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(Foto: Dan Leydon/Giphy)
OMR Podcast Fußball

Transfermarkt.de: Mit cleverem Community-Building zu über vier Millionen Nutzern pro Monat

Transfermarkt-Gründer Matthias Seidel erzählt im OMR-Podcast, wie er die riesige Fußball-Community aufgebaut hat.

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Wochenlang lief die heiße Transferphase im Weltfußball. Einer der größten Profiteure: Die deutsche Fußball-Community Transfermarkt.de. Die Seite verzeichnete an einzelnen Highlight-Tagen in dieser Zeit über vier Millionen Visits am Tag.

Transfermarkt.de ist einer der wenigen deutschen Publisher, der nur online groß geworden ist. Im Jahr 2000 gründet Matthias Seidel das Portal aus seinem kleinen Online-Unternehmen heraus. „Ich war als Fan von Werder Bremen nach Hamburg gekommen und da war es auch über das Internet schwer, an Neuigkeiten zu meinem Verein zu kommen“, sagt er im OMR-Podcast. „Ich dachte damals, ich frag einfach mal in den typischen Vereins-Foren, ob es nicht den ein oder anderen gibt, der Transfer-Gerüchte und News rund um die jeweiligen Vereine zusammentragen will.“ Er habe noch mit Microsoft Frontpage das Design der Seite aufgesetzt und einfach bei Denic geguckt, welche passenden URLs noch frei sind. So startet Transfermarkt.de als News-Community mit Schwerpunkt auf Spielertransfers.

News, Datenbank, Community: Drei Säulen helfen beim Wachstum

„Wir hatten schon zum Start immer die spannendsten und neuesten Gerüchte aus der Community. Das hat direkt geholfen, stark zu wachsen“, sagt Seidel. In der Folge baut Transfermarkt eine Spielerdatenbank auf, die heute 550.000 Fußballer umfasst. Hier sind Daten wie der Marktwert, ehemalige Vereine und persönliche Infos hinterlegt. „Mit der Datenbank sind wir natürlich Googles bester Freund. Die Suchmaschine sieht, dass Fans auf unserer Seite auch die richtigen Informationen finden“, sagt der Gründer. Dabei wird auch hier die Community aktiv mit einbezogen, die Datenbank funktioniert wie Wikipedia und registrierte Mitglieder können Änderungen vornehmen.

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Die dritte große Säule ist das Newsportal, für das mittlerweile sieben festangestellte Redakteure schreiben. Das Erfolgsrezept sei laut Seidel aber, die drei Bereiche zu verbinden: „Wer heute einen Blick in unsere Gerüchteküche wirft, merkt das. Die Gerüchte kommen aus der Community, werden von der News-Redaktion verarbeitet und der betreffende Spielereintrag aus der Datenbank wird auch eingebunden.“ Im August dürften die Zugriffszahlen die aus dem Juli 2018 (laut AGOF knapp 4,2 Millionen Unique User) noch einmal übertreffen.

Internationalisierung mit deutscher Brand

Schon 2008 kauft Axel Springer 51 Prozent der Anteile an Transfermarkt.de. Matthias Seidel hält heute 39 Prozent am Unternehmen, die restlichen zehn Prozent entfallen auf den österreichischen Vermarkter e-quadrat. „Ich sehe Axel Springer aber eher als Business Angel, der beim Wachstum hilft“, sagt Seidel. Zu dem Zeitpunkt hätte er drei Mitarbeiter gehabt, heute sind es 35. Auch in anderen Fragen sei das Portal bis heute unabhängig vom Medienkonzern. Dieser habe vor allem bei der Internationalisierung geholfen.

Was verblüfft: In vielen Ländern tritt das Unternehmen mit dem deutschen Namen auch in der URL auf. „Wir dachten uns, kindergarden hat sich ja auch durchgesetzt. In England ist transfermarket.co.uk derzeit nicht stärker als transfermarkt.co.uk“, so der Gründer. „All unsere Auslandsmärkte zusammen sind heute so groß wie die deutsche Seite.“

Wieso Transfermarkt bis heute kaum Marketing-Budget in die Hand nimmt und welcher Spielertransfer für den größten Traffic gesorgt hat, hörst du im Podcast.

Dieser Artikel erschien zuerst bei den Online Marketing Rockstars.

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