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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Zum Wohl! Der erste künstlich intelligente Whisky

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Zum Wohl! Der erste künstlich intelligente Whisky

Mackmyra Whisky
Der erste KI-Whisky: Ein Prost auf das maschinelle Lernen! (Foto: Mackmyra)

Das schlägt dem Fass den Boden aus! Der bekannte schwedische Whisky-Hersteller Mackmyra hat sich mit Microsoft und mit finnischen Forschern zusammengetan, um erstmals einen Whisky mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu destillieren. Die Destillerie erhofft sich davon "neuartige Rezepte, wie sie Menschen niemals eingefallen wären". Dabei werden die zentralen Prozesse bei der Entstehung des Whiskys mit Hilfe der KI gesteuert – unter anderem die Auswahl der Zutaten, das Mälzen, das Maischen, die Gärung und die Auswahl der alten Fässer für die Reifung. Dafür hat Mackmyra seine sämtlichen Rezepte, Vorgehensweisen und Kundenvorlieben in eine Software destilliert. Maschinelles Lernen soll den Brennmeister und seine Kollegen unterstützen. Entscheidend daran beteiligt ist Microsofts Cloud-Plattform Azure.

Laut Mackmyra kann die künstliche Intelligenz über 70 Millionen verschiedene Whisky-Varianten erstellen – und selbst vorschlagen, welche Rezepturen am vielversprechendsten klingen. Die KI erstellt dabei Rezepte und Vorschläge für den weiteren Prozess, die Herstellung selbst wird aber nach wie vor von menschlichen Experten überwacht. "Unsere Mitarbeiter behalten ihre Jobs. Sie haben immer die letzte Entscheidung", stellt die schwedische Destillerie klar. Die Software greift vorerst ohnehin nur bei einer Whisky-Sorte ein. Allzu viel Hoffnung auf ein Prachtgetränk sollten Whisky-Liebhaber aber nicht haben. Denn Mackmyra lädt bereits im kommenden Herbst zur ersten Verkostung ein. Allzu weit her mit dem Geschmack kann es nach nur wenigen Monaten Reifung nicht sein – trotz Noten von Anis, Ingwer, weißem Pfeffer und Zitrusfrüchten, die sich die KI ausgedacht hat.

Microsoft: Warum der Notfall-Patch für Windows XP so beunruhigend ist

2001 ist Windows XP erschienen, und vor fünf Jahren hat Microsoft den Support des Betriebssystems offiziell eingestellt. Seitdem werden – eigentlich – keine Sicherheitslücken mehr geschlossen. Bereits 2017 hat Microsoft allerdings wegen des "WannaCry"-Virus einen unplanmäßigen XP-Patch herausgegeben. Und nun ist es wieder so weit. Aufgrund einer neuen schweren Sicherheitslücke hat Microsoft ein Update für XP sowie für Windows Server 2003, Windows 7 und Windows Server 2008 veröffentlicht. Der Fehler, so der US-Konzern, befindet sich in den Remote Desktop Services für den Fernzugriff auf Rechner. Das Leck sorgt dafür, dass diese Zugriffe auch ohne Zustimmung des Nutzers funktionieren. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor "möglichen wurmartigen Angriffen" und empfiehlt eine Aktualisierung der betroffenen Rechner.

Auch 18 Jahre nach Veröffentlichung arbeiten weltweit immer noch viele Millionen von Computern mit XP. Aufgrund der unverändert großen Verbreitung hat sich Microsoft nun zu dem Notfall-Patch entschlossen. Sicherheitsexperten halten den Vorgang für beunruhigend. Denn, so Jean Taggart von Malwarebytes: "Allein durch die Erwähnung der Remote Desktop Services wissen Angreifer nun, wo sie ansetzen müssen." Und weil Microsoft das veraltete System – verständlicherweise – nicht mehr regelmäßig aktualisiert, könnte es zu weiteren Lücken kommen. XP-Rechner wären dann noch gefährdeter als bisher schon. Windows 8 und Windows 10 sind nicht betroffen. Bester Schutz vor Angriffen ist damit das Update auf die beiden aktuelleren Systeme.

iOS 13: Bitte nachmachen, Apple!

"Das finale Konzept" – so selbstbewusst hat Designer und Apple-Experte Nicholas Ghigo seine Ideen zu iOS 13 genannt, die er nun in einem spektakulären Video präsentiert. Der Italiener zeigt darin zahlreiche neue Funktionen, die sich viele Apple-Fans wünschen – ein komplett überarbeitetes Control Center, übersichtlichere Messages, Schnellzugriff auf die wichtigsten Emojis in der Tastatur oder frei definierbare Buttons im Sperrbildschirm. Die zweieinhalb Minuten sind faszinierend. Und es wäre den Nutzern zu wünschen, dass Apple solch einen Aufbruch in die iOS-Neuzeit endlich wagt. Ob es wenigstens einige von Nicholas Ghigos Ideen in die Wirklichkeit schaffen, erfahren wir am 3. Juni auf der WWDC in San José.

Galaxy Fold: Diese Änderungen plant Samsung

Erstmals seit dem Galaxy-Fold-Desaster Ende April gibt es Informationen dazu, wie Samsung sein Falt-Phone retten will. Laut Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News plant der Hersteller, die problematische Schutzfolie, die US-Tester versehentlich vom Bildschirm gepult hatten, unter das Display zu packen. Das würde sie vor Beschädigung schützen. Mehrere Öffnungen am Gehäuse, durch die Fremdkörper unter den Schirm gelangen konnten, sollen verschlossen werden – so gut das bei einem beweglichen Display nur möglich ist. Die aktualisierte Version des Fold soll dann zunächst im koreanischen Mobilfunknetz getestet werden. Das offizielle Comeback und der Verkaufsstart könnten laut Yonhap News dann im Juni (2019) anstehen. Dieses Datum, so Engadget, sei aber noch längst nicht in Stein gemeißelt.

Der Traum vom Gamecube Classic

Es gibt gleich drei aktuelle Nachrichten von Nintendo: In Japan hat die Switch-Konsole erstmals die PlayStation 4 überholt – die dort aber längst nicht so populär ist wie im Rest der Welt. Zwei Jahre nach ihrem Start hat die Switch auf dem Heimatmarkt mit 8,125 Millionen verkauften Exemplaren die PS4 überholt, die laut Spielemagazin Kotaku fünf Jahre für 8,077 Millionen Stück brauchte.

Ebenfalls neu von Nintendo ist die Pokémon-App Rumble Rush, die bereits 2017 unter dem Namen Pokéland angekündigt worden war, und die nun erstmals im australischen Google Play Store auftauchte. Damit dürfte auch in Deutschland der Start des Spiels für iOS und Android kurz bevorstehen. Nicht neu von Nintendo ist leider der funktionstüchtige Gamecube Classic, den Designer Madmorda gebaut hat und nun in einem Video zeigt. Nintendo-Fans würden für eine verkleinerte Version der 2001er-Konsole – beinahe – töten. Bleibt die Hoffnung, dass die Japaner den an sich überfälligen Gamecube Classic doch noch irgendwann aus dem Hut ziehen.

Das Ende vom LEAD: Wäre Donald Trump als Präsidentin besser?

Der neue Snapchat-Filter, der aus Männerfotos Frauenfotos macht – und umgekehrt – hält Social Media in Atem. Viele Nutzer geben zu, dass sie Snapchat kurzzeitig noch einmal neu installiert haben, um bei dem Foto-Jux mitzumachen. Eines der Lieblingsopfer ist Donald Trump. Twitter dazu: "Haha, er sieht aus wie Hillary." Ob der US-Präsident als US-Präsidentin eine bessere Figur abgeben würde?

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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