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Jump Uber Teaserfoto
Geboren in San Francisco, jetzt auch in Berlin unterwegs: die E-Bikes von Uber (Foto: Uber)
E-Bike E-Mobility Uber

Uber mit Jump-Start in Berlin

Uber startet seine E-Bikesharing-Plattform Jump ab Donnerstag in Berlin. Nach einer erfolgreichen Pilotphase stehen in einem ersten Schritt 1000 Elektrofahrräder zur Anmietung bereit. LEAD-Autor Michael Gronau hat gleich eine Probefahrt gemacht.

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Uber-raschung in der Hauptstadt: Nach einer erfolgreichen Pilotphase können Berliner ab sofort auf Elektrofahrräder der Uber-Marke Jump springen. Zum Start stehen in 12 Berliner Bezirken 1000 knallrote Premium-Elektrofahrräder stationsfrei bereit. Berlin ist die erste deutsche Stadt, in der Jump an den Start geht. Jump gibt es schon in Brüssel, Paris und Lissabon.

Christian Freese, Regional General Manager von Jump, erklärt: "Mit Jump wollen wir noch mehr Menschen für das Fahrrad begeistern und motivieren, ihr Auto stehen zu lassen. E-Bike-Sharing bringt den Stadtverkehr nachhaltig voran." Außerdem, so Freese, würden die Jump-Räder helfen, "die Verkehrswende hin zu einer lebenswerten Fahrradstadt zu beschleunigen". Jump kann aber nicht nur bei Staus zum Einsatz kommen, sondern auch, um von der U-Bahn-Station gemütlich nach Hause zu radeln.

Gegründet wurde die Marke bereits 2010 in San Francisco. Verstopfte Verkehrswege und die berühmten hügeligen Straßen der kalifornischen Stadt machten neue Mobilitätskonzepte notwendig. Jump expandierte seitdem in 40 Städte weltweit mit 12.000 E-Bikes. Im April 2018 wurde Jump von Uber, der weltweit größten Mobilitätsplattform, für 200 Millionen Dollar übernommen. Uber treibt den Ausbau voran, jetzt also auch in Berlin.

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Jump Reihe
1000 Fahrräder stehen zum Start in 12 Stadtteilen bereit (Foto: Gronau)

So funktioniert Jump

Ausgeliehen werden die E-Bikes direkt über die kostenlose Uber-App (Download-Link für iOS/Downloadlink für Android). Eine Registrierung ist Pflicht. Für die Bezahlung muss eine Kreditkarte hinterlegt werden. In Kürze ist auch PayPal möglich.

Sind diese ersten Schritte erledigt, wird in der oberen Navigationsleiste der Uber-App das Fahrrad-Symbol ausgewählt. Dort kann auch ein Mietwagen (UberX), ein reguläres Taxi (Uber Taxi) oder eben das Jump-E-Bike angesteuert werden. Die Anwendung zeigt dann mittels roter Punkte auf der Karte die Standorte der Jump-Räder.

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Das nächstgelegene emissionsfreie Fortbewegungsmittel lässt sich direkt über die App entsperren. Dazu wird der QR-Code, der sowohl am Lenker als auch am hinteren Teil des Rades zu sehen ist, einfach mit der Smartphone-Kamera gescannt. Das war's auch schon. Helm auf (auch wenn es für E-Bikes in Deutschland noch keine Helmpflicht gibt) und ab geht die Fahrt.

Jump Indoor Ansicht
In knallroter Optik ist das Jump-E-Bike im Straßenverkehr nicht zu übersehen (Foto: Gronau)
Jump Lenker
Der Lenker mit Symbolen für Akku-Stand und dem Hinweis, ob das Rad abgeschlossen wurde – ergänzt um den großen Fahrradkorb (Foto: Gronau)

Die Jump-E-Bikes werden in Portugal zusammenmontiert. Zulieferer kommen aus der ganzen Welt. Aus Deutschland steuert beispielsweise die renommierte Firma Schwalbe die Reifen für Jump bei. Zur Ausstattung gehören XXL-Akku (Reichweite bis zu etwa 50 Kilometer), Scheibenbremsen, 3-Gang-Schaltung, Handyhalterung, höhenverstellbarer Sattel und ein großer Fahrradkorb, der bis zu 10 Kilo Last verträgt.

Preise und Verfügbarkeit

Jump-E-Bikes sind in Berlin in 12 Stadtteilen und auch über den S-Bahn-Ring hinaus verfügbar. Den Anfang machen Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte, Gesundbrunnen, Tiergarten, Neukölln, Prenzlauer Berg, Pankow, Tempelhof, Schöneberg, Alt-Treptow und Weißensee. Uber verspricht, dass weitere Bezirke – abhängig von der Nachfrage – folgen werden.

Während in den USA 2 Dollar für 30 Minuten (jede weitere Minute 7 Cent) gezahlt werden müssen, kosten die Jump-Räder in Berlin 1 Euro für die Reservierung und 10 Cent für jede weitere Fahrminute. Die ersten fünf Fahrminuten sind bei der Premieren-Fahrt kostenlos.

Ctab Drohnen Contentbild
Veränderte Sichtweise!

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Wer sein Rad außerhalb des Jump-Gebiets abstellt, wird mit 25 Euro zur Kasse gebeten. Jump-Radler sind bei Unfällen oder anderen Problemen versichert. Damit die Räder stets mit aufgeladenem Akku und in Top-Zustand vorgefunden werden, ist in Berlin ein 40-köpfiges Service-Team Tag und Nacht unterwegs, um die E-Bikes zu warten.

Gronau Jump
LEAD-Reporter Michael Gronau ist bereit für den Praxistest (Foto: privat)

Jump im Praxistest

Den Start von Jump in Berlin habe ich gleich einmal zum Anlass genommen, das neue E-Bike auszuprobieren.

Wer noch nie auf einem Elektrofahrrad saß: Weitere Kenntnisse sind nicht erforderlich. Wie beim normalen Fahrrad wird in die Pedale getreten. Mit 3 Gängen unterstützt das E-Bike das Fahren mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h.

Meine Fahrt führte mich vom Alexanderplatz in Berlin-Mitte nach Kreuzberg zum Mehringdamm.

Dies ist eine Strecke von knapp sechs Kilometern, die in 22 Minuten entspannt erledigt war, gemütlich vorbei an diversen Staus. Während an der Leipziger Straße beispielsweise vom Schneckentempo genervte Autofahrer die Hupe drückten, habe ich bei einem kurzen Stopp lieber die Aussicht auf den Berliner Dom genossen.

Jump Vor Berliner Dom
Das Jump-E-Bike vor der Kulisse des Berliner Doms (Foto: Gronau)

Die Ausstattung fühlt sich hochwertig an, kein Vergleich zu den traditionellen Leihrädern von Nextbike & Co., die auch überall im Berliner Stadtbild zu finden sind. Meist umgekippt und in schlechtem Zustand, irgendwo am Straßenrand oder sogar im Gebüsch.

Schon die erste Fahrt zeigt: Die knallrote Signalfarbe wirkt, die Menschen drehen sich nach dem geräuschlosen Jump interessiert um.

Uber hat in Studien festgestellt, dass schon im ersten Jahr 63.000 Nutzer 625.000 Fahrten unternommen haben. Erstaunlich: Mehr als 5000 Touren waren länger als 24 Kilometer. Auch ich kann mir vorstellen, künftig auch für längere Touren auf das E-Bike umzusteigen und es nicht nur für die Einkaufsfahrt zu nutzen.

Jump Mehringdamm
Ankunft am Mehringdamm. Im Hintergrund das schlossartige Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg (Foto: Gronau)

Endstation Mehringdamm. Kein bisschen Schweiß habe ich vergossen, aber immerhin habe ich laut Apple Watch trotzdem auf den ersten knapp sechs Kilometern rund 200 Kalorien verbraucht. Jump ist also auch für aktive Menschen ein Tipp, nicht nur für unsportliche, die gemütlich von A nach B kommen möchten.

Doch neben der sportlichen Betägigung waren auf der Fahrt die ungläubigen Blicke anderer Radfahrer das Amüsanteste. Es ist so einfach, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Wir müssen nur alle anfangen, am besten direkt bei uns selbst.

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