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Tools Design UX

UX-Design braucht spezialisierte Tools

Software-Check: Mit XD hat Adobe ein Tool speziell für UX-Design zusammen mit der Community entwickelt, das neue Wege in Sachen Effizienz und vernetztem Arbeiten gehen soll.

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Design hat sich in den letzten Jahren nicht nur durch die vielen digitalen Endgeräte, auf das es angepasst werden muss verändert. Bei Design geht es heute längst nicht mehr nur um Ästhetik, sondern es muss eine gute Geschichte zum Produkt erzählen und auf den Endkunden zugeschnitten sein. „Alle guten Experiences starten mit großartigem Design,“ sagte Adobe CEO Shantanu Narayen auf seiner Keynote auf dem London Summit 2018. „Alles hat heute ein digitales Interface. Experience Design ist also die Mühe wert.“

Die Herausforderung ist heute auch das Tempo: Designs müssen in knappen Deadlines entstehen, aber dann an viele Geräte und Plattformen ausgeliefert werden. Oft wirken sich Anpassungen auf hunderte Bildschirmseiten in Apps oder Webseiten aus. Natürlich ist es möglich Screendesign mit Tools wie Photoshop zu betreiben. Einerseits muss man vor Photoshop den Hut ziehen, denn es gibt den Software-Klassiker länger als ein Vierteljahrhundert. Es stammt aus der Zeit des Desktop-PCs und hat es geschafft sich vielen Trends wie Webdesign anzupassen. Aber wenn es um User Experience geht, war es Zeit für einen Neuanfang zu wagen, der von Grund auf moderne Workflows wie das vernetzte Arbeiten berücksichtigt.

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Neue Herausforderungen, neues Tool

Adobe XD (kurz für „Experience Design“) ist dieser neue Ansatz. Die Software ist eine All-in-one Lösung für Wireframing, Prototypen-Entwicklung, Interface-Design und Testing. Schon die Geschichte der Entwicklung war bei XD anders, als bei bisherigen Design-Tools. XD erschien als öffentliche Beta. Das gab den Designern Einblick den Fortschritt und die Möglichkeit, Feedback zu geben, um die Zukunft von XD mitzugestalten. Mit Erfolg, denn über einer Million Community-Mitgliedern haben XD heruntergeladen. „Wir haben wir über jede einzelne Idee, jeden Kommentar und jede Anregung nachgedacht,“ schreibt Lahary Ravuri, Director Design Marketing von Adobe in einem Blogeintrag zur Veröffentlichung der 1.0 Version von Adobe XD CC.

Wer sich Adobe XD ansieht, wird schnell feststellen, dass es anders und moderner als bisherige Design-Tools ist. XD kann in kürzester Zeit Interfaces entwerfen, Feedback einholen und die Assets für die finale Produktion exportieren. Dafür arbeitet es mit modernen Konzepten wie Wireframes, kann Navigationswege und Übergänge definieren. Moderne Möglichkeiten zur Vorschau und zum Teilen von interaktiven Prototypen sparen Zeit und holen Feedback von Stakeholdern ein. Änderungen können sich auf hunderte oder tausende verknüpfte Bildschirmseiten auswirken. Ebenso schnell sind die finalen Produktions-Assets erzeugt.

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Einfacher ausprobieren

Selbst das Design in XD ist schneller: Sich wiederholende Elemente, Bildmaskierungen, Farbmanagment, Stile, Symbole und Ebenen sind intelligent aufgebaut, konsequent auf Interface Design ausgerichtet und sparen so enorm Zeit. Und am Ende arbeitet die Software schnell und stabil - auch wenn tausende Bildschirmseiten im Entwurf sind. Was man mit XD gestalten kann kann jeder auf Behance sehen: Hier warten Beispiele für Apps, Web Apps, Store Konzepte, E-Commerce Designs, UI-Design, Dashboards, Websites und Experimente.

Es ist einfacher geworden, mit XD in die Zukunft des Experience Designs selbst auszuprobieren. Adobe hat ein kostenloses Starter-Abo eingeführt, das jedem die Tools an die Hand geben soll Benutzererlebnisse zu entwickeln, zu teilen und zu testen. In diesem Abo enthalten ist der dauerhafte Zugang zur Desktopversion von XD auf Mac und Windows 10, einschließlich aller Entwicklungs- und Prototyping-Funktionen sowie der mobilen Vorschau-Apps auf iOS und Android.

Damit ist es möglich unbegrenzt XD-Dokumente zu gestalten, Produktionsassets zu exportieren und Videos anzufertigen um Erlebnisse zu teilen. Einschränkungen gibt es nur beim Teilen von Prototypen und Design-Spezifikationen, die in der kostenlosen Version auf je einen begrenzt sind. Wer Creative Cloud-Abonnement hat, kann die unbegrenzte Option bereits nutzen.

KI verbessert die Produktivität

Wie hoch XD bei Adobe aufgehängt ist machte Principal Designer Khoi Vinh auf der Adobe MAX im Herbst klar: XD solle in Zukunft so viel Bedeutung bekommen wie Adobe Photoshop – da sich auch das Design selbst verändere. „Bei Design geht es heute immer mehr auch darum wie viele Klicks etwas bekommt und wie es sich auf die Marke auswirkt,“ so Vinh.

Beim Thema Produktivität kommt in XD immer stärker KI zum Einsatz: Mit „Responsive Resize“ lassen sich Interface-Prototypen intelligent skalieren. Wie sich dabei Schaltflächen und andere Bedienelemente verhalten basiert auf Analysen von Interface-Designs aus der Community. So spart der Designer Zeit und kann zum Beispiel die Benutzeroberfläche schneller auf verschiedene Bildschirmgrößen und Geräte anpassen. Wesentlich lebendigere Interfaces bringt die neue „Auto-Animate“-Funktion. Damit wird jeder Bildschirm zu einem Schlüsselbild. Adobe XD berechnet die Zwischenschritte und kann so flüssige Übergänge automatisch darstellen. Der Designer kann dabei steuern wie sich die Elemente verhalten.

Das nächste Kreativmedium heißt Voice

XD kann jetzt auch Prototypen für Interaktionen mit Sprachassistenten wie Amazon Echo entwerfen. Dabei wird dank einer Kooperation mit Amazon bereits die eben erschienene, zweite Generation des mit Display ausgestatteten Echo Show unterstützt. „Voice wird ein Teil von allen Designs sein, doch bisher fehlten noch die Tools“ betonte Vinh und zeigte die neuen Möglichkeiten dafür in Adobe XD. Die Prototypen aus XD können so auf dem Echo Show direkt getestet werden. Vinh nennt die neue Version von XD als einen großen Durchbruch in Richtung der nächsten Generation von Interaktionen. „Wir setzen damit das Potenzial von Voice mit XD für Designer frei,“ so Vinh.

Die Integration von XD in gängige Collaborations-Tools wird durch Plugins vereinfacht. Als Beispiel zeigte Adobe „World Ready“, das in Sekunden aus einem Prototypen mit Hilfe von Google Translate drei Sprachversionen erstellte. Damit wird XD zur Plattform, die von Entwicklern leicht erweitert werden kann. Es bleibt spannend wo die Reise mit XD noch hingeht – und sie ist sicherlich erst am Anfang. XD zeigt aber eindrucksvoll wie die nächste Generation von Design-Software aussehen und was der Gedanke mit der Community gemeinsam zu entwickeln bewirken kann.

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