit vom aktuellen Wetter gibt. Watson kann daraus Grafiken basteln, die die Effektivität einzelner Spieler veranschaulichen, und Wahrscheinlichkeiten für den weiteren Spielverlauf errechnen, sogar Zuschauerfragen beantworten. Automatisiert aussteuerbare Instrumente, um die Fans am Bildschirm zu halten, sei dieser mobil oder stationär, linear oder gestreamt. Wenn es Watson schafft, damit Zuschauer glücklicher zu machen, freut es die Werbekunden - und die Sender.

(Susanne Herrmann)

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