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Arbeitswelten Getty Images Luis Alvarez
Kleine Bewegungschallenges lassen sich leicht in den Büroalltag integrieren (Foto: Getty Images / Luis Alvarez)
New Work Unternehmenskultur Gesundheit

Was Unternehmen tun können, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu steigern

​Wer in einem Büro arbeitet, sieht seine Gesundheit zunehmend gefährdet - wir verbringen einfach zu viel Zeit im Sitzen. Ralf Aigner von Gympass Deutschland erklärt gegenüber LEAD, was Arbeitgeber tun können, um ihre Mitarbeiter zu mehr Bewegung zu animieren.

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Die Idee, dass die Gesundheit des Angestellten auch im Interesse des Arbeitgebers liegt, ist zugegebenermaßen nicht neu. "Im 20. Jahrhundert haben vor allem Öl-, Kohle- und Stahlwerke in die Gesundheitsvorsorge investiert, um Krankheitsausfälle zu vermeiden und die Produktivität ihrer Angestellten zu steigern", weiß Ralf Aigner von Gympass Deutschland.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde ins Leben gerufen. Viele deutsche Fußballclubs sind aus demselben Grund von großen Chemiekonzernen gegründet worden: um die Angestellten fit und produktiv zu halten.

Heute arbeitet der Großteil der Bevölkerung nicht mehr am Fließband in einer Fabrik, sondern am Schreibtisch im Büro – und verbringt dabei im Schnitt 7,5 Stunden täglich im Sitzen. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation kam 2018 zu dem Schluss, dass dieser Bewegungsmangel schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringt, von Übergewicht über Rückenprobleme bis hin zu Herzerkrankungen.

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Fitnessprogramme nach Lust und Laune

Es ist deshalb an der Zeit, das Thema Wohlbefinden am Arbeitsplatz höher zu hängen, findet Aigner. Als Geschäftsführer des Fitness-Netzwerks Gympass unterstützt er Unternehmen dabei, ihren Mitarbeitern ein umfassendes Sportangebot zur Verfügung zu stellen. Und noch dazu eins, das auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Angestellten zugeschnitten ist. "Indem Unternehmen Verträge mit uns schließen, bieten sie ihren Mitarbeitern einen vergünstigten Zugang zu unserem Netzwerk aus Sport- und Fitnesszentren. In Europa zählen um die 11.000 Einrichtungen zu dem Gympass Netzwerk davon über 2.000 in Deutschland", sagt Aigner.

So könne jeder Angestellte die passende Aktivität für sich auswählen oder auch mehrere Sportarten kombinieren. Der Mitarbeiter kann also auf Wunsch montags zum Yoga, mittwochs zum Salsa Kurs und freitags zum Krafttraining ins Fitnessstudio gehen. "Gympass ist quasi wie ein Netflix-Abo für die Gesundheit", sagt Aigner. Und auch ebenso monatlich kündbar.

Gerade diese Flexibilität sei für viele junge Menschen attraktiv und nimmt ihnen eine große Hürde. "Viele Fitnesseinrichtungen bieten ja Mitgliedschaften mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr", sagt Aigner. Berufseinsteiger und junge Professionelle wüssten hingegen oft gar nicht, wie lange sie an einem Ort oder in einem Unternehmen sein werden.

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"Man muss seinen Angestellten einen gewissen Lebensstil bieten"

Hierin sieht Aigner jedoch gleichzeitig eine Chance für Arbeitgeber: "Es reicht nicht aus, seinen Angestellten ein Einkommen zu gewährleisten, man muss ihnen auch einen gewissen Lebensstil bieten. Sie sollen schließlich gerne zur Arbeit gehen und aus Überzeugung für genau dieses Unternehmen arbeiten."

Vor allem jüngere Arbeitnehmer legen Wert auf diese Work-Life-Balance und schrecken laut Aigner auch nicht davor zurück, die Konsequenzen zu ziehen, falls diese ausbleibt. Schließlich: Wer gut ist in dem was er tut, könne sich in Deutschland in den meisten Branchen den Arbeitsplatz quasi aussuchen. "Der Angestellte von heute will das Gefühl bekommen, dass seine Bedürfnisse zählen und dass sein Wohlbefinden dem Arbeitgeber am Herzen liegt."

Kleine Geste, große Wirkung: Der Obstkorb in der Küche

Aigner schlägt deshalb vor, Meetings öfter mal im Stehen abzuhalten, kleine Bewegungschallenges in den Büroalltag zu integrieren, oder auch einfach regelmäßig Obst in der Küche bereit zu stellen, um eine ausgewogene Ernährung zu garantieren. Dasselbe gilt im Übrigen für kalte Getränke, denn viele Angestellte trinken nicht ausreichend während der Arbeitszeit.

Darüber hinaus können höhenverstellbare Schreibtische oder ergonomische Bürostühle Rückenproblemen vorbeugen; die richtige Beleuchtung schont die Augen und durch regelmäßiges Durchlüften lassen sich Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten vermeiden.

Das seien zwar alles bloß Kleinigkeiten im Büroalltag, aber diese könnten oft schon einen großen Unterschied für das Wohlbefinden des Angestellten machen, sagt Aigner.

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