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Hangouts2
(Bild: Netzstrategen)
Tooltipp Google Software

Tooltipp: Google Hangout

Tools, die den Alltag erleichtern, gibt es zuhauf. Im Tooltipp der Woche geht es dieses Mal um den Chat- und Konferenzdienst von Google: Hangout.

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Was ist Hangout?

Hangout ist der von Google angebotene Chat- und Konferenzdienst, der Bildschirm- oder browserbasiertes Screensharing unterstützt. Um das Tool zu nutzen brauchst du lediglich eine gute Internetverbindung sowie einen Rechner, ein Smartphone oder Tablet. Das Interface hat Google, wie wir es vom Rest der G Suite gewohnt sind, auf das Notwendigste reduziert: Im Gegensatz zu Alternativen wird der Nutzer klar geführt und nicht mit unnötigen Details, wie einer Einstellung mit dem Titel "Automatic Gain Control" verunsichert.

Wie kann ich das beruflich nutzen?

Du hast dabei verschiedene Möglichkeiten. Wenn dein Unternehmen ein Google-Apps-Abo hat, hast du bereits Zugriff auf Hangout und kannst direkt loslegen. Das lohnt sich vor allem, wenn in Teams gearbeitet wird und die Datenmengen das kostenlose Kontingent sprengen. 

Wenn du lediglich Hangouts nutzen willst, kannst du dir ein kostenloses Google-Konto erstellen. Dabei hast du entweder die Möglichkeit eine neue Google E-Mail-Adresse anzulegen oder eine bereits vorhandene E-Mail-Adresse für dein Google-Konto zu nutzen.

Sobald das Konto angelegt ist, kannst du entweder aus dem Kalender oder direkt per hangouts.google.com loslegen. Für stationäre Rechner oder Laptops ist keine Installation einer Software notwendig. Die Hangouts werden direkt über den Browser gestartet.

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Wenn Du zu einem Hangout einlädst oder dich jemand einlädt, brauchst du nicht zwingend ein Google Konto. Das war früher notwendig, mittlerweile kann man auch ohne an einer Konferenz teilnehmen.

Für alle Streamer ist die Aufzeichnungsfunktion des "Hangout on Air" sehr interessant. Damit wird ein Hangout direkt live als Youtube-Video gespeichert und je nach Einstellung auch direkt veröffentlicht.

Wie kann ich das privat nutzen?

Privat kannst du den Dienst ebenfalls kostenlos - oder kostenpflichtig mit mehr Speicherplatz - in Google Drive nutzen. Für die reine Hangout-Funktion ist kein Abo erforderlich.

Jeder, der ein Android-Endgerät hat, verfügt bereits über ein Google-Konto, da das Betriebsystem damit verwaltet wird. Eventuell hast du also schon ein Konto und auch die App ist bei vielen Smartphones bereits vorinstalliert.

Besonders, wenn ich meinen Eltern oder Verwandten mit technischen Herausforderungen helfe, nutze ich auch privat das Screensharing per Hangout, um die nervige telefonische Fehlersuche durch eine deutlich angenehmere am Bildschirm zu ersetzen. Praktisch ist dabei die simple Oberfläche, was den Start in den Hangout erleichtert und die Suche nach dem richtigen Button extrem beschleunigt. Hangouts bietet die benötigten Funktionen, ohne den User mit zu vielen Optionen zu überfordern und lässt sich dank der Einladen-Funktionalität mit zwei Klicks auch ohne Vorwissen nutzen.

  • Hangouts1
    (Bild: Netzstrategen)
  • Hangouts2
    (Bild: Netzstrategen)
  • Hangouts3
    (Bild: Netzstrategen)
  • Hangout4
    (Bild: Netzstrategen)
  • Hangouts5
    (Bild: Netzstrategen)

Warum nutzen wir das Tool?

Wir nutzten die gesamten Google Apps und schätzen beruflich wie privat die klar definierten Funktionen sowie die Integration in andere Apps, wie beispielsweise Slack. Bei unseren regelmäßigen Meetings wird im Termin direkt die Videokonferenz hinterlegt und es muss sich keiner Anmeldedaten oder Codes merken. Mit einem Klick im Termin nehme ich direkt teil. Einfacher geht es kaum.

Da wir ein größeres Team an mehreren Standorten haben und oft auf Reisen sind, müssen wir uns ständig - sowohl intern als auch extern - mit Kunden abstimmen. Dabei sind Plattformunabhängigkeit und freie Endgerätewahl ein Killer-Argument. Selbst aus dem ICE oder Hotel sind Konferenzen mit zwei Klicks gestartet.

Um Kunden oder andere Dienstleister zu einer Konferenz einzuladen, fügst du einfach nur denjenigen zum Termin hinzu. Wenn ein Hangout für den Termin hinterlegt ist, erhält der Eingeladene einen Link zum Teilnehmen und ist mit einem Klick live dabei.

Gerade bei vielen Teilnehmern kannst du als Moderator der Konferenz auch Teilnehmer muten und unmuten. Das Bild wechselt automatisch auf denjenigen der gerade spricht, sodass man immer den richtigen Fokus hat.

Wie nutzen wir das Tool?

Wir nutzten Hangouts ständig auf Smartphones, an Rechnern, aber auch im größeren Rahmen mit Videokonferenzlösungen, wie den Logitech Konferenz-Sets. Gerade bei vielen Teilnehmern an einem Standort ist oft der Ton ein Problem, da der Abstand zum Mikrofon entscheidend ist.

Welchen Fehler hat das Tool?

Für eine gute Übertragung der Videokonferenz brauchst du eine hohe Bandbreite. Gerade der Upload ist hierbei entscheidend. Auch treten öfter Tonprobleme auf. Oftmals lassen sich diese durch einen Neustart des Gerätes beheben. Automatische Sound- bzw. Pegelsteuerung fehlen im Gegensatz zu Skype und Discord leider ganz. Auch Fehlermeldungen und Verbindungsabbrüche sind oft nicht nachvollziehbar, da der Inhalt der Fehlermeldungen wenig über das Problem verrät.

Was vermissen wir an dem Tool?

Ich würde mir wünschen, dass die Integration mit dem Google Kalender auch für Termine ohne bereits hinterlegten Hangout funktioniert. Zudem wären einige zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten von Vorteil. Eventuell wäre auch eine Sektion mit erweiterten Einstellungen für erfahrene Anwender von Vorteil. Bei Fehlern würden nachvollziehbare Meldungen helfen, die Ursache zu beseitigen. Gerade geringe Bandbreite sollte entsprechend angezeigt werden.

Welche Hacks gibt es für das Tool?

Es gibt eine API und auch mehrere Integrationen, aber nichts was einen jetzt vom Hocker haut: eine davon funktioniert nur bei "Hangout on Air", andere sind schlicht und ergreifend defekt. Da wir alle Google Apps zusammen verwenden, nutzten wir die API nicht. Diese ist aber sicherlich für die Integration in eigene Entwicklungen interessant, wenn Du eine bewährte Konferenzlösung integrieren möchtest.

Welche Alternativen haben wir ausprobiert?

Im privaten Bereich und auch beruflich Bereich habe ich früher Skype genutzt. Neben der Voraussetzung eines eigenen Kontos, ist die Begrenzung und Kostenpflichtigkeit für mehrere Teilnehmer eher abschreckend. Slack verfügt mittlerweile ebenfalls über eine Video- bzw. Telefonfunktion. Diese ist bislang allerdings weder ausgereift noch mit dem Kalender verknüpfbar.

Andrea Blumberg von den netzstrategen ist als Fachinformatiker mit Projektmanagementerfahrung und Know-How in der digitalen Videobearbeitung zwar offiziell Akademie-, inoffiziell aber MacGyver-Stratege. Kann Veranstaltungstechnik aufbauen ohne im Kabelsalat zu enden. Mozart an der Kettensäge.

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