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Das Startup Spott arbeitet bisher mit belgischen TV-Sendern zusammen. © Spott
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Was hinter der App Spott steckt

Die App Spott will TV-Konsum und Online-Shopping verbinden. Die belgischen Gründer setzen ihre Idee jetzt in weiteren Märkten um.

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Das Startup Appiness hat sich einiges vorgenommen: Die Belgier wollen mit der App Spott die TV-Werbung revolutionieren - sagen sie. 

Das Versprechen: Mit ein paar Smartphone-Klicks kann man ein Produkt, das gerade auf dem Bildschirm erscheint, direkt bestellen. Als Kooperationspartner und Geldgeber hat Spott unter anderem das Nanoelektronik-Forschungszentrum Imec in Leuven mit an Bord.

Ihre App soll eine Antwort auf die veränderten Sehgewohnheiten sein, zu denen der zeitversetzte TV-Konsum und das parallele Surfen im Netz gehören. Die Smartphone-App nutzt den TV-Begleitton und findet so heraus, welche Folge beispielsweise der Krimi-Serie "Hawaii Five-O" gerade läuft. Der potenzielle Käufer sieht auf einem Screenshot die Produkte, die auch auf dem TV-Schirm präsent sind: zum Beispiel das Shirt einer Schauspielerin. Klickt man auf das Foto des Oberteils wird der Interessent in einen Online-Shop weitergeleitet.

Im Heimatmarkt Belgien konnte Spott bereits einige TV-Stationen von dieser Idee überzeugen. Laut dem Unternehmen werden momentan im dortigen Fernsehen etwa viereinhalb Stunden täglich mit interaktivem Content gesendet. Die Website führt vor allem US-Serien auf. Spott hat für die Sender auch eine White-Label-Variante (Apptvate) im Angebot, die die Fernsehstationen an ihre Bedürfnisse anpassen können.

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Spott will ebenso mit den Marken ins Geschäft kommen: So haben die Belgier für den Kleidungshersteller JBC einen interaktiven Werbeclip entwickelt, der den Zuschauer direkt in deren Online-Shop führt.

Vor der Entwicklung haben die Spott-Gründer Jonas De Cooman und Michel De Wachter die Marktchancen der App im Rahmen eines kollaborativen Innovationsprojekts getestet. Zusammen mit dem Imec und der Universität Gent erhielten sie eine Förderung in Höhe von 440.000 Euro. Ein Teil des Geldes setzen die Forscher zur Entwicklung des "Temporal Slicing"-Verfahrens ein, das auf optimierter Keyframe-Selektion basiert. Denn um profitabel zu sein, muss Spott ein interaktives Video von einer Minute Dauer in nur vier Minuten zu produzieren können.

Den Wissenschaftlern gelang es das Videosignal vereinfachen und die Frames für ein 15-Minuten-Video von 27.000 Einzelbilder auf 300 zu reduzieren. Dabei werden die Frames ausgewählt, die eine optimale Ansicht des Produkts präsentieren. 

Nach einer 18-monatigen Testphase, legte die App in Belgien offiziell im August 2015 los - zuerst unter dem Namen Appiness. Laut dem Unternehmen aus dem belgischen Aalst wurde die Anwendung bereits 160.000 Mal heruntergeladen. Man gewinne jeden Monat etwa 55.000 aktive Nutzer hinzu. Spott zählt nach eigenen Angaben 500.000 monatliche Klicks auf Produkte.

Die Belgier betreiben mittlerweile Büros in London, Rio, Sao Paulo und Lissabon. Denn bis Ende 2017 nimmt sich Spott die Märkte Brasilien, Portugal und die Niederlanden vor. 

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