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Avanade Anna Friedrich 02
Bild: Anna-Maria Friedrich
Was macht eigentlich Jobprofile Karriere

Was macht eigentlich ... eine Unconscious-Bias-Trainerin?

Anna-Maria Friedrich sensibilisiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, unbewusste Voreingenommenheiten oder Vorurteile zu erkennen und zu überwinden. Dazu braucht sie vor allem viel Fingerspitzengefühl, Kreativität und Durchhaltevermögen.

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Jobtitel: Manager Business HR / Unconcious-Bias-Trainerin

Name: Anna-Maria Friedrich

Alter: 34

Ausbildung: Betriebswirtschaftslehre (Bachelor)

Unternehmen: Avanade Deutschland GmbH

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Was machst du als Unconscious-Bias-Trainerin​?

Ich arbeite bei Avanade als Manager Business HR. Avanade ist ein internationaler IT-Dienstleister mit Schwerpunkt auf dem Microsoft-Ökosystem. Meine tägliche Arbeit ist es, die unterschiedlichsten Talente für meine Arbeitgeberin zu gewinnen, und da liegt natürlich ein starker Fokus auf Employer Branding. Uns liegt viel an der Zusammenstellung von abwechslungsreichen sowie bunten Teams und darum auch meine Rolle als Unconscious-Bias-Trainerin. Das bedeutet, ich sensibilisiere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unbewusste Voreingenommenheiten oder Vorurteile zu erkennen und zu überwinden. Diese können sich unterschiedlich gliedern. Zum Beispiel wenn Gemeinsamkeiten oder Stereotype sowie Klischees das Denken und Handeln von Personalentscheidern beeinflussen.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Avanade bietet umfassende Initiativen und Trainings, um weibliche Fachkräfte zu werben und ihnen auch den Aufstieg in Management-Positionen zu ermöglichen. Gender-Gerechtigkeit ist nur eine Facette von Vielfaltigkeit. Dafür bildet das Unternehmen entsprechend aus. Das zugehörige Unconscious-Bias-Training ist seit drei Jahren Bestandteil eines Schulungsprogramms, das ich in London absolviert habe. So bin ich dazu gekommen.

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Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Es ist eine Mischung aus Fingerspitzengefühl, Kreativität und Durchhaltevermögen. Kreativität zur Ideengenerierung, Fingerspitzengefühl, um neue Themen an den richtigen Stellen zu platzieren und Unterstützer dafür zu gewinnen. Durchhaltevermögen ist wichtig, da meine Themen häufig eine starke Veränderung für Personen bedeuten und viele Stakeholder sowie ein Erwartungs-Management mit sich bringen.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Aus Sicht der Unconscious-Bias-Trainerin ist mir am wichtigsten, dass alle aus dem Training etwas Positives für sich mitnehmen und hoffentlich nachhaltig ihre eigenen Voreingenommenheiten reflektieren und diesen bewusst entgegenarbeiten. Und das sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld, wobei es ja auch positive Bias-Auswirkungen gibt – das Differenzieren zwischen unerwünscht und hilfreich ist also ebenfalls sehr interessant. Am meisten Spaß beim Training bereiten mir die Übungen und Beispiele, die sehr simpel sind, aber einem auch sehr deutlich die Augen öffnen können. Oft kann ich den Teilnehmern ansehen, wie sie sich selbst bei einem Bias ertappen und ihre eigenen Muster entdecken.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Die "Train the Trainer"-Ausbildung in London, gemeinsam mit den europäischen Kollegen, war bereits sehr spannend. Auch der Austausch auf internationalem Level und das Erfahren kultureller Unterschiede begeisterten mich sehr. Im Rahmen des Emotion Women‘s Day habe ich gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen dieses Jahr einen Workshop erarbeitet, bei dem es darum ging, wie wir Frauen uns durch unsere eigenen Vorurteile teilweise selbst im Weg stehen. Zum Beispiel sehen Frauen oft spannende Stellenausschreibungen, bewerben sich aber nicht darauf, weil die Stelle nicht in Teilzeit ausgeschrieben ist – ohne nachzufragen, ob das überhaupt eine Option wäre.

Mehr zum Thema: „Frauen müssen mehr leisten“

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

...er dazu beiträgt, unser Unternehmen vielfältiger und vorurteilsfreier zu machen. Und damit übrigens auch erfolgreicher, denn Diversität wirkt sich positiv auf das Business aus. Darum darf ich auch sagen, dass meine Arbeit ein wichtiger Bestandteil beziehungsweise Beitrag zur Erfüllung unserer geschäftlichen Vision ist. Wir wollen DER digitale Innovator sein. Das geht nur, wenn offene Herzen und soziale Kompetenz mit Know-how und Fachwissen einhergehen.

Wenn du keine Unconscious-Bias-Trainerin wärst, was wärst du dann?

Ich habe zwar viel Freude an meinen Aufgaben, aber wenn ich gar nicht mehr arbeiten müsste, würde ich mir wahrscheinlich meinen Traum vom Hausboot erfüllen und über die Flüsse Europas schippern. Ansonsten wäre ich gerne Erfinderin, die die Entwicklung des selbstfahrenden und emissionsfreien Autos mit einem großen Durchbruch vorantreibt. Da wir aber auch im Automotive-Bereich große Projekte haben, kann ich zumindest durch den Gewinn der passenden Mitarbeiter dazu beitragen.

Mehr zum Thema: Was macht eigentlich… Eine Sync Managerin?

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