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Verkehr In Der Stadt 501460080 I Stockphoto Web
(Bild: iStockphoto)
Mobilität Smart City Autonomes Fahren

Vernetzter Verkehr

Seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts können Städte Fahrverbote für Dieselautos verhängen. Die Folge: Die Mobilität auf den Straßen verändert sich, weg vom eigenen PKW mit Verbrennungsmotor hin zu elektrischen und vernetzten Mobilitätslösungen. Was das für die urbane Fortbewegung bedeutet.

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Elektrifizierung

Über kurz oder lang führt in der Stadt an elektrischen Fahrzeugen kein Weg vorbei. China macht es vor: Die Zwölf-Millionen-Metropole Shenzhen hat bereits die gesamte Diesel-Busflotte durch E-Busse ersetzt. 14.000 davon rollen inzwischen über die Straßen. 

Die Vorteile im Stadtverkehr: Alle E-Fahrzeuge fahren lokal emissionsfrei. Das heißt, dass die Fahrzeuge am Einsatzort keine Abgase erzeugen – und somit weder Stickoxide, noch Kohlenmonoxid oder Ruß ausstoßen. Gerade für Großstädte, welche oft unter hoher Luftverschmutzung leiden, ist dies wichtig. Viele Elektrofahrzeuge sind mit der Rekuperationstechnik ausgestattet. Dadurch gewinnen sie beim Bremsen Energie zurück, um die Reichweite zu erhöhen. Das kann vor allem im Stop-and-Go-lastigen Stadtverkehr sehr praktisch sein.

Vernetzung und Ride-Sharing

Stadt und Straße werden intelligent, indem Fahrzeuge und Infrastruktur an das Internet angebunden werden. Unter anderem können Angebot und Nachfrage so in Echtzeit miteinander gematcht werden.

Ein aktuelles Beispiel sind Shuttle-Dienste wie Allygator oder Clevershuttle in Berlin und Lübeck. Fahrgäste buchen über eine App am Smartphone ihre Taxifahrt. Gleichzeitig prüft ein Algorithmus, ob ein anderer Fahrgast auf ähnlicher Strecke unterwegs ist. Wenn ja, fahren die Fahrgäste zusammen. Dadurch ist nur ein Shuttle unterwegs statt mehrere einzelne Taxen. 

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Kopie Von Dirk Evenson Director New Mobility World High Res
Dirk O. Evenson, Direktor von New Mobility World (Bild: Marcus Höhn)

Weitere Vorteile der Vernetzung: Der Standort von Carsharing-Fahrzeugen oder Leih-Fahrrädern in der aktuellen Umgebung lässt sich jederzeit abrufen. Inzwischen können Apps wie Moovit für eine Strecke sogar ganz verschiedene Mobilitätslösungen kombinieren. Über eine App wird dem Nutzer dann vorgeschlagen, einen Teil mit der U-Bahn, einen weiteren Weg zu Fuß und dann die übrige Strecke mit dem Carsharing-Dienst zurückzulegen. Noch hapert es allerdings bei diesen Lösungen an einem einfachen und einheitlichen Preissystem. Schließlich nervt es, wenn man für einen Weg drei unterschiedliche Tickets kaufen muss. Dies wird in Zukunft sicher einfacher.

Autonomes Fahren

Die Fahrzeuge der Ridesharing-Anbieter sind hierzulande zwar noch mit menschlichen Fahrern bemannt, allerdings sehen wir etwa in den USA einen Trend hin zu autonomen Kleinbussen – und zwar auf Straßen im alltäglichen Stadtverkehr, nicht in der virtuellen Welt oder auf abgeschotteten Teststrecken. Aber nicht nur aufgrund offener technologischer, sondern vor allem aufgrund ethischer wie regulatorischer Fragen wird es noch etwas dauern, bis solche autonomen Fahrzeuge flächendeckend unterwegs sind. 

Ein wesentlicher Streitpunkt lautet, wer –wenn es keinen Fahrer gibt – die Verantwortung im Falle eines Unfalls trägt. Der Autohersteller, der Besitzer, der Softwareentwickler oder doch einer der Passagiere? Bei fahrerlosen Shuttle-Taxen kommt erschwerend die Identifikation der Passagiere hinzu, gerade auch um Vandalismus und Betrug vorzubeugen. 

Aber: In den Metropolen werden autonome Fahrzeuge perspektivisch wesentlicher Bestandteil der Mobilität von morgen. Ergänzend zu U- und S-Bahn sowie Fahrrädern werden es dann auch autonome und fahrerlose Sharing-Shuttle-Dienste, die uns von A nach B bringen.

Über den Autor: Dirk O. Evenson berät mit seinem Team Unternehmen in Sachen digitaler Transformation, Nachhaltigkeit und Urbanisierung. Er leitet zudem als Direktor die New Mobility World (NMW), das größte Event zu Mobilität, Transport und Logistik von morgen. Die NMW vereint Unternehmen, Gestalter und Entscheider, die Mobilität, Transport und Logistik der Zukunft vorantreiben.

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