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Google Suchmaschine Tipps

Tipps für eine erfolgreiche Search Kampagne mit der "Broad Keyword" Option

Keine Zeit für aufwendige Keyword-Analysen? Verständlich! Die große Hoffnung ist das neue Google-Update des Match Types "broad" – auf Deutsch "weitgehend passend".

Keine Zeit für aufwendige Keyword-Analysen? Verständlich! Die große Hoffnung ist das neue Google-Update des "Match Types broad" (Bild: Unsplash)
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Mit der Keyword-Option broad schließt Google Keywords mit Rechtschreibfehlern, Synonyme und weitere relevante Varianten (zum Beispiel Singular- oder Pluralformen, Wortstämme, Abkürzungen und Akzente) mit ein. Diese Keywords müssen nicht mehr in einer Keyword-Liste enthalten sein.

Google rechnet mit einer Klick- und Conversion-Steigerung von 3-4 Prozent. Durchschnittlich 85 Prozent dieser neuen Klicks werden voraussichtlich nicht den bestehenden Keywords zugeordnet sein, sagt Google. Zudem werden nicht geklickte Keyword-Varianten entfernt und müssen somit nicht bezahlt werden. Not bad! Doch wie sieht das in der Realität aus? Die Erfahrungen zeigen, dass broad Keywords nicht ohne Grund auf dem Vormarsch sind. Wir haben den Test gemacht.

Broad Keywords – das neue Erfolgsgeheimnis?

So einfach ist es leider nicht. Anhand verschiedener Kunden und Kampagnen haben wir das neue Match Type Update genauer unter die Lupe genommen. Für einen großen Süßigkeiten-Online-Händler wurden alle Keywords für eine Kalenderwoche von broad modified auf die Keyword-Option broad umgestellt.

Man bietet nun nicht mehr auf das konkrete Keyword. Der Fokus liegt ab sofort darauf, wie gut die Suchanfrage auf das Keyword passt. Nach der Umstellung konnten wir tatsächlich eine Veränderung feststellen. Das Ergebnis war ein geringerer Cost-Per-Click (CPC) und erhöhte Conversions. Doch ob dieses positive Ergebnis rein auf das Verwenden von broad Keywords zurückzuführen ist, bleibt fraglich.

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Keinesfalls darf man Faktoren außer Acht lassen, die den Erfolg einer Kampagne beeinflussen – sei es beispielsweise die Textqualität der Search Anzeige, das Budget oder die Relevanz der Suchanfrage. Festzuhalten ist, dass broad aufgrund des neuen Updates besser funktioniert als zuvor. Google empfiehlt aktuell das Verwenden von broad Keywords bei Smart Bidding Kampagnen. Beim Smart Bidding optimiert Google maschinell das Gebot für jede Auktion in Echtzeit. Durch die maschinelle Lerntechnologie von Google, läuft dieser Prozess komplett automatisiert ab. Doppelt Zeit gespart!

Was spricht jetzt noch gegen "broad"?

Die aktualisierte broad Keyword-Funktion ist mit Vorsicht zu genießen und eignet sich nicht für jede Search Anzeige. Broad funktioniert beispielsweise gut an dem Beispiel des Süßigkeiten-E-Commerce. In dem Shop werden viele verschiedene Produkte angeboten, weshalb viele Suchanfragen passen könnten zum Beispiel "Schokolade", "Schoko-Geschenkartikel", "Gummibärchen" usw.

Bewirbt man jedoch ein konkretes Produkt, so kann es passieren, dass Google zu viele irrelevante Suchanfragen implementiert, weshalb sich eine sehr hohe Streuung ergibt. Aufgrund des schwankenden Datenverkehrs ist es wichtig die Kampagne stetig zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen und Optimierungen vorzunehmen. Um unerwünschte Übereinstimmungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Berücksichtigung auszuschließender Keywords. Dennoch muss man das Risiko einer Streuung in Kauf nehmen.

Fazit: Try & Error!

Broad Keywords eigenen sich besonders für Kampagnen, die möglichst schnell und viel Traffic auf eine Website generieren sollen. Das sollte jedoch keine Dauerlösung sein, sondern lediglich gut für einen schnellen Start sein, um neue Keyword-Ideen zu sammeln (anhand der Suchanfragen, auf die Google die Anzeigen ausliefert). Der Faktor Zeit spielt hierbei auch eine entscheidende Rolle.

Die Zeitersparnis ergibt sich daraus, dass keine langen Keyword-Listen mehr erstellt werden müssen. Das neue broad-Update bietet die Chance auf mehr Sichtbarkeit, Klicks und Conversions. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir sind der Meinung, der Versuch lohnt sich - trotz risikoreicher Streuung. Mit einem gut durchdachten Setup, zielgerichteten Texten und stetigen Monitoring kann wenig schiefgehen. Google wird konstant intelligenter, weswegen es definitiv ratsam ist, Updates und Neuerungen selbst zu testen, zu bewerten und Kampagnen gegebenenfalls zielgerichtet zu optimieren.

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Nina Arnold ist Team Digital Media bei der netzeffekt GmbH.

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