Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Alexa
Wettervorhersage, Musik und bald auch noch Kochen – Alexa ist vielseitig begabt (Foto: 123rf.de)
Jörg Heinrich Amazon Echo

Und jetzt kocht sie auch noch! Das Alexa-Alphabet von M bis Z

Borussia Dortmund ist Deutscher Alexa-Meister, kein Mensch kauft per Sprachsteuerung ein – und auch wenn Alexa nur aus Bits und Bytes besteht, freut sie sich, wenn man höflich mit ihr umgeht. Das alles gab’s im ersten Teil des Alexa-Alphabets von LEAD zu erfahren. Heute verraten wir noch mehr über Amazons ebenso allgegenwärtige wie neugierige Assistentin, in Teil zwei von M bis Z.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Wer zum ersten Teil des Alexa-Alphabets möchte: Amazons Schlaumeierin - von A bis L

Mitarbeiter: Laut Amazon-Gründer Jeff Bezos haben 2016 rund 1.000 Mitarbeiter nur an Alexa und den damit verbundenen Produkten gearbeitet. Ein Jahr später waren es laut offizieller Infos von Amazon bereits über 5.000. Gegenüber den 575.000 Menschen, die der Versandhändler weltweit beschäftigt, ist das zwar nur ein verschwindend geringer Teil. Im Vergleich zu den meisten anderen Elektronikherstellern ist "Alexa Inc." aber riesig. Hersteller wie der Fitnessspezialist Fitbit mit 1.700 Beschäftigten können mit dem Entwicklungstempo von Amazon längst nicht mehr mithalten.

Alexa Mikrowelle
Hier kocht Alexa – oder sie wärmt zumindest auf. Amazons neue Mikrowelle mit Sprachsteuerung (Foto: Amazon)

Neuheiten: Alexa soll künftig den gesamten Haushalt der Amazon-Kunden steuern und komfortabler machen – und immer noch mehr Daten an den Online-Händler liefern. Ende September stellte Amazon unter anderem eine Wanduhr, eine Sicherheitskamera und als skurrilste Neuheit eine Mikrowelle mit Sprachsteuerung vor. Alexa soll ab Ende 2018 also auch noch für ihre Besitzer kochen! Wer sich für die nur 60 Dollar (52 Euro) teure "AmazonBasics Microwave" erwärmen kann, muss keine komplizierten Werte wie "Sechs Minuten bei 100 Prozent" mehr eingeben – sondern trägt Alexa nur noch auf: "Mach (bitte) die gebackene Kartoffel warm!" oder "Tau (bitte) 300 Gramm Brokkoli auf!". Die künstliche Intelligenz stellt dann genau das richtige Programm ein. "Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der es Tausende solcher Geräte gibt", verrät Amazons Hardware-Chef David Limp.

Anzeige
Echo Knopf
Schluss mit der Neugierde! Dafür gibt es am Echo links einen eigenen Knopf (Foto: Amazon)

Ohren zu! Wer den Komfort von Alexa schätzt, sich aber nicht rund um die Uhr belauschen lassen will, kann an den Echo-Geräten die Spracherkennung deaktivieren. Dafür gibt es einen eigenen Knopf mit durchgestrichenem Mikrofon an der Hardware. Er wirkt – offenbar ohne Einflussmöglichkeit von Amazon – direkt auf die eingebauten Mikrofone und bietet damit hohe Sicherheit. Datenschützer empfehlen ohnehin: Wer sich tatsächlich Alexa nach Hause einlädt, sollte die Mikrofone nur dann aktivieren, wenn er die Spracherkennung tatsächlich benötigt. Das ist zwar unpraktischer, schützt aber die Privatsphäre. Weitere Option für den Datenschutz: Auf der Amazon-Webseite lassen sich alle Sprachmuster löschen, die ein Echo bisher von seinen Nutzern gesammelt hat. Nachteil: Die gelernte Spracherkennung verschlechtert sich dadurch wieder.

Benedict Cumberbatch
Wie süß, auch Alexa hat einen Boy Crush: Benedict "Sherlock" Cumberbatch (Foto: Wikipedia)

Persönlichkeit: Schon mehrfach haben Fachleute anhand der Stimme der US-Alexa versucht, ein Persönlichkeitsprofil der Digital-Dame zu erstellen. Die Ergebnisse anhand des standardisierten Myers-Briggs-Tests dürften Amazon gefallen: Alexa ist demnach gefühlvoll, kommunikativ, sorgfältig, hilfsbereit und fleißig. Und sie steht auf den englischen Schauspieler und "Sherlock"-Darsteller Benedict Cumberbatch!

Call To Action 1200X1200 Lead September
Fokussier dich!

Die neue LEAD-Ausgabe entführt dich in die Welt der Fotografie. Welche Rolle sie und ihre digitale Weiterverwertung heute spielen und was es für Möglichkeiten gibt, erfährst du in 3 spannenden Geschichten im Heft. Aber auch Themen wie E-Sports, künstliche Intelligenz und Marketingtechnologien sind Teil der aktuellen Ausgabe. LEAD 03/18 erhältst du am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.


Quellen: Alle Anfragen an Alexa werden auf den Amazon-Servern verarbeitet, die die Töne in Text umwandeln und dann aus den verschiedensten Quellen Ergebnisse liefern. Zentrales Element für die Beantwortung der Fragen ist die sagenumwobene "Wissensmaschine" Wolfram Alpha des britischen Wissenschaftlers Stephen Wolfram. Sie liefert im Gegensatz zu Google keine Liste von Ergebnissen, die für Sprachausgabe nicht geeignet wäre – sondern nur eine einzige, konkrete und (meist) richtige Antwort.

Raumschiff Enterprise: Erklärtes Vorbild der Alexa-Entwickler war der Bordcomputer von Raumschiff Enterprise. Hardware-Chef David Limp erklärt, warum: "Egal, wo man auf der Enterprise war, man konnte einfach einen Knopf drücken oder mit der Brücke sprechen, und der Computer hat alle Fragen beantwortet – völlig egal, um was es ging. Alexa sollte genauso funktionieren. Bis wir so weit sind wie auf der Enterprise, wird es noch Jahre dauern. Aber das ist das Ziel." Und dann können wir uns alle wie Captain Kirk, Spock und Pille fühlen.

Skills: So heißen die Erweiterungen für Alexa, die sich mit Apps vergleichen lassen. Laut der Agentur Voicebot.ai, die sich auf Sprachsteuerung spezialisiert hat, gibt es in den USA mittlerweile über 50.000 Skills ("Fähigkeiten"). In Deutschland sollen es rund 5.200 sein. Ein Alexa-Skill lässt sich auf jedem Gerät mit Amazons Sprachsteuerung verwenden, nicht nur auf dem Echo. Mit dem Entwickler-Werkzeug Alexa Skills Kit lassen sich Skills relativ einfach programmieren. Die deutschen Skills, von den Lottozahlen und dem Pizza-Service über Radio Nordseewelle bis zum Katzen-Simulator für einsame Tierliebhaber, finden sich auf der Amazon-Webseite. Sie lassen sich per Alexa-App aktivieren. Dass der Großteil der Skills nicht ganz so erfolgreich ist wie von Amazon erhofft, zeigt eine weitere Untersuchung von Voicebot.ai: 61 Prozent der Skills im Amazon Store haben null Bewertungen, und nur ein Prozent kommt auf mehr als 100 Bewertungen.

Toni Reid
Sie ist "Mama Alexa" und für die Weiterentwicklung der Sprachsoftware zuständig: Amazon-Managerin Toni Reid (Foto: Amazon)

Toni Reid: Der Vater von Alexa ist – eine Mutter. Toni Reid leitet als Vice President Amazons Echo-Sparte und gilt als treibende Kraft hinter der Weiterentwicklung von Alexa. Ihr Traum: "Ich wünsche mir eine Welt, in der Sprachsteuerung völlig normal ist, und in der die Menschen nicht mehr ständig auf Bildschirme starren." Ihr größter Erfolg: Bei 15 Prozent der US-Amerikaner "wohnt" Alexa mittlerweile schon Zuhause. Ihr skurrilstes Erlebnis während der Alexa-Entwicklung: Bei der Renovierung ihres Hauses versteckte sie einen Echo-Prototypen in einer Schublade – der plötzlich zu plappern begann. Geheimhaltung ade! Die Amazon-Veteranin (obwohl erst 45) war von der Personalabteilung bis zur Online-Werbung schon in vielen Firmenbereichen tätig – "und jedes Mal, wenn ich einen neuen Job bei Amazon habe, fühlt es sich an wie bei einem Startup". Mittlerweile, amüsiert sich Toni Reid, habe sie drei Töchter: Maelle, Isabelle – und Alexa.

Echo Sub
Soll für besseren Klang sorgen: Der neue Echo Sub, der erste Bass-Subwoofer von Amazon (Foto: Amazon)

Updates: Ab 11. Oktober verkauft Amazon in Deutschland die neueste Echo-Generation. Wichtigste Neuheit ist der Smart-Lautsprecher Echo Plus für 150 Euro, mit dem Musik jetzt besser klingen soll. Der Echo Show mit vergrößertem 10-Zoll-Bildschirm für 230 Euro kann seinen Besitzern mit nunmehr acht Mikrofonen noch genauer zuhören. Der kleine Echo Dot (60 Euro) klingt, trotz 70 Prozent mehr Lautstärke als beim Vorgänger, nach wie vor nicht besonders gut - ist aber groß genug, um Alexa-Befehle entgegenzunehmen und auszuführen. An Musikfans wendet sich der Echo Sub, der 130 Euro kostet – ein Subwoofer, der mit zwei vernetzten Echos ein 2.1-Musiksystem ergibt.

Video: Alexa kann sogar rappen – zumindest im Musikvideo der Londoner Hip-Hopper Too Many T’s, das bei YouTube mittlerweile auf fast eine Million Aufrufe kommt. Es gibt auch eine interaktive Version, auf die der Nutzer Einfluss nehmen kann, und die nur auf Alexa-Geräten läuft. "Wir haben wochenlang daran gebastelt, damit wir den Song auch live performen können", verraten die Too Many T’s über das erste Musikstück mit künstlicher Intelligenz an den Lead Vocals.

Wechseln: Bisher spricht Alexa bekanntlich nur Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch. Aber für englischsprachige Nutzer gibt es mehrere Optionen. Denn sie können zwischen britischem Englisch und amerikanischem Englisch wählen. Wem der US-Slang auf die Nerven geht, der kann per Alexa-App zu wesentlich distinguierterem "British English" wechseln. Das Problem dabei: Damit verändert sich auch die Spracherkennung. Und die "britische Alexa" hat durchaus ihre Probleme mit US-Nutzern – und umgekehrt.

Zukunft: Sie sieht glänzend aus für Alexa, Siri, Cortana und ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Marktforscher von Ovum erwarten, dass es im Jahr 2021 über 7,5 Milliarden Assistenten mit Sprachsteuerung gibt – also etwa ein Gerät für jeden Menschen auf der Erde. Der Google Assistant soll demnach mit einem Marktanteil von 23,3 Prozent dominieren, vor Samsungs Bixby (14,5 Prozent), vor Apples Siri (13,1 Prozent), Alexa (3,9 Prozent) und Microsofts Cortana (2,3 Prozent). Dass Amazons Assistentin so weit hinter die in Sachen künstliche Intelligenz bisher weitaus unterlegenen Bixby und Siri zurückfällt, gilt aber als steile These.

Teaserbild Neu
Minimal-Onliner oder Technik-Enthusiast?

Tinder ersetzt die Bar, Alexa die Sekretärin. Die digitale Welt ist mit der realen Welt längst eins geworden. Nur will die Realität nicht jeder wahrhaben. Wie souverän bewegst du dich im vernetzten Leben?

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote