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Kommunikation diversity Marken

Vier simple Kniffe für sinnstiftende Kommunikation

Sowohl Unternehmen als auch wir selbst als Influencer unseres Freundeskreises haben eine nicht zu unterschätzende Strahlkraft. Deshalb sollten wir achtsam mit den Botschaften umgehen, die wir aussenden. Diese vier simplen Tricks für inklusive Kommunikation dienen als mentale Notizen für den Hinterkopf.

Jeder sollte achtsam mit den Botschaften umgehen, die er aussendet. Vier simple Tricks für sinnstiftende Kommunikation (Bild: stock.adobe.com)
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In Agenturen und Unternehmen stellt sich so manchem Millenial zeitweise die Sinnfrage. Große Marken geben obszöne Budgets aus, um fragwürdige Nachrichten an die Massen zu bringen. Auch wenn wir nicht gleich die große CSR-Kampagne konzipieren, können wir im Alltag für eine inklusive, sinnstiftende Kommunikation sorgen. Ein kleiner Kniff für uns, aber eine umso wichtigere Wirkung für die Gesellschaft.

1. Zeigt vielfältige Menschen über Stockmaterial

Wir wissen inzwischen womöglich alle, dass Frauen und Männer, die ihren Salat anlachen, nicht unbedingt die beste Werbewirkung haben. Instagram-verstörte Konsumenten wollen echte Menschen sehen, sich mit ihnen identifizieren. Marken wie Dove haben damit seit Jahren Erfolg. Vielfältige Gesichter, die für eine Marke stehen, stärken nicht nur authentisches Branding, sondern auch die Selbstwahrnehmung unserer Gesellschaft.

Auswahl an inklusiven Bilddatenbanken gibt es genug. Getty startet immer wieder Kampagnen für inklusive Bildkataloge. Im Moment bietet die Plattform bei #ShowUs über 5.000 Fotos, die realistische Schönheitsideale zeigen. Eine gute Anlaufstelle für inklusive und wirklich ansprechende Fotos ist grundsätzlich Stocksy. Wer lokale Fotografen und einen sinnvollen Zweck unterstützen will, nutzt Fotos der Plattform Gesellschaftsbilder. Dort haben Berliner Fotografen lebensnahe Aufnahmen gesammelt, die echte Menschen ohne Klischees zeigen. Kostenlose Fotografie-Plattformen wie unsplash bieten zwar tolle Mood-Bilder, sind aber mittlerweile durch. Nach dem Motto "eyeballs attract eyeballs" zahlt es sich aus, in hochwertige und obendrein sinnstiftende Stockfotografie zu investieren.

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2. Erzählt Geschichten nicht nur mit heteronormativen Helden

Von der Kampagnen-Konzeption bis ins Copywriting erwischt man sich immer wieder dabei, von den klassischen Stereotypen zu erzählen. Manchmal will man die aus der Strategie erarbeiteten Personas aufgreifen, manchmal sind wir einfach Opfer unseres "unconscious bias", die unbewusste Voreingenommenheit. Deshalb hilft es, immer wieder mentale Reminder zu setzen. Wenn wir Liebespaare am Valentinstag ansprechen wollen, erzählen wir idealerweise nicht nur von Sabine und Heiko, sondern auch von Klaus und Murat. Besonders wenn eine Kampagne mehrere Protagonisten enthält, sollten diese allen Gesellschaftsgruppen entsprechen.

Überhaupt ist das Thema Gender mit Vorsicht zu behandeln. In den USA wird das aktuell schon selbstverständlicher erkannt als in Deutschland. Statt Rollen-Klischees und Sexismus muss offen mit dem Spektrum der Geschlechtsidentitäten umgegangen werden. Denn ganz unabhängig davon, welche Merkmale ein Mensch hat, kann er sich sonst wo auf diesem Spektrum der Sexualität und Identität befinden. Wenn wir heute Filme aus den 80ern schauen, zucken wir bei so manchem sexistischen Stereotyp empfindlich zusammen. Genauso werden wir in ein paar Jahren auf das Konzept von festgelegten Geschlechtern reagieren. Wer diese Erkenntnis frühzeitig in seine Kommunikation integriert, vermeidet nicht nur Shitstorms, sondern etabliert sich auch als progressive Marke.

3. Kuratiert Inhalte mit Sinn

Manchmal geht es nicht darum, selbst starken Content zu erstellen, sondern Inhalte zu kuratieren. In Blogbeiträgen, als Retweets oder auch als Inspiration für eigenen Content – wenn wir die Feeds nach trending Topics durchforsten, finden wir neben verstörenden TikTok-Videos auch mal einen Beitrag zum Artensterben. Wenn beides in unsere Kommunikation passt, können wir so eine gelungene Mischung aus Entertainment und Information an den Konsumenten bringen. Im besten Fall inspiriert der Einblick in Themen, die aktuell tatsächlich bewegen, auch größere Kampagnen und CSR-Vorhaben.

4. Schreibt mit Vorsicht

Wer schon mal mit Sprachguru Wolf Schneider zu tun hatte, nutzt beispielsweise das im Nachrichtenkontext häufig gebrauchte "vor Ort" ungern. Es kommt aus der Bergmannssprache und wird heute fälschlich für jeden beliebigen Ort genutzt. Auch der Spruch "Jedem das Seine" hat eine dunkle Vergangenheit. In Eisen gegossen prangte er am Eingang des KZs Buchenwald. Sogar unser Buchstabieralphabet enthält von den Nazis geänderte Namen, die wir unbewusst als selbstverständlich verwenden. Beispielsweise nutzen wir Nordpol statt Nathan, Siegfried statt Samuel und Zeppelin statt Zacharias. Nur ein paar Besonderheiten, die Textern in der Unternehmenskommunikation bewusst sein sollten. Worte können eine starke Wirkung haben, besonders wenn sie auf Plakaten, in Fernsehwerbung und über Social Media Kanäle an viele Menschen gebracht werden. Denn aus großem Budget folgt große Verantwortung.

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