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Social Media Vero

Was der Profi von Vero hält

Die App Vero erlebt gerade einen Influencer-Ansturm. Auch Digitalberater Oguz Yilmaz, einst Teil des Youtube-Trios Y-Titty, ist inzwischen auf Vero und schildert für LEAD seine Eindrücke.

Yilmaz Oguz von der Agentur Whylder hat sich Vero angeschaut (Bild: Fabian Stürtz)
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Am Montag tauchte das Wort #Vero in den Twitter-Trends auf. Viele fragten: Was ist das eigentlich? Woraufhin Nutzer auf Instagram verwiesen: Dort posten gerade alle ihre "Folge mir auf Vero"-Fotos. Das Versprechen der Social-Media-App: eine Plattform ohne Social-Ads im Facebook- und Instagram-Sinne, kein Algorithmus, der die Inhalte vorgibt. "True Social", so der Werbespruch dazu. Auf Vero ist inzwischen auch Oguz Yilmaz, einst Teil des Youtube-Trios Y-Titty. Heute betreibt er die Kölner Social-Media-Agentur Whylder - und schildert für Lead seine Eindrücke. 

Es werden immer wieder mal neue Netzwerke gehypt. Lohnt es sich denn, einen Blick auf Vero zu werfen? 

Also grundsätzlich finde ich es wichtig, sich solche Plattformen anzusehen. Nicht unbedingt aus dem Grund heraus, ob man damit Geld verdienen kann oder jetzt alle schnell umsteigen sollten. Doch so ein Hype zeigt auch, was die Nutzer bei den etablierten Plattformen wohl vermissen.

Und was ist das? 

Das Hauptargument ist der nicht vorhandene Algorithmus. Die Netzgemeinschaft hat wohl keine Lust mehr, sich die Reihenfolge ihres Feeds vorgeben zu lassen. Sie wollen zurück zu den Anfängen. Das Problem hierbei ist aber, dass das nicht so leicht machbar ist. Wenn Vero erfolgreicher wird, haben die Macher irgendwann das gleiche Problem: zu viel Content, den man für die Nutzer auf irgendeine Art und Weise sortieren muss.

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Wenn die Plattformen "werbefrei" ist, dann müsste sie ja Influencer anziehen.

Die Influencer reizt dann nicht nur, dass die Plattform werbefrei ist und sie dort indirekt werben können, sondern weil sie Angst haben etwas zu verpassen (FOMO) und sich bei dem "nächsten Instagram" direkt in die erste Reihe mit stellen wollen. Vor allem größere deutsche Fotografen haben bei Instagram die Werbetrommel für ihr Vero-Profil gerührt. 

Muss man sich Vero als Marketingverantworlicher jetzt anschauen? 

Marken oder Medien habe ich persönlich noch nicht entdeckt, aber es sind eher die Social-Media-Verantwortlichen, die sich das schon mal genauer ansehen. Auf jeden Fall die richtige Art damit umzugehen! Kritisch herantasten - statt direkt in die Tonne zu treten. 

Im Netz rätseln alle, wie dieser Hype entstand. Irgendwelche Vermutungen? 

Woher genau der plötzliche Hype kommt, weiß keiner so richtig. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Kombination aus bezahlten Influencer-Kooperationen und gut platzierten Werbeposts war. Dazu kam dann, dass viele direkt ihre Handynummer angegeben haben, ihre Kontakte damit vollgespamt haben, dann hat die FOMO weitere Influencer gepackt und so hat es sich verbreitet. Jetzt den "Patient-Zero" zu finden ist sehr schwer, da leider auch viele über Instagram Stories Vero beworben haben und die Postings schon wieder verschwunden sind. Es ist leider noch ein Rätsel.

 

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