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Wie Man Nutzer Gluecklich Machtmauritius Images Image Broker Stephan Goerlich 4405294 Web
(Bild: mauritius images / imageBROKER / Stephan Goerlich)
Tipps UX Design

Was Nutzer glücklich macht

Designern ist das Festlegen von Zielen nicht fremd. Während der täglichen Arbeit und Umsetzung von Designs wird aber selten nach dem Erfolg gefragt. Doch Designqualität ist messbar.

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"Wisst ihr, wie die letzte digitale Anwendung bei euren Usern angekommen ist?" Mit dieser Frage konfrontierten die Google Researcherinnen Angela Hoelzenbein undFranziska Haemmerle die Workshop-Teilnehmer auf der diesjährigen UX-Konferenz in London. Beide gingen noch einen Schritt weiter: "Nutzt ihr vordefinierte Metriken zur Messung des UX-Erfolges?" Hier konnten nur zwei Teilnehmer überzeugt behaupten, bei ihrem letzten Design-Launch UX-relevante Daten gemessen, analysiert und gewinnbringend für das Projektteam und zukünftige Projekte genutzt zu haben.

Etwas verwirrt? Hier geht's zum Jobprofil "Was macht eigentlich ein UXi-Designer".

Qualität von Design ist messbar

Das Beispiel von der UX-London verdeutlicht, dass es an der Zeit ist, Frameworks zur ganzheitlichen Erfolgsmessung standardisiert einzusetzen. Usability-Tests, Nutzerinterviews und quantitative Befragungen sind gängige Methoden, um die Nutzerzufriedenheit zu untersuchen. Doch am Ende soll das Design mess- und auswertbar sein. Nur eindeutige Zahlen belegen den Erfolg für Designer und Nutzer – entsprechend gilt es, den Fokus auf sinnvolle Metriken zu legen.

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Metriken und Eitelkeiten: Welche Zahlen sind am besten geeignet?

Web-Technologien und Analyse-Tools erfassen Datenmengen in absoluten Zahlen. Ohne Hintergrundwissen und Interpretation sind sie aber wertlos für das Design: Bekannte Metriken wie Seitenaufrufe, Download-Zahlen, CTR oder Bounce Rates geben Designern lediglich Hinweise, ob ein Feature funktioniert oder nicht – eindeutige Rückschlüsse auf ein besonderes Benutzererlebnis lassen sie jedoch in vielen Fällen nicht zu. Business-Ziele scheinen erfüllt, aber die Relevanz des Designs für die Nutzerinnen und Nutzer ist damit nicht bewiesen und bieten keinen Mehrwert für zukünftige Design-Projekte.

Daten sind nicht alles: Messung muss Methode haben

Wie zufrieden Nutzer mit dem digitalen Produkt sind, können Designer mit Hilfe dreier beispielhafter Frameworks messen:

Google HEART (Happiness, Engagement, Adoption, Retention, Task success) ist ein umfassendes Framework für das Messen von UX. HEART unterstützt langfristig beim Planen und Tracken der User Experience. Die fünf HEART-Metriken reduzieren die Komplexität der Nutzerdaten und können für Entscheidungen im Produktentwicklungsprozess verwendet werden.

AARRR (Acquisition, Activation, Retention, Revenue und Referral) orientiert sich stark an den verschiedenen Berührungspunkten eines idealen Nutzers mit dem jeweiligen Produkt und hilft dem Designer, den Nutzer besser zu verstehen.

PULSE stellt die Projekt- oder Produktfortschritte den eigenen Business-Zielen gegenüber. So zeigt das Framework nur indirekt, wie hoch die User Experience ist. Es liefert jedoch keine Informationen darüber, ob ein User das Feature oder die Website gut findet oder nicht.

​ Erst denken, dann entwickeln

Bevor sich Designer also an Design-Prototypen setzen, sollten drei Schritte vom gesamten Team vorab durchdacht werden:

  • Es gilt, sinnvolle, projektrelevante Metriken zu erstellen,
  • den Implementierungsaufwand zu prüfen und zu testen und
  • die Daten strategisch auszuwerten und Prioritäten zu setzen.

Dann steht einem Produkt beziehungsweise einem neuem Feature, das Nutzer und UX-Designer glücklich macht, nichts mehr im Weg.

Über die Autorin: Stephanie Wölke arbeitet als UX Designerin bei der Berliner Digitalagentur Moccu – Digital Experience. Ihre Arbeit konzentriert sich dabei auf die Erstellung und Optimierung von Plattformen, Content sowie digitalen Produkten und Services.

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