Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehner Matthias Whatsbroadcast  Martin Kroll 1600X900 3
Matthias Mehner ist Vice President Strategy & Innovation bei MessengerPeople und Kolumnist für LEAD (Bild: Martin Kroll)
Messenger leadfaces WhatsApp

Und jetzt: Werbung. Auf WhatsApp!?

Werbung auf WhatsApp wird wohl schon bald Realität. Nur: wie und wo? Diese Frage stellt sich Matthias Mehner in Folge 14 seiner LEAD-Kolumne.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Mit einer solchen "Lösung" hätte ich nicht gerechnet: Letzte Woche beschrieb ich hier an dieser Stelle noch den Beef zwischen Facebook und WhatsApp und warum WhatsApp der "kleine Rebell" im großen Zuckerberg-Universum ist. Es war allgemein bekannt, dass die Gründer Brian Acton und Jan Koum nichts von Werbung im beliebtesten Messenger der Welt hielten und das wohl auch so in dem 19 Milliarden Dollar teuren Kaufvertrag festgehalten haben. Nachdem Acton bereits im September letzten Jahres die Segel strich, geht nun auch Koum von Board.

Streit um Privatsphäre

Es gab wohl wieder einmal Streit zwischen Zuckerberg und Acton bezüglich der Privatsphäre. Acton hielt eisern an der End-to-End-Verschlüsslung der WhatsApp Nachrichten fest – Zuckerberg wollte an die Daten der 1.5 Milliarden WhatsApp-Nutzer. Und natürlich gehen auch die Spekulationen rund um Werbung los, wenn David Marcus, Head of Messenger bei Facebook, am Rande der F8 mit folgender Aussage für Aufsehen sorgt: "As far as advertising is concerned, we're definitely getting WhatsApp more open."

Für Facebook ergibt das auch absolut Sinn. Allein in Deutschland nutzen 50 Millionen Menschen WhatsApp. Im Vergleich zu Facebook sind das mehr als doppelt so viele tägliche Nutzer. WhatsApp dürfte locker für Prozent der mobilen Nutzung in Deutschland stehen, und damit hoch interessant für den mobilen Werbemarkt werden.

Anzeige

Wie kann ich mir in Zukunft Werbung auf WhatsApp vorstellen? Werden meine Nachrichten an Freunde, Familie oder an meine Skatrunde in Zukunft von lästigen Werbebannern unterbrochen? Der Reflex, bei "Advertising" immer sofort an TV-Spot-Quälerei und Banner Wüsten zu denken, ist uns leider antrainiert. Treffender als dieser Tweet kann das Thema "böse Werbung" eigentlich nicht beschrieben werden:

Facebook hat in letzter Zeit bewiesen, dass es Geld mit Werbung verdienen kann, ohne es allzu sehr nach Werbung aussehen zu lassen. Die Einführungen von Werbung auf Facebook und Instagram lief langsam und mit ausgewählten Partnern, die viel Wert auf Kreativität und zur Plattform passende Botschaften legten. Irgendwann mussten natürlich die Tore geöffnet werden um die Aktionäre jedes Quartal wieder mit Wachstum zu begeistern. Seitdem betonieren uns die unbelehrbaren Unternehmen mit viel Budget aber ohne Gefühl für Storytelling den Newsfeed voll. Aber wir haben uns dran gewöhnt, übersehen die Werbung und bleiben (trotzdem).

WhatsApp könnte mit Werbung a la Snapchat Stories im Statusupdate starten. Nach Facebook und Instagram Stories ist das sicherlich recht leicht adaptierbar. Das Feature nutzen wohl auch schon 450 Mio User. Ich kenne allerdings niemanden!? Dazu muss WhatsApp aber seine End-to-End-Verschlüsselung aufgeben, denn ohne Daten kein Targeting und ohne Targeting ist alles nur SPAM.

Es muss ja nicht gleich Werbung sein

Außerdem ist WhatsApp gut beraten, vielleicht noch andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. WeChat macht es vor, wie man mit Transaktionsgebühren Geld verdienen kann und so zwar die Unternehmen zur Kasse bittet, aber nicht den User nervt. Ein Model wie es SMS oder E- Mail Newsletter Anbieter betreiben, könnte schon auf Grund der vielen Nachrichten, die täglich auf WhatsApp hin und her gehen ein einträgliches Geschäft sein. Warum ich die Empörung darüber, dass WhatsApp jetzt auch Geld verdienen möchte, nicht nachvollziehen und für reichlich übertrieben finde, werde ich Euch hier an dieser Stelle nächste Woche erläutern.

Teilen
Jederzeit top informiert

Die wichtigsten LEAD Nachrichten per Messenger oder Newsletter

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote