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Was macht eigentlich Jobprofile Karriere

Was macht eigentlich ... eine Ideenvisualisiererin?

Ihre Arbeit ist jedem präsent, der mit offenen Augen durch die Innenstadt läuft. Kathrin Berghäuser setzt die Konzepte der Marken in Außenwerbung um.

© Wall Decaux
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Name: Kathrin Berghäuser

Alter: 38

Position: Ideenvisualisiererin/Diplom Digital Artist

Ausbildung: drei Jahre Studium zum Diplom Digital Artist

Unternehmen: Wall Decaux

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Was machst du?

Ich bin Ideenvisualisiererin bei Wall Decaux, einem großen Außenwerber. Meine Aufgabe besteht darin, Ideen im Raum Wirklichkeit werden zu lassen, Marken Reichweite zu verschaffen und unsere Kunden auf dem Weg zur Digitalisierung zu begleiten.

Mein Aufgabengebiet ist breit gefächert: Dazu gehören die Ideenfindung und die bildliche Darstellung besonderer Konzepte, die wir Unternehmen und Marken als Erweiterung ihrer Außenwerbungskampagne anbieten.

Wir bauen unsere Stadtmöbel beispielsweise in Duftspender um, verwandeln Wartehallendächer in blühende Beete oder tauschen Sitzbänke gegen Achterbahnsitze aus. Am Anfang jedes Projekts stehen die Idee und deren Visualisierung.

Als Bewegtbildproduzentin verantworte ich darüber hinaus auch das Infotainment auf den digitalen Werbeflächen im U-Bahnhof Friedrichstraße, das zwischen den Werbeblöcken läuft, von der Idee über die Produktion bis hin zur Sendeplanung und Ausstrahlung.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Im Studium habe ich meine Liebe zur Animation entdeckt und immer versucht, in diesem Bereich zu arbeiten. Mit der Zeit habe ich ein breites Spektrum an Skills dazugewonnen, die hier und da nützlich sind. So bin ich mittlerweile eher in der Visualisierung gelandet und betreue eine Auszubildende für Mediengestaltung. Über App- und Interface-Projekte habe ich aber auch meine Leidenschaft für UX-Themen entdeckt, also für all das, was die Nutzer-Erfahrung von Anwendungen und auch Informationsmaterialien behandelt.

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Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Da ich für das Infotainment auf den digitalen Werbeflächen im U-Bahnhof Friedrichstraße verantwortlich bin, habe ich mehrere Jahre für die Weihnachtszeit einen digitalen Adventskalender konzipiert und produziert. Hinter jedem der 24 Türchen wurde innerhalb einer Minute ein Mensch portraitiert, der sich in Berlin ehrenamtlich engagiert.

Ich fing bereits im September mit den Planungen an und recherchierte 24 Berliner Vereine, von denen sich je ein Ehrenamtlicher bereit erklärte, sich bei seiner Arbeit filmen zu lassen. Eine besondere Herausforderung war es, alle Clips ohne Ton zu produzieren, da wir im U-Bahnhof Friedrichstraße natürlich keine Lautsprecher installieren können und die Filme ohne Ton gesendet werden. Daher arbeitete ich hier mit selbstgeschriebenen “Statementschildern”, die die Ehrenamtlichen in die Kamera halten und mit kurzen Erklärtexten in den Clips.

Die Produktion wurde innerhalb von drei Monaten abgewickelt. Ein Monat war für die Akquise und Drehorganisation notwendig. Mit Hilfe meines Kollegen, der die Kameraarbeit übernahm, drehten wir im zweiten Monat in 24 Vereinen je einen Ehrenamtlichen, einen weiteren Monat brauchte ich dann für Postproduktion, Schnitt und Titelanimation. Ein Mammutprojekt! Aber ich habe dadurch viele großartige Menschen kennengelernt, bin viel rumgekommen und habe einen etwas anderen Blick auf die Lebenssituation vieler Berliner bekommen. Den Vereinen und Ehrenamtlichen wiederum wurde so viel Aufmerksamkeit beschert, vielleicht ja sogar auch neue Mitglieder.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten?

Meine Liebe zum Detail hilft mir sehr dabei, die Visualisierungen möglichst echt aussehen zu lassen und so den Kunden überzeugen zu können. Aber auch bei meinen Animationen achte ich auf die Details: Soll der Kreis wie eine schwere Kugel herunterknallen oder eher wie ein Tischtennisball aufgeregt hüpfen?

Ich habe mir deshalb angewöhnt, meine Umwelt genau zu beobachten und mich inspirieren zu lassen. Ich habe ein gutes Vorstellungsvermögen, das mir dabei hilft, sofort Bilder im Kopf entstehen zu lassen, sobald wir über neue Ideen nachdenken.

Und es hilft auch enorm, weiter- und mitzudenken, denn die erste Idee ist nicht immer die Beste. Ich denke schon während der Visualisierung an die Umsetzung und vor allem an die spätere Nutzbarkeit; auch wenn ich im Umsetzungsprozess vielleicht nicht mehr dabei bin, können so Überraschungen weitestgehend ausgeschlossen werden.

Dein Job ist unverzichtbar, weil …

… ich durch meine Arbeit Marken und Menschen helfen kann, auf sich aufmerksam zu machen und jede gute Idee eine starke Visualisierung braucht, um sie besprechen und realisieren zu können. Im besten Verständnis des Design-Thinkings kann man so gemeinsam im Team Ideen iterieren und zu wirklich guten, innovativen Ergebnissen für unsere Kunden kommen.

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Wenn du nicht Mediendesignerin wärst, was wärst du dann?

Als Kind wollte ich Blümchen in einem bunten Beet werden. Gärtnern wäre dann der perfekte Job, aber das lege ich als Ausgleich in die Freizeit. Mich interessieren auch Berufe wie Tischlerin, Keramikerin oder Schneiderin. Ich liebe es, "echte" Dinge auch herzustellen, nicht nur virtuelle, digitale Dinge zu erschaffen.

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