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Symbolbild Screenshot C (Fotolia Natali Mis) 125075931
(Bild: Fotolia Natali Mis)
Tooltipp Nimbus Kolumne

Tooltipp: Nimbus Screen Capture

Im Tooltipp der Woche geht es diesmal um das Screenshot-Werkzeug Nimbus Screen Capture. Es ist kostenlos und webbasiert.

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Werkzeuge, mit denen man Screenshots erstellt, gibt es wie Sand am Meer. So bringt jedes gängige Betriebssystem diese Funktion bereits mit. Mein persönlicher Favorit ist das kostenlose Nimbus Screen Capture, das als Browser-Plugin für Chrome, Firefox und Opera sowie als App für Android, Windows und Mac erhältlich ist. Da unsere Infrastruktur zu 95 Prozent webbasiert in der Cloud organisiert ist und ich zum Arbeiten ohnehin fast ausschließlich den Browser verwende, nutze ich auch hier die Erweiterung für Chrome.

Screenshot Nimbus Browser Plugin Funktionen Klein
(Bild: Nimbus Screen Capture)

Neben den üblichen Aufnahme-Modi wie "Sichtbarer Teil der Seite", "Ausgewählter Bereich" oder "Browser Fenster" verfügt Nimbus Screen Capture über zwei Funktionen, die ich nicht mehr missen möchte. Zum Einen ist da der intuitive Editor, mit dem ich den Screencast mit Kommentaren und Skizzen versehen kann. Dieser öffnet sich unmittelbar nach der Aufnahme des Screenshots.

Screenshot Nimbus Editor

Zum Anderen lassen sich mit der Funktion "Record Video" bequem Screencasts direkt aus dem Browser erstellen. Bei einem Screencast übertrage ich meinen Bildschirm und alles was ich darauf mache sowie - falls gewünscht - meine Anmerkungen dazu. Dieses Setup eignet sich hervorragend zur Aufnahme von Tutorials oder Anwendungsschulungen.

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Screenshot Funktion Record Video Upload
(Bild: Nimbus Screen Capture)

Wie kann ich Nimbus Screen Capture beruflich nutzen?

Screenshots und Screencasts werden immer dann benötigt, wenn ich etwas von meinem Bildschirm dokumentieren, beziehungsweise mit anderen teilen möchte. Statt umständlicher Erklärungen wie "im unteren Bereich ist zu viel Weißraum, bitte die Box von oben rechts nach unten links schieben" lassen sich solche Änderungswünsche leicht visualisieren. Dazu erstellt man einfach einen Screenshot der gewünschten Seite, ergänzt im Editor seine Wünsche und teilt das kommentierte Bild anschließend mit dem Mitbearbeiter. Praktischerweise ermöglicht es Nimbus, diese drei Schritte direkt im Browser - sofern man das Browser-Plugin nutzt - auszuführen. Das ist eine große Stärke des Tools. Früher benötigte ich dafür drei separate Tools: eines für den Screenshot, einen Editor für die Kommentare und ein Tool zum Teilen (zum Beispiel E-Mail).

Screenshot Kommentiert Mit Nimbus Klein
(Bild: Nimbus Screen Capture)

Den häufigsten Anwendungsfall bilden demnach einfache und kommentierte Screenshots. Darüber hinaus kann man mit den Zeichen- und Textfunktionen des Editors ganze Scribbles, z.B. für die Adaption von Landingpages erstellen. Sicher nicht in der Professionalität und Funktionsvielfalt von echten MockUp-Tools, aber für die schnelle und unkomplizierte Anwendung allemal hilfreich.

Wie oben bereits erwähnt schätze ich besonders die Screencast-Funktion. Beruflich nutze ich diese vor allem für unsere netzstrategen Akademie. Neben den herkömmlichen Präsenzformaten wie Seminaren oder Workshops bieten wir hier auch Online-Kurse an. Alles, was ich im Seminar “mal eben schnell im Browser” demonstriere, kann ich mit Hilfe von Screencasts auch im Online-Kurs als Video zur Verfügung stellen. Darüber hinaus eignet sich die Funktion vor allem bei Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zum Beispiel bei der Einführung eines neuen Backends für die Redaktion.

Wie kann ich Nimbus Screen Capture privat nutzen?

Im Grunde kann ich das Tool privat für die gleichen Dinge nutzen wie beruflich. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich privat deutlich seltener Screenshots aufnehme oder teile. Ein Szenario könnte der "EDV-Support" für die eigenen Eltern sein. Wer hat noch nicht versucht am Telefon zu erklären, wie Papa jetzt zu dieser bestimmten Funktion kommt, wo der Anhang zu finden ist und wie er diesen weiterleitet. Auch hier können Screenshots (oder noch besser Screencasts) lange Telefonate voller Missverständnisse und Spannungen vermeiden.

Warum nutzen wir das Tool?

Bei uns netzstrategen gibt es ein Set von etablierten Tools, die wir nutzen, zum Beispiel Asana, Slack und Google Drive. Hierauf haben wir uns irgendwann einmal verständigt und auch Konventionen für die Nutzung der Tools verabschiedet. Daneben gibt es viele kleine Helfer, die jeder für sich individuell auswählt. So auch die Tools zum Erstellen von Screenshots. Ich habe mich für Nimbus Screen Capture entschieden, weil es sich perfekt in meine Arbeitsumgebung einfügt:

  • Als Browser-Plugin habe ich es immer griffbereit, da sich meine Arbeit fast ausschließlich im Browser abspielt.
  • Es vereint die verschiedenen Screenshot-Modi mit einem intuitiven Editor. Das spart Zeit und zusätzliche Tools.
  • Es gibt Integrationen für Google Drive und Slack, mit denen ich den kommentierten Screenshot direkt in den Tools teilen kann, die ich ohnehin nutze.
Screenshot Save

Darüber hinaus habe ich die praktische Screencast-Funktion zu schätzen gelernt. Hierfür gibt es zwar eine ganze Reihe eigens entwickelter Tools wie Teamviewer oder Google Hangouts OnAir. Die einfache Bedienung direkt aus dem Browser ist hier wieder ein klares Argument für Nimbus.

Welchen Fehler hat das Tool?

Screenshot-Tools sind einfache Werkzeuge. Das bedeutet: sofern sich die Grundfunktionalitäten zuverlässig und intuitiv ausführen lassen, gibt es nur wenig mögliche Fehler. Beim Schreiben dieses Artikels habe ich trotzdem einen Fehler gefunden, der fast schon absurd erscheint. Zur Illustration der Funktionsweise von Nimbus habe ich (natürlich) Screenshots erstellt. Nur ließen sich diese ausgerechnet NICHT mit Nimbus aufnehmen. Ich bin beim Versuch gescheitert, einen Screenshot des Browser-Plugins mit dem Browser-Plugin selbst zu erstellen. So habe ich dafür ausnahmsweise den MAC-eigenen Shortcut CMD+SHIFT+4 genutzt.

Was vermissen wir an dem Tool?

Ehrlich gesagt, vermisse ich an dem Tool nicht viel. Vielleicht ein paar zusätzliche Funktionen für den Editor oder eine ansprechendere Weboberfläche für die Verwaltung des Tools. Im Kern bringt es aber alles mit, was ich von dem Tool erwarte.

Welche Hacks gibt es für das Tool?

Zwei besondere Funktionen sind hier zu nennen. Zum Einen die sogenannte "Delayed Screen"-Funktion, bei der der gewünschte Screenshot nicht sofort ausgeführt wird, sondern mit Verzögerung. So hat man als Nutzer die Chance, auf dem Bildschirm noch etwas auszuführen, was für den Screenshot wichtig ist, zum Beispiel das Öffnen eines Dropdown-Menüs, weil man gerade dazu etwas dokumentieren möchte.

Zum Anderen lassen sich bei der Video-Produktion die Auflösung und Bitraten für Audio- und Video an die Nutzungssituation und die Rechnerleistung anpassen. Das ermöglicht die Nutzung der Funktion auch auf Netbooks, die auf nicht so viel Rechenpower zurückgreifen können.

Welche Alternativen haben wir ausprobiert?

Es gibt viele Alternativen auf dem Markt, von denen ich nur wenige ernsthaft getestet habe. Als langjähriger Windows-Nutzer habe ich Fast Stone Capture genutzt. Hier sind die Screenshot-Funktionen ähnlich wie bei Nimbus, allerdings nicht als Browser-Plugin und ohne Video-Funktion, was ich beides nicht mehr missen möchte. Daneben kann man natürlich auch die Screenshot-Funktion des Betriebssystems nutzen, was ich auf dem Smartphone auch häufig mache, weil hier Editor und Teilen-Funktion ebenfalls intuitiv integriert sind. Am Rechner überwiegt in meinen Augen der Nachteil, dass für die Bearbeitung und das Teilen zusätzliche Programme benötigt werden. Letzten Endes ist das genau der Punkt, warum ich Nimbus nutze.

Über den Autor: Lars Grasemann ist waschechter Rheinländer, der als Marketing- und Akademie-Stratege den digitalen Wandel in den Medienhäuser begleitet. Glaubt, dass die vernetzte Welt der beste Inkubator für neue Ideen ist. Die Nationalelf muss aufgrund einer Sportverletzung leider ohne ihn auskommen.

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