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Johannes Ceh/Strength And Balance
Foto: Johannes Ceh/Strength And Balance
Social Media Ethik leadfaces

Wer kommuniziert, trägt Verantwortung

Welche Herausforderungen und ethischen Pflichten die digitale Kommunikation mit sich bringt und wieso diese unbedingt mehr beachtet werden sollten.

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Mein Gespräch mit Lukas Kircher, Gründer der Digitalagentur C3, ist gut acht Wochen her. Es hat mich nicht ruhen lassen. Was bleibt, ist der Appell von Lukas: für Ethik. An jeden von uns. Jeden, der Kommunikation und Beziehungen zwischen Unternehmen und Mensch gestaltet. Zwischen Mensch und Mensch. Werber. Marketeers. Programmierer. Planner. Analytiker. Entscheider. Jeden Einzelnen. 

Ich kenne es selbst sehr gut: Es ist ein Spagat in digitalen Zeiten, das Maximum für Kunden an KPIs heraus zu kitzeln und gleichzeitig als Mensch (Vater/Mutter/Onkel/Tante etc.) die Welt zu betrachten, die wir unseren Kindern hinterlassen. Doch genau darum geht es: auf diesen Spagat zu schauen. Zu differenzieren. Zu benennen: Risiken und Nebenwirkungen. 

Was hilft? Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung bringen: Unsere Branche gestaltet Begegnungen von Menschen via Facebook. Snapchat. Büchern. Magazinen. Zeitungen. Big Data. Etc.. All dies sind Infrastrukturen der Begegnung. Infrastrukturen, in denen wahrhaftige Begegnung mit Mehrwert geschehen kann. Von Mensch zu Mensch. Und von Mensch zu Unternehmen. Oder aber diese Infrastrukturen mutieren zu Waffen, mit denen wir unbewusst unsere Beziehungen verkrüppeln und unsere Kinder zu „Pokemon-Adrenalin-Junkies“ mutieren lassen. 

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Die damit verbundenen Herausforderungen sind massiv: Wie schaffen wir es, all die neuen technischen Möglichkeiten wie Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Augmented Reality zu orchestrieren, so dass diese unser Leben WIRKLICH verbessern? 

Ja, das ist kein leichter Tobak. Und doch gibt es etwas, das mir Mut macht. Agenturen beginnen Ethik auf C-Level-Ebene ernst zu nehmen. Gerade hat Ogilvy and Mather in New York die Position des Chief Ethics Officer geschaffen. Denn es gibt unter uns Machern bereits ein gewisses Bewusstsein für Ethik. Ein Bewusstsein dafür, dass wir Phänomene wie Fake News oder Hacking thematisieren müssen. Dieses Bewusstsein gilt es, weiter zu schärfen. Den Dialog dazu auszubauen. Interdisziplinär. Gesellschaftlich. 

Wir brauchen keine Branchendiskussion. Wir müssen Farbe bekennen. Als Macher. Als Menschen. Als Gestalter von Kommunikation und Beziehung. Es gilt zuzuhören. Wahrhaftig. Hinzuschauen. Zu differenzieren. Zu benennen. Sowohl Chancen, als auch Risiken und Nebenwirkungen.

Johannes Ceh ist gelernter Journalist und arbeitete als Digital- wie Content-Stratege für Unternehmen wie Sport1, SKY, Springer & Jacoby, BMW, Daimler, JungvonMatt und Ogilvy. Heute unterstützt er als strategischer Berater Unternehmen an der Schnittstelle von Customer Experience, Digitalkultur und Organisationsentwicklung. Außerdem arbeitet Johannes Ceh derzeit an einem Buch zu Customer Experience und dem damit verbundenen Wandel in Organisationen.

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