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Foto: Kristin Mehner
Job Innovation Entwicklung

Was macht eigentlich ein... Entrepreneur in Residence?

Generalist sein, neuen Geschäftsmodelle entwickeln, über den Tellerrand schauen und denken: Kristin Mehner ist die Innovationswaffe von Condé Nast.

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Jobtitel: Entrepreneur in Residence

Alter: 26

Ausbildung: B.A. in International Business (Dresden und Clermont-Ferrand, Frankreich)

Unternehmen: Condé Nast

Link: http://glamourshopping.de

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Was machst du?

Als Entrepreneur in Residence bin ich bei Condé Nast sozusagen „ Unternehmerin im Unternehmen “. Das heißt, ich beschäftige mich mit neuen Geschäfts- und Erlösmodellen für den Verlag – vorrangig im digitalen Umfeld. Dazu gehört, dass ich Potenziale im Digitalbereich auslote und mich intensiv mit Innovationsthemen auseinandersetze. In interdisziplinären Workshops entwickeln wir Ideen außerhalb des Tagesgeschäfts, die anschließend in konkrete Businesspläne und Konzepte übersetzt werden. Anfangs war meine Position markenübergreifend angelegt, seit einigen Monaten beschäftige ich mich aber vor allem mit der Marke GLAMOUR, da sie großen Spielraum für Wandel und Weiterentwicklung bietet.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten und warum?

In meinem Beruf ist es am wichtigsten, Generalist zu sein. Jedes Projekt muss wie ein eigenes Start-up betrachtet werden – und trotzdem darf man die Verbindung zum Verlag und unseren übergreifenden Zielen nicht verlieren. Das große Ganze betrachten zu können, ist in meiner Position entscheidend. Dabei muss ich alle Stakeholder im Auge behalten und Ressourcen effizient organisieren.

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Darüber hinaus ist Durchsetzungsfähigkeit nicht zu unterschätzen, schließlich baue ich etwas Neues auf und muss Kollegen an Schlüsselpositionen von der Idee überzeugen, auch wenn diese in den ersten Jahren vielleicht noch nicht profitabel sein wird. Und man sollte sich auch mal etwas trauen. In meinem Job bin ich in einer Experimentierrolle. Oft gilt: einfach mal machen und lernen.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Mein Job ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Von der Konzeption bis zur technischen Umsetzung und Vermarktung begleite ich fast alle Prozesse, sodass ich einen Einblick in die verschiedensten Bereiche und Abteilungen im Haus und auch außerhalb bekomme. Es ist wahnsinnig spannend, mit den unterschiedlichen Teams zusammenzuarbeiten. Besonders viel Spaß machen mir alle kreativen Phasen, in denen wir mit Innovationsmethoden wie Design Thinking arbeiten. Die Freiheit, meinen Arbeitsalltag und die Projekte eigenständig zu organisieren, ist ein Privileg, das ich sehr genieße.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Im letzten Semester meines Studiums in International Business war ich Praktikantin bei einem Unternehmen in San Francisco und im Rahmen meiner Abschlussarbeit oft im Silicon Valley unterwegs, um das Innovations-Ökosystem vor Ort zu untersuchen. Das "Start-up Feeling" hatte mich gepackt und für mich stand fest, im Anschluss nach Berlin zu ziehen und in einem jungen Unternehmen mitzuwirken. Nach zwei Jahren im Business Development eines Company Builders wollte ich doch wieder in ein größeres Unternehmen und trotzdem in einem innovativen Umfeld bleiben. Da kam die Jobausschreibung auf einem Gründerportal zum Entrepreneur in Residence bei Condé Nast wie gerufen.

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Foto: Kristin Mehner

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Mein Hauptprojekt, die GLAMOUR Shopping-App, war von Anfang am spannendsten und vielversprechendsten. Schon an meinem ersten Tag bei Condé Nast stand fest, dass die App, die bis dahin eine rein redaktionelle App war, grundlegende Veränderungen erfahren sollte. In den darauffolgenden Monaten entwickelten wir im Innovation Lab eine neue Version als digitales Pendant für unsere GLAMOUR Shopping Week. Diese Marketing-Aktion ist seit Jahren ein echtes Erfolgsprojekt und die größte Einzelhandelskooperation eines Medienunternehmens in Deutschland. Während der Shopping Week bietet GLAMOUR zwei Mal im Jahr exklusive Vorteile und Rabatte für Leser und App-Nutzer bei bis zu 180 Partnermarken. Mit der digitalen Erweiterung haben wir nicht nur ein neues Erlösmodell geschaffen, sondern zugleich das Shopping-Erlebnis für unsere Leserinnen verbessert, indem wir ihnen mit digitalen Services, wie z.B. dem Shop-Finder, ihren Shopping-Trip vereinfacht haben.

Für dieses Jahr ist unser Ziel mit der neuen Dachmarke GLAMOUR Shopping die App zu einem Ganzjahres-Shoppingbegleiter auszubauen. Gleichzeitig haben damit unsere Werbekunden künftig eine neue Marketingplattform, auf der sie sich mit innovativen digitalen Formaten und Produktkampagnen präsentieren und auch über die Shopping Week hinaus ihren Abverkauf ankurbeln können. Die GLAMOUR-App wird damit zur Schnittstelle zwischen unseren Shopping-begeisterten Nutzern und den Händlern, und begleitet von der Inspiration bis zur Transaktion. Dass dieses Projekt so schnell den Proof-of-Concept geschafft hat und nun als erfolgreichstes Innovationsprojekt des Verlags gilt, macht mich sehr stolz. Ich freue mich daher sehr, dass wir personell aufstocken und die App bald in einem mehrköpfigen Projektteam weiterentwickeln können.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… Verlage, aber auch andere Unternehmen aufgrund der Digitalisierung und des Konsumwandels vor großen Herausforderungen stehen und auf neue Standbeine neben ihrem Kerngeschäft angewiesen sind. Das wird zurzeit besonders in traditionellen Konzernen ersichtlich, die ganze New-Business-Bereiche aufziehen oder Tochterfirmen gründen, die die Werte und Visionen des Unternehmens aufnehmen, aber komplett neuartige Geschäftsmodelle entwickeln. Bei Condé Nast gibt es zum Glück Raum und Budget für „The New New“ – neue Ideen, die am Anfang des Jahres noch keiner vorhersehen kann, deren Potenzial aber rechtzeitig erkannt wird und die somit sehr wertvoll für den Erfolg des Unternehmens werden können.

Wenn du nicht Entrepreneur in Residence wärst, was wärst du dann?

Manchmal träume ich von einem handwerklichen Beruf, bei dem Klickraten und Userflows keine Rolle spielen und ich am Ende des Tages ein physisches Produkt in den Händen halte. Wahrscheinlich würde ich mich dann in der Gärtnerei oder Tischlerei versuchen.

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