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Realtime Artist
Bild: Nikolaus Kinder
Was macht eigentlich Jobprofile Karriere

Was macht eigentlich ... ein Realtime Artist?

Von der Idee zur Applikation: Nikolaus Kinder erweckt bei Mackevision Medien Design mit Echtzeit 3D-Grafik virtuelle Welten zum Leben

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Jobtitel: Lead Realtime Artist

Name: Nikolaus Kinder

Alter: 32

Ausbildung: Dipl.-Ing. für Medientechnik

Unternehmen: Mackevision Medien Design GmbH

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Was machst du als Realtime Artist​​?

Hauptsächlich kommen Realtime Artists bei der Erstellung von Applikationen, die anspruchsvolle Echtzeit 3D-Grafik (Realtime 3D) voraussetzen, zum Einsatz. Solche Applikationen können zum Beispiel Games, XR-Experiences, interaktive Visualisierungen (Automotive, Produkte, Innen-/Außen-Architektur), E-Learning und Trainings Apps, Apps für Forschung & Medizin oder Medienkunst aller Art sein. Darüber hinaus kommt Realtime 3D als Werkzeug bei der Produktion von CGI-Filmen und in virtuellen TV-Studios zum Einsatz.

Zu Beginn eines neuen Projektes erarbeite ich gemeinschaftlich mit einem Creative Director, Developer und Projekt Manager, wie wir aus der Idee unseres Kunden eine Applikation machen können. Ziel ist es, eine Anwendung zu konzipieren, deren Bedienung intuitiv ist, die gut aussieht und Spaß macht. Die visuelle Qualität der Anwendung liegt hierbei in meiner Verantwortung. Hierfür erstelle ich sogenannte Assets wie etwa 3D-Modelle, Texturen und Animationen oder bereite sogenannte CAD-Daten auf, um diese in einer Game Engine zu verwenden. Eine Game Engine, wie zum Beispiel die Unreal Engine, ist das wichtigste Werkzeug eines Realtime Artists. Hier erschaffe ich unter Verwendung der Assets und den zahlreichen Werkzeugen, die mir zur Verfügung stehen, virtuelle Welten. Ich kann diese "Welten" unterschiedlich beleuchten, durch Animationen zum Leben erwecken und mit den richtigen Effekten für Atmosphäre und Stimmung sorgen.

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In der Game Engine wird meine Arbeit mit der Arbeit eines Developers zusammen gebracht. So werden diese "Welten" mit Interaktivität und Funktionalität versehen. Sie werden "erlebbar". Eine enge Zusammenarbeit zwischen Realtime Artists und Developern ist für eine erfolgreiche Applikation unerlässlich. Nur so können visuelle Qualität und Funktionalität perfekt harmonieren.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich habe nach meinem Studium angefangen, als Freelancer für ein kleines Indie-Game-Studio zu arbeiten. Durch meine Arbeit ist mir immer mehr bewusst geworden, welches Potenzial in Realtime 3D gegenüber dem vorgerenderten "klassischen" 3D steckt. Die Möglichkeiten sind meines Erachtens riesig.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

In einem Team mit unterschiedlichen Skillsets sich gegenseitig zu motivieren, hilft mir sehr bei der Arbeit. Herausforderungen lassen sich durch unterschiedliche Sichtweisen effektiver meistern.

Was ist dir in deinem Job am wichtigsten?

Mir ist am wichtigsten, dass ich stets kreativ denken und handeln muss. Egal ob es um technische oder künstlerische Tasks geht. Mein Job darf niemals langweilig werden. Da die digitale Welt sich stetig wandelt, sind neue Herausforderungen in meinem Job niemals Mangelware.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Alle Projekte, die wir gemeinsam für unseren Kunden "Holoride" umgesetzt haben. Die Idee hinter Holoride sind sogenannte In-Car VR-Apps. Diese funktionieren so: Durch die Verwendung von Navigationsdaten der gerade gefahrenen Strecke eines Autos in Kombination mit Fahrzeugdaten wie Beschleunigung, Bremsen und Lenken können die Bewegungen des Autos 1 zu 1 in die virtuelle Welt übertragen werden. Anstatt auf der Autobahn von Hamburg nach Berlin zu fahren, fliegt der Spieler beispielsweise, dank VR Brille und genau dieser Technologie, durch den Weltraum.

Zuerst haben wir die Idee in einem Trailer – bestehend aus Computeranimationen und Realfilm – anschaulich erklärt. Alle CGI-Shots haben wir selbstverständlich in einer Game Engine mittels Realtime 3D produziert. Derzeit arbeite ich an der zweiten Showcase App für Holoride, in der man In-Car VR als Applikation wirklich erleben kann. Beide Projekte boten mir als Realtime-Artist eine hervorragende Spielwiese, um geniale Welten zu erschaffen.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

... es Marken in die Lage versetzt, völlig neuartige Echtzeit-Erlebnisse zu erschaffen.

Wenn Du nicht Realtime Artist wärst, was wärst du dann?

Vielleicht würde ich weniger Zeit vorm Monitor verbringen und für Google Maps die letzten unerschlossenen Fahrradwege auf unserem Planeten kartographieren. Das klingt für mich nach einem spannenden Projekt.

Mehr zum Thema: Was macht eigentlich ... eine Ideenvisualisiererin?

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