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Podcast Google

Warum Google jetzt auch nach Podcasts sucht

Spotify, Apple & Co. bieten immer mehr exklusive Podcasts-Shows. Auch Google mischt ab sofort im Audio-Business mit. Kein Wunder, Hörer sind jung, gebildet und akzeptieren sogar Werbung. Bevorzugt werden Publisher mit "hoher Autorität".

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Fachsimpeln über die Lieblingsserie, lockeres Parlieren über Rebsorten und Weinanbaugebiete oder Experten-Talk unter Wissenschaftlern über künstliche Intelligenz – Podcasts erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Innerhalb des letzten Jahres erhöhte sich laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage die Zahl der Podcast-Nutzer in Deutschland von 22 auf 26 Prozent. Die ideale Podcast-Länge wird in der gleichen Studie von Hörern mit 13 Minuten angegeben.

Statista meldet, dass die Hörer der digitalen Radioshows vor allem jung (58,7 Prozent zwischen 21 und 30 Jahren), gebildet (48 Prozent mit einem akademischen Abschluss) und offen für Werbung sind: 81 Prozent fühlten sich durch vom Moderator eingesprochene Werbung nicht gestört. Wie passend, dass Google nun die Suche nach Podcasts vereinfachen will.

Podcast Boom
Podcasts boomen weiter – plus vier Prozent bei den deutschen Userzahlen (Foto: 123rf.de)

Bereits im Mai wurde auf der Google IO angekündigt, dass der Web-Player Google Podcasts in die Suchmaschine integriert werden solle. Künftig finden User einzelne Podcast-Episoden in den Suchergebnissen und können sie direkt anhören. Gleichzeitig ergänzen sie die Webseiten, News, Bilder und Videos, die Google standardmäßig zu einem Suchbegriff anbietet.

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Das Problem erklärt Zack Reneau-Wedeen, Produktmanager von Google Podcasts, dem Portal The Verge: Es gebe immer mehr „hochwertige, abwechslungsreiche Podcasts“, aber es sei bisher für User schwierig gewesen, „alle Inhalte zu finden, die für Sie nützlich oder unterhaltsam sein könnten.“

Wer in Zukunft bei Google irgendein Thema angibt, soll dazu immer auch Podcast-Episoden geliefert bekommen. Dafür muss die Suchmaschine aber relevante Begriffe erkennen, die dem Thema zugeordnet werden können.

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Mehr als 2 Millionen Sendungen indexiert

Einerseits zeichnet Google automatisch alle gefundenen digitalen Radioshows auf - mit einem RSS-Feed veröffentlichte Episoden sollen automatisch erfasst werden. Google hat schon mehr als 2 Millionen Sendungen indexiert. Diese werden analysiert und dabei identfiziert der Konzern die abgehandelten Themen.

Andererseits erscheinen die Podcast-Episoden in der Suchmaschine im altbekannten Ranking-System. Deshalb wird für Podcaster – für Webseiten-Betreiber längst Routine – die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine immer größere Rolle spielen. Auch dabei kann die Themen-Nennung, gekoppelt mit häufig gesuchten Begriffen, zu einer schnelleren Zuordnung führen. Reneau-Wedeen sagt auch, dass Google für das Ranking bestimmte Signale berücksichtigen werde, etwa die Hörerzahlen oder ob der Publisher eine "hohe Autorität" habe.

Podcast User Erreichen
Die Shows erreichen immer mehr Zuhörer – auch dank exklusiver Inhalte (Foto: pixabay.com)

Zuerst bekommen nur User in den USA Podcasts in den Suchergebnissen angezeigt. Später in diesem Jahr soll übrigens auch der Google Assistant Podcasts zu gewünschten Themen auf Zuruf finden und abspielen können. Dazu öffnet der Sprachassistent Googles Podcast-App. Muss der Nutzer das Anhören einer Episode unterbrechen, kann er sie dank einer Synchronisierung des Hörfortschritts später weiterhören.

Mit Google wetteifern auch andere Anbieter um den wachsenden Podcast-Markt. Spotify und Audible bauen gerade ihre Plattformen aus und Apple hat für iTunes noch ein weiteres Ass im Ärmel: Der Konzern verhandelt laut Insidern aktuell mit Podcastern, um exklusive Rechte an ihren Sendungen zu erwerben.

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