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WhatsApp Messenger Kommunikation

WhatsApp startet BusinessApp in Europa

Jetzt auch als Android-Version in Deutschland: Mit dem neuen Service können Kleinunternehmen direkt mit ihren Kunden kommunizieren. Eine Einschätzung von Messenger-Experte Matthias Mehner.

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Lange haben wir gewartet und es gab viele Gerüchte rund um WhatsApp for Business. Tests in Indien und Brasilien (den größten WhatsApp-Märkten) gaben einen ersten Vorgeschmack und die KLM war als erster europäischer Partner schon fleißig am Ausprobieren.

Nun hat WhatsApp seine Business App in weiteren Ländern gelauncht – genauer gesagt in Indonesien, Italien, Mexiko, Großbritannien und den USA. Warum noch nicht in Deutschland? Ich kann nur vermuten, dass es vielleicht an der Sprache oder an bestimmten Datenschutzhürden liegen könnte.

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Warum gerade jetzt?

Der Zeitpunkt kommt etwas überraschend, hatten Experten und Insider eher mit der F8-Konferenz Anfang Mai gerechnet. Vielleicht ist es eine Reaktion auf die massive Kritik, die der Mutterkonzern Facebook zuletzt einstecken musste, weil er Unternehmen und Medien im Newsfeed so langsam aber sicher das Wasser abdreht? Auch das kann ich nur mutmaßen. Fakt ist: Facebook hat sich beachtlich Zeit gelassen, den teuer eingekauften grünen Riesen zu monetarisieren, aber hinter den Kulissen machte Mark Zuckerberg wohl schon länger Druck.

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Spannende Features für kleine Unternehmen

Die WhatsApp Business-App wird zunächst nur für Android erhältlich sein und richtet sich an kleine Unternehmen. Features wie Unternehmensprofile, Nachrichten Tools, automatisierte Antworten wie FAQ oder Abwesenheitsnachrichten können dabei dem Pizza Service, dem Friseur oder der Autowerkstatt helfen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Genauso nutzen zum Beispiel bereits heute schon über 80% der Bevölkerung in Brasilien WhatsApp für die Kommunikation mit Unternehmen.

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WhatsApp vs Facebook Messenger

Ich nehme an, dass Facebook eine zweigleisige Strategie verfolgt.

1) WhatsApp als schmale Lösung für direkten Kundenkontakt von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die die SMS oder E-Mail ersetzen soll.

2) Der Facebook Messenger als Antwort bzw. Copy Cat zu WeChat in China, also als große Plattform, offen für Entwickler, Apps und Chatbots.

Der Weg zur echten Business Software ist noch weit

Zwar gibt es eine Desktop-Version, aber Funktionen zu Usermanagement, Nutzerverwaltung, Schnittstellen für bestehende Systeme, Chatbot-Anwendungen, Targeting, Ticketing oder geplantem/zeitversetztem Versand von News. Bedenkt man, wie lange Facebook als Milliarden-Unternehmen gebraucht hat, bis es eine halbwegs funktionierende Business Lösung hatte oder wie spärlich diese Lösung heute noch bei Instagram ausfällt, dürfen wir gespannt sein, ob und wann wir diese Funktionen bei WhatsApp genießen können.

Die Frage nach einem Erlösmodel bleibt weiter offen

Wie die Monetarisierung in Zukunft aussehen soll, bleibt auch weiterhin offen. Im Moment ist die App und deren Nutzung jedenfalls kostenlos. Später könnte ich mir zum Beispiel Transaktionsgebühren oder monatliche Lizenzkosten vorstellen.

Der WhatsApp-Beitrag endet ja mit den Worten: „Und das ist erst der Anfang!“

Jetzt auch in Deutschland verfügbar

Update: WhatsApp for Business - die Business-Variante des mit weltweit über 1,3 Milliarden Nutzern beliebtesten Messengers ist seit 25. Januar auch in Deutschland auf Android verfügbar.

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