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Virtuelle Kreditkarte 193298261 Fotolia Rostislav Sedlacek
Für die "Free Trial Card" kann man sich sogar mit einem falschen Namen, einer falschen Adresse und einer falschen E-Mail-Adresse anmelden (Foto: Fotolia Rostislav Sedlacek)
E-Commerce Start-up Innovation

Uni-Abbrecher erfindet virtuelle Kreditkarte, die Probeabos automatisch storniert

Josh Browder entwickelte bereits einen Roboteranwalt. Nun kündigte der 22-Jährige, der sein Studium in Stanford hinschmiss, ein neues, spannendes Projekt an, das in der ersten Finanzierungsrunde 4,6 Millionen US-Dollar einsammeln konnte.

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Er ist der Jungunternehmer hinter "DoNotPay": Der US-Amerikaner Josh Browder, gerade einmal 22 Jahre alt, hat einen automatisierten Rechtsbeistand erschaffen, der bei kleinen rechtlichen Auseinandersetzungen, wie zum Beispiel unbezahlten Parktickets, juristisch unterstützt.

Das Projekt durchlief Anfang Juli eine erste Finanzierungsrunde, 4,6 Millionen US-Dollar kamen über verschiedene Firmenbeteiligungen zusammen. Doch sich auf seinem Erfolg auszuruhen ist wohl nicht Browders Ding: Der umtriebige Jungunternehmer kündigte vergangene Woche bereits neue Projekte auf Twitter an. Das wohl spannendste: Eine virtuelle Kreditkarte, mit der sich Kunden für kostenlose Testversionen im Internet anmelden können - und die die Probeabos nach Ablauf der Testphase automatisch beenden wird.

Zahlungen werden nach Ablauf des Testabos automatisch verweigert

Für die "Free Trial Card" kann man sich sogar mit einem falschen Namen, einer falschen Adresse und einer falschen E-Mail-Adresse anmelden. Zusätzlich muss man allerdings eine echte E-Mail-Adresse angeben, damit an diese alle Nachrichten weitergeleitet werden können, die an die des falschen Kreditkartenkontos gesendet werden.

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Nach Ablauf des Testzeitraums lehnt die Karte Zahlungen automatisch ab. "DoNotPay" sendet zusätzlich eine E-Mail, die über den Beginn und das Ende der Testversion informiert, falls man das Angebot doch weiter kostenpflichtig nutzen möchte. So vermeidet man als Kunde, durch verpasste Fristen ungewollt in kostenpflichtige Abomodelle zu rutschen.

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"So sollte ein Opt-In-Service nicht funktionieren!"

In einem Interview mit dem amerikanischen Tech-Magazin Wired erzählte Browder, dass er auf die Idee für die Kreditkarte gekommen sei, nachdem er festgestellt habe, dass er seit mehr als einem Jahr für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio bezahlte, ohne diese zu nutzen.

Doch nicht nur über dieses Offline-Beispiel ärgerte er sich – auch das Gebaren von Online-Firmen wie Netflix oder Amazon findet er nicht in Ordnung: "Unternehmen, die kostenlose Testversionen anbieten, die sich automatisch in bezahlte Mitgliedschaften verwandeln, setzen darauf, dass die Nutzer nicht daran denken, ihr Abonnement nach der Anmeldung zu kündigen. So sollte ein Opt-In-Service nicht funktionieren", sagte er. "Warum sollte man überhaupt eine Kreditkarte angeben müssen?"

Finanzexperten sind besorgt

Finanzexperten sehen das natürlich ganz anders und äußerten sich besorgt über den neuen Service. "Es handelt sich im Grunde genommen um ein Produkt, mit dem die Anbieter von kostenlosen Testversionen betrogen werden sollen", sagte der FinTech-Anwalt eines großen Zahlungsunternehmens anonym gegenüber Wired.

Browder selbst wollte nicht offenlegen, welches Netzwerk an Banken seine Karte absichert, da diese Finanzinstitute wohl selbst nicht wissen, dass die Karte auf diese Weise für kostenlose Testzwecke verwendet wird. Seine Begründung: "Sie könnten uns abschalten, wenn wir ihren Namen nennen."

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