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Eiswaffel Ananas Ci Stockphoto 655667274 Web
Wer sieht hier ein Ananas-Eis? (Bild: iStockphoto)
Trends Innovation Listicle

Vision statt Halluzination

Mutig sein, Dinge ausprobieren, auch mal scheitern - all das kursiert unter dem Label "Startup-Mentalität". Vision ohne Umsetzung ist eine Halluzination, soll Thomas Edison gesagt haben. Aber wie arbeiten Unternehmen innovativ, ohne sich in Hypes zu verlieren? Jan Pechmann von der Strategieagentur diffferent gibt 4 Tipps.

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Innovation wagen. Mutig sein. Ausprobieren, um im Zweifel wenigstens schnell zu scheitern. Diese Start-Up-Mentalität hat sich in den vergangenen Jahren in der Unternehmenswelt breit gemacht. Viele Innovationen scheitern dann auch wirklich. Die meisten beim Sprung in die Masse. Nach dem kurzfristigen Hype hapert es an der Übersetzung in langfristige Business Potenziale und Use Cases. Das Problem: Innovationen werden von Unternehmen gehypt, bevor man sich überhaupt Gedanken über die Relevanz für den Nutzer macht. Ein Beispiel: In der Kopenhagener Touristeninfo liegen VR Brillen aus. Damit kann man zwar durch fremde Welten reisen, erhält aber keine Informationen zu der Stadt, in der man gerade angekommen ist. Wo bleibt da der Wert für Nutzer? Was ist der Use Case?

Menschliche Machbarkeit ist der neue Gatekeeper

Unternehmen müssen einen elementaren Schritt hinbekommen. Es geht nicht mehr um die technische Machbarkeit von Innovationen, es geht um die menschliche Machbarkeit. Das ist der Knackpunkt. Die entscheidende Frage lautet: Was können Unternehmen tun, um es der breiten Masse der Nutzer zu erleichtern, technologiebasierte Innovationen anzunehmen und in ihr Leben zu lassen?

Customer Centricity ernst meinen

Der magische Raum der Möglichkeiten, der für viele Unternehmen in Artificial Intelligence, Data und Robotik steckt, gleicht in den Augen normaler Menschen eher einer Kammer des Schreckens. Um innovative Produkte erfolgreich auf die Straße zu bringen, muss man die Bedürfnisse, Sorgen und Berührungsängste der Menschen mit neuen Technologien von Anfang an ernst nehmen sowie Kommunikation und Aktivierung schon bei der Produktentwicklung konsequent mitdenken. Customer Centricity muss fest in allen Prozessen verankert werden. In unserem Whitepaper "Bridging the Death Valley of Innovation" haben wir vier zentrale Aktivierungshebel identifiziert, die Unternehmen dabei helfen können, Innovationen für die breite Masse der Menschen zugänglich und damit größer als den anfänglichen Hype zu machen:

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1. Echtes Ego

Innovationen brauchen "Ego". Um künftige Kunden genauso wie die eigenen Mitarbeiter, Multiplikatoren oder politische Stakeholder für eine Innovation zu begeistern, muss man ihnen sagen können, warum man diese Innovation entwickelt hat. Das Ego ist das Herzstück, das "Ich" einer jeden Innovation. Es macht die Sinnhaftigkeit des ganzen Projekts deutlich.

2. Empathie – echtes Nutzerverständnis

Der zweite Hebel für den erfolgreichen Launch von Innovationen heißt "Empathie". Dabei geht es darum, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen und sich ernsthaft zu fragen, welchen Nutzen sie aus einer Innovation ziehen kann. Und welches echte Problem man damit für sie löst. Empathie sorgt dafür, dass der Mensch und die menschliche Machbarkeit wirklich in den Fokus der Innovationsaktivitäten rücken.

3. Engineering – kluges Angebot

Im "Engineering" geht es darum, als Anwalt der Nutzer den Use Case zu verteidigen und abteilungsübergreifende Co-Creation im Sinne des Kunden auch in die Implementierung zu tragen. Nur wer sein Angebot vom ersten Prototypen bis zur Nach-Launch-Phase konsequent zu Ende denkt, schafft ein außergewöhnliches Erlebnis.

4. Energie – souveränes Storytelling

Schließlich sind technologiebasierte Innovationen in jeder Hinsicht komplex. Dies erfordert neue Formen des Storytellings, zuallererst auch nach innen. Wer eine echte Innovation vermarkten will, braucht mehr als einfach nur die nächste Kampagne. Er muss zu einer Bewegung werden. Er braucht Energie.

Innovationen für das echte Leben

In deutschen Unternehmen wird allerorts fleißig vor sich hin innoviert. Neue Technologien werden gehypt wie lange nicht mehr. Das ist super. Wir brauchen diesen Erfindergeist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Was wir auch brauchen, ist ein feines Gespür dafür, was die Nutzer bewegt und welche Probleme sie wirklich umtreiben. Nur dann haben Innovationen eine Chance, mehr zu sein, als der nächste Hype.

Über den Autor: Jan Pechmann, Jahrgang 1974, studierte Medienwissenschaften, Kommunikationsforschung und Sozialpsychologie in Hannover und gründete dort im Alter von 23 die Strategieagentur diffferent. Er leitet die Agentur mit ca. 90 Mitarbeitern an den Standorten Berlin und München zusammen mit seinen Geschäftspartnern Alexander Kiock und Dirk Jehmlich. In seiner Strategieberatung ist Pechmann darauf spezialisiert, für seine Kunden überraschende  Lösungen im Spannungsfeld zwischen Marken-, Innovations- und Transformationsstrategie zu entwickeln. Seit dem Oktober 2017 ist diffferent Mitglied der SYZYGY Gruppe. Als Technologie-, Kreativ- und Media-Dienstleister rund um digitales Marketing & Business beschäftigt die SYZYGY Gruppe rund 650 Mitarbeiter in Deutschland, Polen, UK und den USA.

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