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(Bild: Getty Images/Vectorios)
Job Karriere Messe

Virtuelles Erlebnis, aber echte Kontakte

Auf Karrieremessen können sich Jobsuchende potenziellen Arbeitgebern präsentieren - und umgekehrt. Dumm nur, dass so eine Veranstaltung beide Seiten Zeit und Geld kostet. Gut, dass es virtuelle Karrieremessen gibt. Teil 2: So erlebt Raoul Fischer die virtuelle Karrieremesse Jobunication

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Es ist fast wie in einem Online-Spiel. Wer sich bei der Online-Karrieremesse Jobunication anmeldet, ist auch schon mittendrin im virtuellen Messegeschehen. Jetzt erstmal einen passenden Avatar herstellen: Rötliche Haare und Business Casual oder heute mal schwarzhaarig mit Goatie und Pullover? Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, nur Monster oder Fabelwesen gibt es eben nicht. Wer auf Jobunication unterwegs ist, kann so auftreten, wie er immer einmal erscheinen wollte. Mit einem eher authentischen Aussehen geht es rein in das Getümmel, um zu erleben, wie der Besucher die Online-Karrieremesse erlebt.

Wobei von Getümmel etwa eine Woche vor dem nächsten Live-Event keine Rede sein kann. Immerhin: Ein junger, blonder Avatar hat sich auch in die virtuelle Messe-Halle verirrt – und entpuppt sich Rachid Fennan, einer der Veranstalter von Jobunication. Der erste Kontakt funktioniert prima: Im Chat lässt sich manche Frage klären – und wenn gewünscht können Teilnehmer auch direkt über die Plattform miteinander telefonieren. Die Kontaktaufnahme ist denkbar einfach – und mit einem Avatar ist die Hürde sicher geringer als bei einer echten Begegnung.

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(Bild: Screenshoot Jobunication)

​ 900 Besucher beim ersten Live-Event

Rachid Fennan erzählt, dass über 900 Besucher am ersten Live-Event auf Jobunication im Januar teilgenommen haben. Die Besucher führten runde 2.100 Chat-Gespräche und blieben durchschnittlich 49 Minuten auf der Plattform. Wer keine Lust hatte, sich an den Ständen Informationen zu besorgen oder mit Personalern in Gespräch zu kommen, konnte sich auch in ein Auditorium begeben, und dem Kongress zuhören: Lebenslauf-Tipps von CareerLoft, Videos von Ausstellern oder Präsentationen – ein Informationsprogramm wie auf richtigen Messen.

Alleine geht es weiter zum Stand von Cyber Forum e.V.. Dort steht ein Avatar hinter der Theke.  In diesem Falle der von Tanja Enzmann, zuständig für Personal und Recruiting bei dem Verein. Im Gegensatz zu Rachid Fennan befindet sie sich allerdings noch im Kryo-Schlaf. Immerhin, klickt man den Avatar – oder die Avatarin? – an, bekommt man Infos und Kontaktdaten. Fennan hatte vorher erklärt, dass es für Aussteller wie Besucher zwar die Möglichkeit gäbe, sich auch außerhalb der Live-Events zu treffen, dass aber nur wenige davon Gebrauch machten. Also dieses Mal kein Chat. Auf einer virtuellen Video-Wand läuft ein Kurz-Video zu Prelab, einer Veranstaltung für Leute, die ein Start-up gründen wollen. Das ist allerdings tatsächlich sehr kurz.

Arbeitgeber bieten Infos – auch außerhalb der Live-Events

Am Stand von MLP steht ebenfalls ein Avatar im Kryo-Schlaf: Carmen Russ. Sie sieht genauso aus wie Tanja Enzmann. Aber dafür gibt es hier mehr Informationen: Eine große Plakatwand führt direkt auf die Karriere-Website des Finanzdienstleisters. Und auf einer Video-Wand werden dem Besucher gleich drei Filme angeboten, die den Einstieg bei MLP schmackhaft machen sollen. Die Navigation ist übrigens sehr einfach. Sie funktioniert wie bei vielen Games über Pfeil-Tasten: Geradeaus, zurück, rechts links, beschleunigt wird mit der Shift-Taste. Unten rechts im Screen findet sich ein Menü-Button, der Besuchern vom Dressing-Room über eine Orientierungskarte, Chat-Möglichkeiten oder eine Analyse des eigenen Besuchs verschiedenste Optionen anbietet.

Die nächste virtuelle Karrieremesse findet 24.05. statt

Beim nächsten Live-Event auf Jobunication am 24.05. soll es noch ein weiteres Feature für Besucher geben. Dann können diese im Vorfeld ihren Lebenslauf hochladen und gezielt Termine mit Ausstellern hochladen.  Heute ist es etwas leer hier – aber aufgrund von Partnerschaften mit Fakultäten erwarten die Veranstalter nächste Woche noch mehr Besucher als beim ersten Live-Event. Aussteller wären auch hinreichend da. Und so könnte man sich auch länger als die durchschnittlichen 49 Minuten auf der Online-Karrieremesse aufhalten. Ganz ohne Kosten, mit virtuellem Erlebnis, aber echten Kontakten.

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