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Scupin Olga Cr Fuxblau
Service-Designerin Olga Scupin (Foto: Fuxblau)
Jobprofile Agentur

Was macht eigentlich… ein Service-Designer?

In der Freizeit hat es Olga Scupin die Wildnis angetan. In ihrem Beruf als Service-Designerin versucht sie dagegen, aus dem Wildwuchs der Services ein userzentriertes Produkt zu machen.

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Jobtitel: Service-Designerin

Name: Olga Scupin

Alter: 33 Jahre

Ausbildung: Internationale BWL (Bachelor), Europäische Medienwissenschaften (Master), MBA (Instituto de Empresa)

Unternehmen: Fuxblau

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Was machst du?

In unserer Dienstleistungsgesellschaft besteht das Angebot der meisten Unternehmen darin, ihren Kunden durch Service das Leben zu erleichtern. Dabei kann man jedoch immer wieder feststellen, dass viele Dienstleistungen an den eigentlichen Wünschen und Vorstellungen der Zielgruppe vorbeizielen. Wir Service-Designer versuchen, für diese Unternehmen die Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden mithilfe von Nutzerbefragungen und Tests herauszufinden. Die daraus gezogenen Erkenntnisse fließen in den Designprozess mit ein: Hierbei wird ein Nutzererlebnis kreiert und mithilfe von Designentwürfen und Dummys visualisiert. Dies hilft einerseits bestehenden Unternehmen, die ihre Dienstleistung verbessern wollen, andererseits auch Startups, die mit unserer Hilfe aus den Erkenntnissen neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ursprünglich habe ich BWL und Medienwissenschaften studiert. Nachdem ich in einer Filmproduktion und einem Startup gearbeitet habe, bin ich neben dem Job an dieSchool of Design Thinking vom Hasso-Plattner-Institut gegangen. Danach war mir klar, dass ich mich an der Schnittstelle von Business und Design am wohlsten fühle. Dort entwickelt man Neues, arbeitet mit kreativen Methoden und verschiedenen Ansätzen in interdisziplinären Teams und am Ende geht es dennoch immer auch um die Wirtschaftlichkeit einer Idee und das Potenzial ihrer Verwirklichung. Die Arbeit verbindet für mich sozusagen "the best of two worlds". Mit weiteren Mitstreitern gründete ich zunächst Service Design Berlin und ein paar Jahre später mit meinem Geschäftspartner Manuel Großmann die Agentur Fuxblau, die wir seit fünf Jahren erfolgreich führen.

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Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Flexibilität und Offenheit sind das A und O. Wir probieren ständig Neues aus, denn darum geht es beim Thema Innovation. Hierfür muss man regelmäßig seine Komfortzone verlassen. Ich behalte gut und gerne den Überblick, habe ein Ziel vor Augen und schaue dann im Sinne von "learning by doing", wie wir da hinkommen können. Ich bin ein sehr realistischer Optimist und lerne gerne dazu. Ich glaube, um eine Firma zu gründen und Personal anzustellen, gehört immer auch ein wenig Mut dazu. Vor allem in unserer Branche muss man sich trauen, bestehende Dinge in Frage zu stellen und neue Lösungsansätze zu probieren. Wie Einstein schon gesagt hat: "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." Das nehmen wir uns zu Herzen.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Mich begeistern besonders Projekte, in denen Kunden den Willen zur Veränderung zeigen. Veränderung bedeutet immer Anstrengung. Wenn man sie also gemeinsam angeht, dann verteilt man die Last gut auf alle Beteiligten. Wir arbeiten Industrie-übergreifend, da gibt es Themen im Bereich Mobilität, Gesundheitswesen, aus der Logistik oder der großen produzierenden Industrie oder auch dem öffentlichen Sektor. Für mich ist die Industrie nicht das entscheidende, sondern der Mehrwert, der am Ende gemeinsam kreiert wird. Letzten Endes geht es ja darum, eine bessere Zukunft zu gestalten, sowohl was die Wirtschaftlichkeit oder die Zukunftssicherung von Unternehmen angeht, als auch die Wertschöpfungskette für den Kunden und Nutzer. Es gibt so viel Verbesserungspotenzial und Möglichkeiten – das motiviert mich!

Was ist dir in deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Besonders wichtig ist für mich die Vielfalt: Ich lerne ständig Neues dazu und arbeite mich intensiv in Themen ein, bis ich fast eine Expertin bin. Etwas Neues zu schaffen und zu sehen, wie sich eine kleine Idee auf einem Post-It-Zettel zu etwas Echtem entwickelt, ist ein wunderbares Gefühl.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… die Zukunft unaufhaltsam ist und wir sie aktiv und menschenfreundlich gestalten sollten. Man braucht dazu Visionen, Kreativität, Mut und Ausdauer. Service-Designer bringen diese Eigenschaften mit und tragen so dazu bei, dass Dienstleistungen nutzerorientierter werden und das Leben der Verbraucher vereinfacht wird.

Wenn du nicht Service-Dsignerin wärst, was wärst du dann?

Ganz früher wollte ich Meeresbiologin werden, dann habe ich an Jura oder eine politische Karriere gedacht und jetzt bin ich hier. Ich glaube, wenn ich nicht Service-Designerin wäre, dann wäre ich Ranger in Ostafrika. Ich liebe die Wildnis dort und versuche so oft wie möglich dorthin zu reisen. Die Weite und die unberührte, wunderschöne und gleichzeitig brutale Natur haben es mir einfach angetan.

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