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WhatsApp ist die meistgenutzte Messenger-Plattform weltweit, doch immer wieder sorgen Kettenbriefe für Aufsehen. (Foto: iStockphoto)
Messenger WhatsApp Newsletter

WhatsApp dreht Newslettern den Hahn ab

Klare Ansage: Ab Dezember sind WhatsApp-Newsletter verboten - die Facebook-Tochter will Verstöße dann konsequent verfolgen.

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Ausgerechnet die #newsgeist-Konferenz von Google hat sich Facebook ausgesucht, um die Katze aus dem Sack zu lassen. Ab 7. Dezember soll es keine Newsletter mehr über die Konzerntochter WhatsApp geben. Begründet wurde die Entscheidung mit Schwierigkeiten durch Fakenews, beispielsweise in Indien. Deshalb soll jetzt das Ende für ein Modell kommen, das sich bisher in einer Art offiziell geduldeten Grauzone befand, und von sehr vielen Publishern mit ziemlich guten Ergebnissen genutzt wurde. Besonders in schwer erreichbaren jüngeren Zielgruppen erreichen Verlage hier überdurchschnittlich gute Reichweiten. Das dürfte allerdings recht bald ein Ende haben.

Kurz nach der Verkündung bei #newsgeist folgte der schriftliche Beweis in Form von ziemlich unmissverständlichen FAQ, die WhatsApp unter der Überschrift "Unauthorisierte Nutzung von WhatsApp" veröffentlichte. Darin heißt es unter anderem: "WhatsApp wird rechtliche Schritte gegen diejenigen unternehmen, von denen wir annehmen, dass sie an einem Missbrauch beteiligt sind oder anderen helfen, der gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt, wie z.B. automatisierte oder Massennachrichten oder nicht persönliche Nutzung, selbst wenn diese Bestimmung auf Informationen basiert, die uns ausschließlich außerhalb unserer Plattform zur Verfügung stehen. Zu den Off-Plattform-Informationen gehören beispielsweise öffentliche Forderungen von Unternehmen, WhatsApp in einer Weise zu nutzen, die gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. Dies dient als Hinweis darauf, dass wir rechtliche Schritte gegen Unternehmen einleiten werden, für die wir nur dann Beweise für einen Missbrauch außerhalb der Plattform haben, wenn dieser über den 7. Dezember 2019 hinaus andauert oder wenn diese Unternehmen mit Beweisen für einen Missbrauch auf der Plattform vor diesem Datum verbunden sind."

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Lange Rede, kurzer Sinn: Newsletter, wie sie viele Medienhäuser von Zeitung bis TV-Sender derzeit nutzen, um ihre Inhalte zu verbreiten und mit den Abonnenten zu diskutieren, wird es nach heutigem Stand ab dann nicht mehr geben können.

Arbeit an weiteren Features

Direkt betroffen davon ist auch das Münchener Tech-Unternehmen Messenger People. Unter dem Namen WhatsBroadcast hatte die Firma eine beeindruckende Erfolgsgeschichte gestartet, sich dabei nicht nur in Deutschland als Marktführer für die Messenger Services gerade bei Verlagen etabliert. In einem ersten Statement bestätigte das Unternehmen die aktuelle Entwicklung und kündigte an, sich noch stärker auf Messenger als Kundenservice-Tool zu konzentrieren. "Wir sind davon überzeugt, dass Kundenzentrierung und ein vom Nutzer ausgehendes Engagement (Pull-Kommunikation) die Zukunft erfolgreichen Kundendialogs sind." Gleichzeitig arbeite man an weiteren Features, die Unternehmen die Möglichkeit geben sollen, "Messenger Kommunikation erfolgreich weiterführen" zu können. Ganz unvorbereitet trifft Messenger People die Entwicklung aber nicht, wie ein älterer Beitrag von Matthias Mehner für LEAD zeigt.

In Sachen Newsletter gibt es aber wohl kaum Spielraum. Blogpost von Messenger People heißt es dazu: "Die WhatsApp Business Solution konzentriert sich voll auf das Thema Kundenservice und Engagement. Als WhatsApp Business Solution Provider arbeiten wir weiter eng und partnerschaftlich mit WhatsApp an der Zukunft der Messenger Kommunikation, die den User und seine Kommunikationsbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Bestehende MessengerPeople Kunden und Nutzer der Marketing Automation Plattform können noch bis zum 7. Dezember 2019 weiterhin WhatsApp Nachrichten im Newsletter-Format an ihre Zielgruppe verschicken. Ab diesem Zeitpunkt steht das Angebot von WhatsApp-Newslettern dann weltweit nicht mehr zur Verfügung, weder von MessengerPeople noch von einem anderen offiziellen Business Solution Provider. Der massenhafte Push-Versand von Nachrichten verstößt dann gegen die WhatsApp Richtlinien. Bei einem Verstoß gegen diese, behält WhatsApp sich das Recht vor, rechtliche Schritte gegen illegale Anbieter einzuleiten."

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