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Algorithmus Karriere Arbeitsplätze

Wie algorithmenbasiertes Matching eine flexible Arbeitswelt erschafft

Algorithmenbasiertes Job-Kandidaten-Matching verbindet kurzfristig Menschen mit Unternehmen, die für morgen oder nächste Woche eine Aushilfskraft benötigen. Wie das funktioniert, beschreibt Fritz Trott, CEO von Zenjob.

(Bild: Getty Images)
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Fachkräftemangel ist in jeder Branche allgegenwärtig. Der "War of Talents" betrifft nicht nur die IT-Branche, sondern auch den Einzelhandel, die Gastronomie oder die Hotellerie.

Es fehlt an jungen Arbeitskräften, die nachrücken und offene Stellen besetzen. Zudem kämpfen Firmen nicht nur kontinuierlich mit Personalmangel, der durch Urlaub, Krankheit oder saisonale Bedingungen zugespitzt wird, sondern auch mit Digitalisierung und Globalisierung.

Für Unternehmen erhöht sich der Wettbewerbsdruck und dies erfordert immer schnelleres und agileres Handeln am Markt. Unternehmer müssen reagieren, wenn Mitarbeiter spontan ausfallen und plötzlich mehr Personal benötigt wird. Während in der Vergangenheit die kurzfristige Personalsuche oft mehrere Wochen gedauert hat, ermöglicht intelligente Software, das Unternehmen flexible Arbeitskräfte zukünftig bereits innerhalb weniger Stunden finden können.

Algorithmen verbinden Unternehmen und Arbeitskräfte innerhalb kürzester Zeit

Dass algorithmenbasiertes Job-Kandidaten-Matching dabei hilft, langfristig den besten Kandidaten für das eigene Unternehmen zu finden, ist bekannt. Software-Technologie verbindet aber auch kurzfristig Menschen mit Unternehmen, die für morgen oder nächste Woche eine Aushilfskraft benötigen. Durch den Einsatz von Technologie kann so bei spontanem Personalmangel schnell nachbesetzt werden –sogar für einzelne Schichten.

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Wie das funktioniert? Ein Algorithmus kennt die Vorlieben beider Seiten und schickt dem Suchenden Jobs auf das Smartphone entsprechend seinen gewünschten Tätigkeiten und Qualifikationen. Dadurch werden den Kandidaten nur Jobs vorgeschlagen, die mit den gewünschten Arbeitszeiten vereinbar sind. Auch Entfernungen werden beachtet, damit Arbeitnehmer in der Nähe ihres Wohn- oder Wunschortes arbeiten können und kurze Anfahrtszeiten haben. Durch diese Vorauswahl erhalten Menschen, die flexibel arbeiten wollen, nur Jobs, die auch tatsächlich für sie geeignet sind – und zwar fachlich, zeitlich als auch geografisch.

Gleichzeitig arbeiten so nur die Kandidaten für Unternehmen, die entsprechend qualifiziert sind, sich bewusst für einen Job auf Stundenbasis beworben haben und demzufolge auch motiviert sind. Die Vorselektion der Bewerber wird vom Algorithmus getroffen, wodurch viel Zeit bei der Personalsuche gespart wird. Statt mehrerer Wochen oder Monaten dauert diese durch den Einsatz von Technologie nur noch wenige Stunden.

Qualität und Zufriedenheit kann beidseitig sichergestellt werden, wenn die Zusammenarbeit im Nachhinein evaluiert wird. Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die einander positiv bewerten und gerne zusammenarbeiten, werden automatisch wieder gematcht. Durch die Analyse von wiederkehrenden Mustern und Profilen erkennt der Algorithmus außerdem nicht nur die Bedürfnisse der Arbeitnehmer, sondern auch, wie gut Kandidat und Unternehmen generell zusammenpassen. Das verbessert das automatisierte Job-Kandidaten-Matching kontinuierlich und sorgt dafür, dass auch wirklich die richtige Vorauswahl zwischen Unternehmen und Menschen getroffen wird.

Ein Algorithmus, der Jobangebote vorselektiert, ist aber nur der erste Schritt. Grundsätzlich gilt, dass der gesamte Prozess vollständig digitalisiert und von überall aus möglich sein muss. Das gilt sowohl für Unternehmen, die flexiblel Personal online anfragen als auch für Kandidaten, die sich via App spontan auf einen Job bewerben.

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Der Arbeitsmarkt der Arbeitnehmer: Die junge Generation wünscht sich eine flexible Arbeitswelt

Spontanität, Flexibilität und Selbstbestimmtheit sind oft gehörte Forderungen der jungen Generation Z. Genau davon können Unternehmen, die kurzfristig verfügbares Personal suchen, profitieren: Unsere Nachwuchsgeneration verändert den Arbeitsmarkt und die Art, wie Jobs gefunden werden. Sie sind jung, lernen schnell und wollen zeitlich flexibel sein.

Sie wollen sich nicht verbindlich an eine 40-Stunden-Woche ketten, sondern frei über ihr Leben bestimmen. Heutzutage wird es für Arbeitnehmer immer attraktiver, nur an ausgewählten Tagen in der Woche zu arbeiten. Dadurch haben sie die gesamte Kontrolle über ihr Arbeits- und Privatleben.

Ein Algorithmus, welcher alle Einzelheiten über die “flexible Generation” lernt und nur noch passende Jobs vorschlägt, ist für die neue Arbeitswelt unerlässlich. Standardisierte Bewerbungsprozesse sind hier nicht konkurrenzfähig, da sie oft langwierig, starr und selten auf individuelle Bedürfnisse abstimmbar sind. Technologie ermöglicht, dass Arbeitnehmer Jobs finden, die zu ihnen und ihren Anforderungen passen. Gleichzeitig können Unternehmen so kurzfristige personelle Engpässe ausgleichen.

Der Arbeitsmarkt wird zur digitalen Plattform

Neue Software-Technologien sorgen also dafür, dass schneller Personal gefunden werden kann. Algorithmen wählen passgenau den richtigen Kandidaten für einen Job aus und ein automatisiertes Matching sorgt für eine schnelle und fehlerfreie Vorauswahl, da die Qualifikation eines Menschen dem Jobprofil entspricht.

Diese Art der Job-Kandidaten-Suche ist anonymer als das, was wir bisher kennen und deswegen auch vorurteilsfrei. Job und Kandidaten finden anhand von Qualifikation und Wunschtätigkeit zusammen, nicht aufgrund von menschlichen Präferenzen oder Zufällen. Gehaltsunterschiede aufgrund von Geschlecht gibt es keine und die Bezahlung ist bereits im voraus festgelegt.

Wie schnell offene Jobangebote vermittelt werden, zeigen die Zahlen einer internen Auswertung von Zenjob. Der Tech-Personalservice vermittelt Studierende auf Zeitarbeitsbasis schichtweise an Unternehmen: Mit dem höchsten Bedarf an kurzfristig zu besetzenden Stellen werden im Einzelhandel Arbeitskräfte innerhalb von 34 Stunden gefunden.

In den Bereichen Lager und Logistik sowie Event und Gastronomie vergehen im Schnitt nur 29 bzw. 30 Stunden bis eine kurzfristige Tätigkeit besetzt wird. Bürojobs sind nach nur 19 Stunden vergeben. Bei 50 Prozent aller Anfragen schafft es Zenjob dank Technologie sogar, passendes Personal innerhalb von sieben Stunden zu finden.

Durch den Einsatz von Algorithmen wird der Arbeitsmarkt in Zukunft wie eine digitale Plattform funktionieren: Jobs werden nur noch ausgewählten Kandidaten angezeigt und Unternehmen und Menschen finden immer schneller zusammen. Während der Algorithmus die Vorauswahl übernimmt, kann die letzte Entscheidung für einen Jobkandidaten immer noch von Menschenhand getroffen werden.

Der erste persönliche Eindruck kann nicht vom Algorithmus ersetzt werden, aber in Zukunft kann die Personal- und Jobsuche mit nur einem einzigen Klick gemanagt werden. Ob das Wetter überraschend die Biergarten-Saison eröffnet oder der Sale im Einzelhandel startet – den Personalbedarf zu decken ist für die jeweiligen Betreiber dann kein Problem mehr.

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Fritz Trott ist CEO und Mitgründer des Berliner Start-ups Zenjob, das Unternehmen mit Studierenden verbindet, die auf der Suche nach flexiblen Jobs sind. Hierfür hat der Personaldienstleister einen Algorithmus entwickelt, der automatisch erkennt, welcher Job zu welchen Studierenden passt.

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