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Die WhatsApp-Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern fällt in Deutschland häufig in eine Grauzone (Foto: Getty Images / Westend61)
Messenger WhatsApp Digitalisierung

WhatsApp bei Lehrern: Kultusministerkonferenz pocht auf Datenschutz

Die Kultusminister der Bundesländer tun sich schwer mit Messenger-Diensten an der Schule: Sensible Daten zu Schülern wie etwa Krankmeldungen dürfen nicht über WhatsApp ausgetauscht werden, warnte der Präsident der Kultusministerkonferenz. Über etwaige Alternativen scheint Uneinigkeit zu herrschen.

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Krankmeldung via WhatsApp? Lieber nicht: Bei der Kommunikation von Lehrern über WhatsApp sieht der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) viele datenschutzrechtliche Fragen. Über Messenger-Dienste wie WhatsApp dürften keine personenbezogenen Daten ausgetauscht werden, betonte der KMK-Präsident, Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Das gelte insbesondere für sensible Daten wie Krankmeldungen. "Aber auch Daten und Informationen, die unterrichts- und notenrelevant sein könnten, dürfen nicht ausgetauscht werden. Zu diesen Daten zählen auch Benotungen oder Hinweise zu Hausaufgaben."

Bei der Kommunikation via Messenger gibt es allerdings keine einheitliche Linie

Die WhatsApp-Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern fällt in Deutschland offensichtlich häufig in eine Grauzone. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hatte, untersagen manche Bundesländer den Lehrkräften, dienstliche Nachrichten über den Messenger-Dienst auszutauschen.

Es gibt allerdings keine einheitliche Linie. Niedersachsen zum Beispiel lotet Möglichkeiten aus, eine Kommunikation über einen alternativen Kurznachrichtendienst zu ermöglichen, der den Anforderungen des Datenschutzes gerecht wird.

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Lorz sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "In einem föderalen System können gewisse Sachverhalte durchaus unterschiedlich geregelt werden." Maßgeblich seien die jeweiligen Regelungen in den Ländern.

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Der Deutsche Lehrerverband fordert die Einrichtung von Elternportalen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sprach von "Wildwuchs". "Für die Ausstattung der Schulen sind bisher die Kommunen zuständig, die Gesetzgebung liegt bei den Landesregierungen", sagte Ilka Hoffmann, die den GEW-Vorstandsbereich Schule leitet, den Funke-Zeitungen. "Wenn man alle an einem Runden Tisch zusammenbringt, könnte man sich mit Themen wie einer adäquaten Beratung für Cybermobbing oder eben für Datenschutz beschäftigen und gemeinsam Lösungen erarbeiten."

Der Deutsche Lehrerverband fordert hingegen die Einrichtung von Elternportalen. Dort finde die Kommunikation unter Aufsicht der Schulen in einem passwortgeschützten Bereich statt, erklärte der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. "Da wären eigentlich die Bundesländer in der Pflicht. Aber genauso wie bei landesweiten Lernplattformen und Schoolclouds hinken sie auch da hinterher."

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