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Facebook Spark Ar Masken
Facebook Spark - AR-Masken (Foto: Facebook)
Augmented Reality AR Facebook

Was Augmented Reality kann und was nicht

Augmented Reality kann das reale Leben auf vielfache Weise bereichern. Facebook hat auf seiner Engineering Fair gezeigt, woran die Entwickler gerade tüfteln.

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Mal ehrlich: Wer verschickt heute noch ausschließlich Textnachrichten? Kaum jemand. Wir alle reichern sie wenigstens mit ein paar Emojis an. Oder verschönern Bilder von uns und unseren Freunden mit AR. Snapchat hat es vorgemacht, Facebook hat die Idee aufgegriffen.

AR - kurz für Augmented Reality - bedeutet, einem realen Bild weitere Elemente hinzuzufügen, zum Beispiel in Form einer Maske, die man aufs Gesicht legt. Nachrichten gewinnen damit an Emotionen und Ausdruckskraft.

Der Masken-Effekt

Albern? "Masken gibt es seit ein paar tausend Jahren - im Theater, im Karneval", betont Michael Slater, Product Manager Spark AR Studio bei Facebook. "Denn die Menschen wollen sich ausdrücken, aber oft eben nicht als sie selbst, sondern als ihr Alter Ego. Sie verstecken sich hinter einer Maske." Und das erklärt auch den großen Erfolg von AR-Elementen wie Herzchen oder Rübennasen, die die Menschen nutzen, um ihr Selfie (oder ein Foto ihrer Kollegen) aufzupeppen und zu verschicken.

Für dich als User ist es ganz einfach: Wer die Kamera in seiner Facebook App öffnet, kann sich direkt AR-Effekte auf dem Foto anzeigen lassen. Auch wenn die AR-Effekte heute manchen etwas kindisch erscheinen, sieht man bei Facebook doch eine große Zukunft. So lassen sich beispielsweise Videokonferenzen innerhalb der Familie mit AR anreichern. Ein Großvater kann damit auch aus 200 Kilometern Entfernung seinem Enkel eine Geschichte per Videotelefonie erzählen. Und mit passenden Figuren und Masken entsprechend anreichern: Storytime für die in alle Windrichtungen zerstreute Familie.

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Betrachtet man es psychologisch, so macht Augmented Reality es möglich, dass du das wirst, was du schon immer sein wolltest: stärker, größer, schneller... Die Herausforderung für AR-Designer und Entwickler dabei besteht darin, nicht jeden gleich zu machen. "Wir wollen nicht, dass jeder, der ein Bild teilt, gleich aussieht!“, betont Michael Slater von Facebook: “Daher stellen wir unser AR-Tool Facebook AR Spark Studio einer möglichst breiten Benutzergruppe zur Verfügung. Das garantiert eine bunte und vielfältige Weiterentwicklung.“

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Wo AR heute schon genutzt wird

Aktuell wird AR sehr gerne fürs Brand Marketing eingesetzt, vor allem die Filmbranche experimentiert fleißig. In der modernen Movie Promotion werden die Zuschauer mit Hilfe von AR Teil der Filmwelt. Die Kampagnen zeigen erste Szenen aus dem Film, in die die Zuschauer eintauchen können. Das kommt unserem Bedürfnis nach Erlebnis entgegen. Entsprechende Trailer werden zurzeit in den USA getestet.

Aber auch die Frage, wie mir ein Produkt steht, ist mit Hilfe von AR leichter zu beantworten. Das machen sich Kosmetikanbieter wie Sephora zunutze. In der App kannst du ausprobieren, wie dir Lippenstift und Lidschatten stehen. Ob dir ein Ring gut passt oder ein Schal gut steht kann AR ebenfalls beantworten. Kopf, Hals und Hände als Hintergrund für AR-Anwendungen sind heute bei Facebook technisch kein Problem mehr.

Bei Kleidung dagegen wird auch AR - Stand heute - keinen Durchbruch bringen. Denn zum einen ist Kleidung simulieren sehr aufwändig - geht es doch um Faltenwurf und Anschmiegsamkeit der Stoffe. Zum anderen ist es schwer, Kleidung auf einen bekleideten Körper zu rechnen – und zwar genauso wie sie fallen würde. Jeder Gürtel verfälscht schon die Taillenmaße und damit das Ergebnis. Die Proportionen stimmen einfach nicht.

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Wie baut man eigentlich eine AR-Anwendung?

Doch wie lässt sich eine eigene AR-Anwendung eigentlich realisieren? Facebook hat dafür Spark AR Studio entwickelt und verspricht, dass es ohne viel Programmieren geht. Spark AR Studio ist eine Art Adobe After Effects für AR. Dazu brauchen Unternehmen 3D-Produktdaten und zwar für Mobile. Nur wenn die 3D-Daten für mobile Datenmengen optimiert sind, lassen sie sich entsprechend schnell verarbeiten und in verschiedenste Hintergründe integrieren.

Dazu werden die 3D-Daten in Facebook AR Spark importiert. Ein Designer baut die richtigen Lichteffekte, sodass die Produkte realistisch wirken, egal aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet. Der Designer bestimmt zudem, aus welchem Blickwinkel du als User auf die Produkte siehst und wie das Objekt in seine Umgebung eingebunden wird. Ist die Modellierung abgeschlossen, kann das Unternehmen das Ergebnis auf seine Facebook-Seite hochladen und veröffentlichen.

Zum Beispiel bei einer Brille: Ein Designer designt die Brille. Diese Brille soll auf jedes Gesicht passen. Dazu erstellt der Designer ein 3D-Objekt der Brille. Dabei muss er bestimmte Punkte an der Nasenwurzel, an den Augenbrauen und bei der Pupille festlegen. Denn die Augen des Nutzers sollen ja durch die Brille sehen – egal wie eng oder weit die Pupillen stehen. Zugleich soll ja auch jede Gesichtsform passen. Über die Punkte wird das AR-Objekt – hier die Brille – auf das Gesicht gerechnet.

AR und die Zukunft

Eine andere Möglichkeit, um AR sinnvoll einzusetzen, sind Straßenschilder, erzählt Michael Slater. Statt das nächste Museum und das nächste Parkhaus in 300 Metern anzuzeigen, könnten über AR ganz persönliche Schilder entstehen. Schilder wie "Hier geht es zu deinem Hundedoktor" oder "In 200 Metern links abbiegen zu meinem Lieblings-Thai" oder "Bester Bio-Supermarkt in der Stadt in 3 Kilometer".“

Anderes mögliches Szenario: Du sitzt neben deinem Freund in Australien und machst einen Video Call. Mit Hilfe von AR kannst du die Orte, die du gesehen hast, in das Videogespräch einbinden. Und auch die Einbindung von AR in Facebooks eigenes Kommunikationstool Workplace (ein Pendant zu Slack) ist vorstellbar. So könnten Entwicklergruppen beispielsweise neue Maschinenteile oder Designs besprechen, indem sie sie auf den jeweiligen Einsatzort projizieren.

Wir dürfen hier sicher noch spannende und tatsächlich auch sinnstiftende Anwendungen entstehen sehen. Denn seltsame Öhrchen und überlange Nasen auf einem Selfie – daran werden wir uns sicher bald sattgesehen haben.

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