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05032019 Marius Bortolusso
© Bauer Xcel
Jobprofile Social Media Audience

Was macht eigentlich ein ... Audience Development Manager?

Marius Bortolusso hat vielfältige Aufgaben, um für die digitalen Marken des Bauer-Verlags die richtigen Zielgruppen zu finden.

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Name: Marius Bortolusso

Alter: 34

Position: Head of Audience Development

Ausbildung: Kaufmann für audiovisuelle Medien, MBA in Entrepreneurship und Innovation Management

Unternehmen: Bauer Xcel, Hamburg

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Was machst du?

Als Head of Audience Development bin ich bei der Bauer Xcel gemeinsam mit meinem Team für das nachhaltige Reichweitenwachstum der digitalen Bauer-Brands verantwortlich ebenso wie für die Entwicklung eines Content-Ökosystems, welches den Nutzer und seine Bedürfnisse in den Fokus stellt. Unser Ziel ist es, neue Nutzer für unsere digitalen Angebote zu gewinnen und diese langfristig an unsere Marken zu binden.

Wir sind strategische Inhouse-Beratung und Informations-Schnittstelle in einem. Mithilfe einer stabilen Datengrundlage optimieren wir die Produkte für alle User der Bauer Xcel Media. Neben der Pflege und dem Ausbau unserer Owned-Media-Kanäle geht es dabei vornehmlich auch um die Traffic-Diversifikation und Identifikation von Reichweitenpotentialen. Um auf der Vielzahl an verschiedenen Touchpoints möglichst große Reichweite zu erlangen, müssen dementsprechend auch unsere Inhalte kanalspezifisch aufbereitet werden. Dafür müssen wir natürlich nicht nur unsere Objekte genau im Blick haben und analysieren, sondern auch den Markt mitsamt seinen Trends. Daneben sind Schulungen und Beratungen unserer Redaktionen in den Bereichen SEO und Social Media ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.

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Derzeit beschäftigen wir uns auch intensiv mit der Vereinheitlichung unserer Dateninfrastruktur und Vernetzung der unterschiedlichen Datenquellen. Unser Ziel: Der Aufbau eines eigenen Data-Warehouse. Auch das Thema Content-Personalisierung steht auf unserer Prioritätenliste.

Ein vielfältiges Aufgabenspektrum erfordert auch eine besondere Organisation: So gehören bei uns – im Gegensatz zu vielen Unternehmen – auch die Bereiche Business Intelligence, Audience Engagement und Performance Marketing zum Bereich Audience Development.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Mein Herz schlägt seit jeher für den Aufbau und die Weiterentwicklung von digitalen Geschäftsmodellen. Als ausgebildeter Kaufmann für audiovisuelle Medien habe ich mich nach kurzen Ausflügen in die Versicherungsbranche und Unternehmensberatung im Anschluss an meinen MBA in Entrepreneurship und Innovation Management 2015 dazu entschlossen, zu meinen beruflichen Wurzeln zurückzukehren. Meine erste Station: ein auf Social-Journalismus spezialisiertes Startup in der Schweiz. Kurz darauf folgte ein Ausflug in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit einem Partner habe ich ein eigenes Projekt im Publishing-Umfeld umgesetzt.

Auf die Position bei der Bauer Xcel bin ich eher zufällig gestoßen. Die Herausforderung, mein Wissen bei einem der führenden Medienhäuser einzubringen, fand ich auf Anhieb sehr spannend.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Grundsätzlich begeistert mich mein Job immer wieder aufs Neue, denn er ist vielseitig und schnelllebig. Die Diversifizierung unserer Reichweitenkanäle und die damit einhergehende Nutzerzentrierung im Rahmen der Emanzipation von einigen dominierenden Traffic-Quellen ist allerdings ein immer wiederkehrendes Thema, für das mein Herz besonders schlägt. Ein konkretes Beispiel ist sicherlich die Neuausrichtung unserer Reichweitenstrategie 2016.

Facebook hatte in den Jahren zuvor ein unglaubliches Wachstum hingelegt und den weltweiten Medienkonsum maßgeblich verändert. 2016 hat sich Facebook dann sogar erstmals weltweit vor Google als wichtigster Reichweitenkanal für Publisher positioniert. Die Folge: Ein Großteil der Verlage richtete die eigene Strategie zunehmend auf Facebook aus. Mit unseren Marken Männersache und Liebenswert haben auch wir damals zwei Webseiten gestartet, die als Social-Brands explizit die Bedürfnisse der Nutzer in den sozialen Netzwerken ansprechen.

Bereits 2016 gab es erste Signale für anstehende Veränderungen bei Facebook, die ein Reichweitenrisiko für Publisher impliziert haben. Als dann 2017 die Änderungen am Facebook-Algorithmus und der damit einhergehende Reichweiteneinbruch kamen, waren wir vorbereitet, denn wir hatten bereits begonnen, unsere Strategie vorausschauend anzupassen. Durch datengetriebene Reichweitenoptimierungen, einen starken Fokus auf die Diversifizierung unserer Reichweitenkanäle und einige weitere Maßnahmen konnten wir die Verluste bei Facebook nicht nur kompensieren, sondern unsere Reichweite im gleichen Zeitraum sogar deutlich steigern. Dabei steht dieses Beispiel natürlich stellvertretend für alle externen Traffic-Kanäle von Publishern, wie insbesondere die vielen Algorithmus-Anpassungen bei Google im Jahr 2018 gezeigt haben.

Für uns im Audience Development kommt es darauf an, solche Entwicklungen möglichst früh zu antizipieren und durch entsprechende Maßnahmen gegenzusteuern. Während es für Publisher bis vor wenigen Jahren noch ausreichte, die Inhalte vorrangig über die eigenen Distributionskanäle zu verbreiten, ist es heutzutage wichtiger denn je, dem Nutzer so viele Berührungspunkte mit der Marke und den Inhalten zu bieten, wie möglich. Dabei müssen die Inhalte jeweils kanalspezifisch aufbereitet sein. Hierfür sind eine stabile Datengrundlage sowie ein tiefgehendes Zielgruppen- und Marktverständnis unerlässlich.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und liebe es, mich wechselnden Herausforderungen zu stellen, die kreative Herangehens- und Denkweisen erfordern. Das bringt mich dazu, mich stetig in neue Fragestellungen hineinversetzen zu müssen. Ich hinterfrage grundsätzlich sehr viel und habe Spaß daran, Neues auszuprobieren. Neben Flexibilität und dem stetigen Willen zur Weiterentwicklung ist es hierfür besonders wichtig, sich nicht von Sicherheitsdenken leiten zu lassen und keine Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Hier kommt mir die offene Fehlerkultur und agile Arbeitsweise in der Bauer Xcel sehr entgegen. Denn entscheidend ist letztendlich nur, aus Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen und diese möglichst schnell zu korrigieren.

Grundsätzlich bin ich eher ein ruhiger und gelassener Typ – Eigenschaften, die mir angesichts der Schnelllebigkeit und dem sich stetig verändernden Marktumfeld zugute kommen. Denn gerade in Stresssituationen und bei komplexen Sachverhalten ist es wichtig, den Überblick zu behalten und das Problem in seine Einzelteile aufzubrechen. Dann klappt es auch mit den entsprechenden Maßnahmen.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Das positive Arbeitsklima und das kollegiale Miteinander sind für mich zwei ganz entscheidende Faktoren. Das gilt sowohl teamintern als auch abteilungsübergreifend.

Inhaltlich schätze ich besonders das vielfältige und abwechslungsreiche Aufgabenspektrum. Auf der einen Seite sind wir für eine datengetriebene Optimierung von Reichweiten und Prozessen im Unternehmen zuständig. Dies setzt ein hohes Maß an analytischen Fähigkeiten und eine intensive Einarbeitung in schnell wechselnde Themengebiete voraus.

Auf der anderen Seite sind wir als Berater und Enabler im stetigen Austausch mit allen Abteilungen im Unternehmen sowie externen Dienstleistern. Hier bedarf es insbesondere Kommunikationstalent, Empathie und Vermittlungskompetenz. Denn erfolgreiches Audience Development funktioniert nicht alleine, sondern ist in erster Linie mit einem gehörigen Maß an Teamarbeit verbunden.

Nicht zuletzt haben wir als Schnittstellenabteilung einen ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen und können somit Lösungsansätze für eine Vielzahl an unterschiedlichen Herausforderungen entwickeln. Dabei ist es unsere Aufgabe, die Erkenntnisse ins Unternehmen zu tragen und für einen aktiven Wissenstransfer zu sorgen sowie die Stakeholder aus den verschiedenen Abteilungen zusammenzubringen und zu verbinden. Das setzt ein hohes Maß an Offenheit und Transparenz voraus.

Zudem finde ich es spannend, in einem so dynamischen Marktumfeld zu arbeiten, in dem wir uns stetig mit den neusten technischen und gesellschaftlichen Trends auseinandersetzen müssen. Denn nur so können wir unsere Zielgruppen auch zukünftig für unsere Angebote begeistern. Dadurch entwickle ich mich sowohl fachlich als auch persönlich stetig weiter.

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

... Nutzern in der digitalen Welt heutzutage ein schier unendliches Angebot an interessanten Inhalten zur Verfügung steht – und das auf einer stetig wachsenden Anzahl von Touchpoints. Um sie mit den eigenen Angeboten weiterhin zu erreichen, müssen wir verstehen, wie sie denken und was sie wollen. Dazu müssen wir die Vielzahl an den uns zur Verfügung stehenden Daten analysieren und daraus sinnvolle Maßnahmen ableiten. Diese sollten sich in erster Linie an den Bedürfnissen und dem Verhalten der Nutzer orientieren und nicht auf Bauchgefühl oder persönlichen Meinungen basieren. Nur so lassen sich neutrale, datengetriebene Geschäftsentscheidungen treffen.

Als Audience Development Manager unterstützen wir dabei, die Daten im Unternehmen zu demokratisieren. Dadurch ermöglichen wir für alle Abteilungen eine datengetriebene Reichweitenoptimierung sowie eine nutzerzentrierte Touchpoint-Entwicklung.

Wenn du nicht Head of Audience Development wärst, was wärst du dann?

Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich tue. Wäre ich nicht Head of Audience Development, würde ich wahrscheinlich eine meiner vielen Ideen intensiver verfolgen und mein eigenes Startup gründen oder wieder zurück in die Unternehmensberatung wechseln.

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