Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
4 Libratone Zipp
Foto: Libratone
Sound Gadgets Tech

Wer beatet mehr? Das sind die HomePod-Konkurrenten

​Er kommt spät, aber er kommt: Ab 18. Juni verkauft Apple seinen Smart-Lautsprecher HomePod auch in Deutschland. Die Konkurrenz ist hart: LEAD verrät, was der HomePod und seine fünf größten Rivalen können.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

In den USA, in Großbritannien und Australien ist der HomePod bereits seit Anfang 2018 zu haben. Doch hierzulande galt bisher ein Boxen-Stopp – wohl wegen der Sprachanpassung von Assistentin Siri, die genau wie Alexa bei Amazons Echo-Lautsprechern für die künstliche Intelligenz des HomePod sorgen soll. Mit 349 Euro ist die Apple-Box so teuer, dass es sich allemal lohnt, einen Blick zur Konkurrenz zu werfen. LEAD verrät, was der HomePod und seine fünf größten Rivalen können – und wo die Vor- und Nachteile von Apple, Libratone, Sonos & Co. liegen. Wer beatet mehr?

HomePod

2 Home Pod
Der HomePod und sein Innenleben (Foto: Apple)

Hochgelobt für seinen Sound, weniger gelobt für seine smarten Fähigkeiten. Im Vergleich zu Alexa bleibt Siri eine Grundschülerin – was allen, die Angst haben, im Wohnzimmer ausgehorcht zu werden, ganz recht sein dürfte. Der HomePod ist keine Konkurrenz für Amazons Echo, sondern eher für die HomeAudio-Pioniere von Sonos. Mit sieben Hochtönern, einem 4-Zoll-Subwoofer und einem speziellen Mikrofon, das den Klang auswertet und die Bässe an die Raumsituation anpasst, ist der HomePod eine exzellente Wahl für Musikfans. Smarte Funktionen wie die Sprachsteuerung der Wiedergabe („Hey Siri, spiel Musik von 1975!“) oder das Vorlesen von Nachrichten sind da nur eine Zugabe. Apple-typisch kommt der HomePod mit einigen Einschränkungen – auch wenn seit Ende Mai dank iOS 11.4 und AirPlay2 Stereo- und Multiroom-Wiedergabe möglich sind. Der Anschluss funktioniert nur per WiFi. Weder Bluetooth noch Ethernet oder ein guter alter Klinkenstecker sind an Bord. Mit einem Android-Smartphone lässt sich der HomePod nicht verwenden, er richtet sich ausschließlich an Apple-Nutzer. Und ein Akku fehlt ebenfalls: Ohne Steckdose keine Musik! An den See lässt sich der HomePod also nicht mitnehmen. Aber er heißt ja auch HomePod, und nicht LakePod.

Anzeige

Libratone Zipp

5 Libratone Zipp
Zipp, der Lautsprecher mit dem Reißverschluss (Foto: Libratone)

Der dänische Lautsprecher (240 Euro) mit den farbigen Reißverschluss-Hüllen, die sich austauschen lassen, beherrscht eine Menge Funktionen, die sich auch HomePod-Besitzer wünschen würden. Einen eingebauten Akku für zehn Stunden Musik – hat er! Bluetooth fürs schnelle Verbinden mit dem Smartphone – kann er! Einen Klinkenstecker, um notfalls einen alten iPod anstöpseln zu können – hat er auch! Stereo und Multiroom klappen ebenfalls. Im LEAD-Test überzeugte der Zipp rundum. Die Einrichtung der WiFi-Wiedergabe funktioniert im Hintergrund fast automatisch, und das Umschalten auf Bluetooth erfordert nur einen Knopfdruck. Die Touch-Bedienung auf der Oberseite ist eher kryptisch, für die Lautstärke ist beispielsweise eine Kreisbewegung erforderlich. Macht aber nichts, denn am einfachsten steuert man den Zipp ohnehin vom Smartphone aus (iPhone oder Android). Alexa ist seit einem Update ebenfalls an Bord – mit dem Vorteil, dass die Mikrofone des Zipp nicht immer offen sind und mitlauschen. Im Vergleich zum Libratone bleibt für den HomePod vor allem ein Kaufargument: Der Dänen-Lautsprecher klingt zwar erstklassig. Doch mit dem Bass und dem Wumms und der Lautstärke des HomePod kann er nicht ganz mithalten.

Marshall Acton

Marshall Acton Cr Marshall
So cool wie dieser Lautsprecher im Look eines Verstärkers ist kein Konkurrent – der Marshall Acton Multi-Room (Foto: Marshall)

Für Rock 'n' Roller eindeutig die coolste HomePod-Alternative. Die Kultfirma aus Milton Keynes in England baut ihre Box im Design klassischer Marshall-Verstärker, was im Wohnzimmer echter Musikfans ziemlich lässig aussieht. „Long Live Rock 'n' Roll“ steht bereits im Handbuch. Und genau darum geht’s beim Acton. Touchbedienung und ähnlichen Schnickschnack braucht der Engländer nicht. Hier werden Lautstärke, Höhen und Bässe noch per Drehknopf eingestellt – was gegenüber der viel zu komplizierten Marshall-App, die offenbar ebenfalls noch aus der Beat-Ära stammt, im Zweifel eh die bessere Wahl ist. Sie erfordert beim Einrichten selbst auf dem iPhone die Google-Home-App, warum auch immer. Der Sound glänzt vor allem bei Rock und gitarrenlastiger Musik – so muss das sein! Achtung beim Kauf: Den Marshall Acton gibt es in einer einfacheren Bluetooth-Variante um die 160 Euro, und in einer aufwändigeren Version mit WiFi und Multiroom-Wiedergabe für 350 Euro.

B&O Beoplay P6

7 Beoplay P6
Neu von den Edel-Dänen Bang & Olufsen – der Beoplay P6 (Foto: B&O)

Die dänische Edel-Firma Bang & Olufsen liebt es kühl und schlicht. Das gilt auch für die neueste Bluetooth-Box Beoplay P6 (350 Euro), die wie gewohnt von Stardesignerin Cecilie Manz gestaltet wurde. Die Hülle aus perlgestrahltem Aluminium, der Griff aus echtem Leder – ein größerer Gegensatz zum wilden, rauen Marshall Acton ist kaum denkbar. Genauso schlicht wie das Design ist auch die Technik. Kein WiFi, keine smarten Funktionen, dafür aber ein Akku, der satte 16 Stunden durchhalten soll. Der Anschluss erfolgt über Bluetooth. Einzige kleine technische Extravaganz: Zwei P6 lassen sich für Stereo-Wiedergabe zusammenschalten. Für seine nur 17 Zentimeter Höhe liefert der B&O mit 215 Watt Spitzenleistung einen erstaunlich fetten Sound, der sogar den Libratone übertrifft. Klingt so gut, wie er aussieht.

Amazon Echo Plus

8 Amazon Echo Plus
Schlau, neugierig, klingt aber doof – Amazon Echo Plus (Foto: Amazon)

Die Jury des Datenschutzpreises „Big Brother Awards“ hat Amazons „Lauschsprecher“ kürzlich kräftig abgewatscht. Urteil zum Echo: „Ein neugieriges, vorlautes, neunmalkluges und geschwätziges Lauschangriffsdöschen.“ Wer vor allem Musik hören will, sollte sich Amazons bildschirmloses Echo-Topmodell (150 Euro) sparen. Mit einem einzigen Hochtöner (sechs weniger als beim HomePod) klingt der Echo Plus immer noch dünn und blechern. In Sachen künstliche Intelligenz ist Alexa mit ihren mehr als 30.000 Skills aber unschlagbar. Wer Einkäufe per Sprachbefehl bestellen und eine künstliche Assistentin für (fast) alle Lebenszwecke will, greift zum Echo. Für Musikfans lautet der wichtigste Befehl aber zum Beispiel: „Alexa, kauf einen Libratone Zipp!“

Sonos One

10 Sonos One
Der Sonos One von den US-Audio-Pionieren (Foto: Sonos)

Wie HomeAudio funktioniert, weiß niemand besser als der Pionier aus Santa Barbara in Kalifornien. Das gilt auch für den One, den ersten Smart Speaker von Sonos. Er basiert auf dem Einstiegsmodell PLAY:1, hat aber Alexa-Unterstützung und die dafür notwendigen Mikrofone eingebaut. Statt eines Streamingdienstes wie der HomePod (natürlich Apple Music) unterstützt der Sonos One über 80 Musikdienste – also praktisch jede nur denkbare Musikquelle. Das Klangurteil: Mehr Bässe und mehr Kraft beim in dieser Hinsicht unschlagbaren HomePod, dafür aber transparentere und natürlichere Höhen beim Sonos. Und die Amerikaner setzen zum HomePod-Start auf ein fast unwiderstehliches Argument: Zwei Sonos One für Stereo-Wiedergabe kosten momentan nur 399 Euro – kaum mehr als ein einziger (Mono)-HomePod.

Teilen
Jederzeit top informiert

Die wichtigsten LEAD Nachrichten per Messenger oder Newsletter

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Das könnte dich auch interessieren
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote