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Was macht eigentlich Karriere Jobprofile

Was macht eigentlich ... ein Netzwerktechniker?

Der Job, den Christian Naumann hat, ist nichts für IT-Nerds. Der Netzwerktechniker muss sich nicht nur mit Hardware auskennen, sondern auch ein kommunikatives Netzwerk knüpfen.

© Christian Naumann
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Jobtitel: Netzwerktechniker

Name: Christian Naumann

Alter: 51

Ausbildung: Quereinstieg über ein dreimonatiges Programm zum IT-Consultant Netzwerktechnik, mehrere Fort- und Weiterbildungen

Unternehmen: Freelancer, u.a. für u.a. IT-Systemhaus Microstaxx

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Was machst du?

Als Netzwerktechniker befasst man sich mit Computer-Netzwerken, die u.a. dafür zuständig sind, dass globale Teams unkompliziert und einfach miteinander arbeiten und kommunizieren können. Das Tätigkeitsfeld ist sehr vielfältig, da man sich neben Software-Themen auch mit der Anschaffung und Konfiguration von Hardware beschäftigt. Zum Start meiner Karriere, als IT-Consultant, habe ich sehr operativ gearbeitet. Dabei ging es u.a. um die Neu-Installation von Netzwerk-Komponenten und deren Konfiguration. Mittlerweile bin ich mehr mit der Planung und Gestaltung eines Netzwerkes beschäftigt und übe eine beratende Tätigkeit aus. Ich lege fest, welche IT-Konfigurationen notwendig sind, wie die gesamte Netzwerk-Struktur aussehen wird und berücksichtige zudem die Gebäudeplanung (welche Geräte stehen wo, welche Verkabelung ist vorhanden etc.). Zudem sind viele Projekte mit Analysetätigkeiten verknüpft, da die Dokumentation der Daten oftmals nicht auf dem aktuellen Stand ist und ich einen Überblick schaffen muss, bevor die nächsten Schritte festgelegt werden können.

Zu den Kunden von Netzwerktechnikern gehören meistens mittelständische und große Unternehmen. Meine Ansprechpartner befinden sich im mittleren Management (IT-Abteilungen) oder zum Teil auch in der Geschäftsleitung.

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Des Weiteren arbeite ich noch als Dozent und gebe mein Wissen in der Netzwerktechnik bei der Academy weiter. Dort habe ich auch ein Curriculum zu diesem Bereich mitentwickelt. Die ausgewählten Teilnehmer wurden innerhalb von 12 Wochen zu Netzwerktechnikern ausgebildet und arbeiten mittlerweile in verschiedenen Partnerunternehmen von Academic Work.“

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Eigentlich bin ich gelernter Maler und Lackierer. Diesen Beruf habe ich für einige Jahre ausgeübt. Dann habe ich allerdings eine Lösungsmittel-Allergie entwickelt und musste im Jahr 1999 umschulen. Ich bin auf eine Firma gestoßen, die von dem Fachkräftemangel betroffen war (schon damals!) und mithilfe eines dreimonatigen Programms Techniker ausgebildet hat. Dort war ich einer von 12 Teilnehmern, die das Trainee-Programm durchlaufen durften und im Anschluss als Junior Consultant übernommen wurden. Ein klassischer Quereinstieg, wie ihn fast 90 Prozent der Netzwerktechniker durchlaufen. Im Anschluss habe ich mich konstant weiter- und fortgebildet und im Jahr 2004 habe ich mich selbstständig gemacht.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Definitiv Neugier! Netzwerktechnik muss gelebt werden. Die Technik ist zum Teil bereits 30 bis 40 Jahre alt und entwickelt sich konstant weiter. Dadurch ergeben sich immer wieder neue Problem- und Aufgabenstellungen. Das bedeutet wiederum, dass man als Netzwerktechniker gewillt sein muss, seine Fähigkeiten immer wieder weiterzuentwickeln. Nur dann kann man einen guten Service und eine gute Arbeit leisten. Des Weiteren ist es wichtig, dass man nicht den Blick für das große Ganze verliert und auch mal unübliche Wege geht, um ans Ziel zu kommen. Damit man über neueste Entwicklungen und Trends Bescheid weiß, ist ein Wissen- und Informationsaustausch mit ehemaligen und aktuellen Kollegen sehr hilfreich. Auch das Lesen von Fachmagazinen gehört zu meinem Job dazu.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Bei einem Kunden musste ich sehr kurzfristig einspringen und bei dem Wechsel eines IT-Dienstleistern unterstützen. Das größte Problem bei diesem Projekt war, dass es keine bzw. nur eine total veraltete Dokumentation gab. Das Projekt hat insgesamt acht Monate gedauert, wovon ich allein die Hälfte der Zeit mit dem “re-engineering” der Daten beschäftigt war. Dafür musste ich auf die einzelnen Geräte gehen und die Konfigurationen überprüfen. Im Anschluss habe ich mit den einzelnen Abteilungen gesprochen und basierend auf den Gesprächen einen Migrationsplan erstellt. Der Plan dokumentierte, wie die aktuellen Kommunikationswege aussehen, wie sie in Zukunft aussehen sollen und wie die Umsetzung der Migration auszusehen hat.

Was ist dir in deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Das Wichtigste ist, dass ich meinen Kunden einen Mehrwert biete. Ich möchte, dass die Kunden zu 100 Prozent zufrieden sind. Diesen Anspruch habe ich an mich und an meine Arbeit. Zudem ist es mir wichtig, dass ich sowohl menschlich als auch fachlich mit meinen Kollegen und Kunden klarkomme und ständig etwas Neues dazulerne.

Am meisten Spaß macht mir der Umgang mit Menschen. Oftmals herrscht ein falsches Bild von IT-Mitarbeitern. Die klassischen “Nerds”, die nur an ihrem PC sitzen und vor sich hin programmieren, sind selten. Als Netzwerktechniker steht man mit seinen Kunden und Kollegen ständig im Austausch und sucht nach gemeinsamen Lösungen. Netzwerk bedeutet schließlich Kommunikation. Vor allem das Netzwerken mit Kollegen aus anderen Ländern ist sehr inspirierend und bringt viele neue Insights mit sich.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… ohne Netzwerk funktioniert nichts. Das war schon immer so. Das hat mit den Rauch- und Trommelzeichen begonnen und hat sich jetzt in der IT-Szene weiterentwickelt. Ein Netzwerk ist die Basis für alles, was wir nutzen und für die richtige Funktionsweise von Technologien.

Wenn du nicht Netzwerktechniker wärst, was wärst du dann?

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Job und sehe ihn eher als Berufung an. Wenn ich kein Netzwerktechniker wäre, würde ich bestimmt etwas Soziales mit einem pädagogischen Ansatz machen. Mein Wissen weiterzugeben und andere zu motivieren, macht sehr viel Spaß. Das kann ich zum Glück bereits in meinem Job als Academy-Dozent umsetzen und anwenden.

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