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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Zehn Jahre nach Robert Enke – Datenbrille simuliert Depressionen

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit dem neuen Facebook-Logo und mit dem App-Bonusprogramm von Google.

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Zehn Jahre nach Robert Enke: Datenbrille simuliert Depressionen

Impression Depression
Teresa Enke mit Datenbrille und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Foto: Robert-Enke-Stiftung)

Am 10. November jährt sich zum zehnten Mal der Todestag von Fußball-Nationaltorwart Robert Enke. Er litt unter Depressionen und nahm sich 2009 das Leben. Seither engagiert sich seine Witwe Teresa Enke in der Aufklärungsarbeit rund um die Volkskrankheit Depressionen. Mit der von ihr initiierten Robert-Enke-Stiftung versucht sie, über die Erkrankung zu informieren und Betroffenen zu helfen. Als neueste Inititative stellte Teresa Enke jetzt das Projekt "Impression Depression" vor, bei dem gesunde Menschen mit Hilfe einer Datenbrille zumindest einen Eindruck davon erhalten, wie sich Depressionen anfühlen.

"Ich fand es erschreckend, es war eine Grenzerfahrung für mich. Und dabei war es ja nur für eine kurze Zeit. Und ich wusste, dass ich die Brille gleich abnehmen kann", verriet Teresa Enke nach einem Selbstversuch. Für die 15-minütige VR-Erfahrung müssen sich die Teilnehmer eine zehn Kilo schwere Bleiweste umhängen. Sie können dann die Szenarien „Depression im Leistungssport“ oder „Depression als Volkskrankheit“ durchleben, die als virtuelle Reise zumindest Facetten einer Depression nachfühlbar machen sollen. Das Projekt geht mit der Brille nun auf Roadtour durch Deutschland. Nutzen sollen die „Impression Depression“ aber nur Gesunde. Wer schon einmal von einer Depression betroffen war, könnte die Erfahrung als zu belastend empfinden.

Streaming Wars: Apple TV+ mit den höchsten Datenraten in 4K

Apple TV+ bietet offenbar die höchsten Datenraten aller Streamingdienste mit 4K-Inhalten. Das ergab jetzt ein erster Test der TV- und Videospezialisten von FlatpanelsHD. Spitzenreiter war dabei die Fantasyserie „See“, die Apple mit durchschnittlich 29 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und mit Höchstwerten von bis zu 41 Mbit/s streamt. Die Naturdoku „The Elephant Queen“ kam auf durchschnittlich 26 Mbit/s. Und selbst der Cartoon „Snoopy in Space“ lag im Schnitt mit 13 Mbit/s für animierte Inhalte ungewöhnlich hoch. Offenbar soll Apple TV+ auch mit brillanter Bildqualität Nutzer anziehen.

Damit liegt der neue Streamingdienst um den Faktor 1,5 bis 2 über einer Blu-ray disc mit Full-HD-Inhalten – aber immer noch nur bei der Hälfte einer 4K-Blu-ray. Im Vergleich zu 4K-Inhalten aus dem iTunes Store, die mit 10 bis 15 Mbit/s gestreamt werden, liegt Apple TV+ deutlich höher, und sollte damit vor allem auf 4K-Fernsehern eine sichtbar bessere Bildqualität liefern. Zum Vergleich: Netflix-Inhalte in 4K laufen in der Regel mit maximal 16 Megabit pro Sekunde.

Play Points: Google startet Bonusprogramm

Google Play Points
"Haben Sie eine Payback-Karte?" Diese Frage stellt nun, rein virtuell, auch Google (Foto: Google)

Playback statt Payback: Google startet sein 2018 in Japan und Südkorea eingeführtes Bonusprogramm „Play Points“ diese Woche nun auch daheim in den USA. Wer Apps, Filme, Serien, Bücher, Abos und In-App-Käufe im Play Store erwirbt, kann als Teilnehmer Punkte erhalten. Es gibt wöchentliche Sonderaktionen. Und wer die speziell vorgestellten "Apps der Woche" kauft, erhält Zusatzpunkte. Die Credits lassen sich laut Google-Blogeintrag für neue Einkäufe nutzen oder für wohltätige Zwecke spenden.

Mit jedem ausgegebenen Dollar klettern die Nutzer im Belohnungs-Ranking weiter nach oben. Dabei gibt es vier Stufen – bis hin zu "Platin", in dem die Gutschriften 40 Prozent höher liegen als in der niedrigsten Kategorie "Bronze". Nur wer regelmäßig im Play Store einkauft, hat die Chance, sich in den höheren Stufen zu halten. Und wie immer bei solchen Bonusprogrammen à la Payback gilt: Am Ende profitiert vor allem der Anbieter, in diesem Fall Google, dem die Teilnehmer noch mehr Daten frei Haus liefern.

Facebook: Neues Logo, aber nicht für Facebook

Facebook Logo 2019
Das neue Logo für den Facebook-Gesamtkonzern tritt in diversen Farben an (Foto: Facebook)

Facebook hat jede Menge Ärger an der Backe – gönnt sich jetzt aber erstmal ein neues Logo. "Dieses Logo wird sicherlich alle Probleme von Facebook lösen", spottet The Verge. Der Schriftzug kommt in Großbuchstaben und nutzt bei Bedarf einen Farbverlauf, der aus dem Jahr 1997 stammen könnte. Er dient als neues Logo für den Mutterkonzern Facebook. Das bedeutet: Das Logo ist immer dann zu sehen, wenn es um den Gesamtkonzern geht. Und es kommt auch bei den Töchtern WhatsApp und Instagram zum Einsatz.

Ein Blogbeitrag zeigt, wie hier künftig in den Apps der Hinweis "from Facebook" zu sehen ist – bei Instagram beispielsweise im Blau-Orange der Foto-App. Bei Facebook selbst, im sozialen Netzwerk, bleibt das gewohnte blau-weiße Logo dagegen erhalten. Laut Marketingchef Antonio Lucio soll das neue Design nochmals verdeutlichen, dass Facebook 15 Jahre nach seiner Gründung nicht mehr nur aus Facebook besteht, "sondern aus einer Reihe von Produkten, die den Menschen dabei helfen, Kontakt zu ihren Freunden und ihrer Familie zu halten". Wie Lucio gegenüber Bloomberg erklärte, hat Facebook auch über einen neuen Namen für den Gesamtkonzern nachgedacht: "Wir wollten dann aber nicht den Eindruck erwecken, dass wir uns vor unseren Problemen verstecken".

Galaxy S11: 108 Megapixel – Samsung plant den Kamera-Overkill

108 Megapixel für die Rückkamera, und eine Dreifach-Frontkamera für Selfies – mit diesem regelrechten Technik-Overkill könnte Samsung im Frühjahr 2020 mit dem neuen Galaxy S11 Apple und Google herausfordern. "Mit aller Wahrscheinlichkeit verwendet das Galaxy S11 einen neuen 108-MP-Sensor", twitterte jetzt der gewöhnlich gut informierte Leaker Ice Universe. Das würde im Vergleich zum aktuellen S10 eine neunfach höhere Bildauflösung bedeuten.

Um damit tatsächlich eine höhere Lichtausbeute und damit gerade bei Dunkelheit bessere Bilder zu liefern, müsste das S11 aber auch einen deutlich größeren Fotosensor erhalten. Diese Technik würde erstmals auch 6K-Videos ermöglichen. Damit könnte Samsung eine neue Runde im Kamera-Wettrüsten der großen Smartphone-Hersteller einläuten. Und vor allem könnten die Koreaner ihren zuletzt angewachsenen Rückstand bei Lowlight-Bildern gegenüber Apple und Google, die bei ihren Kameras vor allem auf künstliche Intelligenz setzen, wieder wettmachen.

Das Ende vom LEAD: Weg Donald – Netflix mit Trump-Filter

Heute startet bei Netflix in den USA die Stand-Up-Show "Lobby Baby" von Comedian Seth Meyers. Und sie bietet einen neuartigen Donald-Trump-Filter. Immer wenn Meyers einen Witz über den US-Präsidenten macht (und es sollen viele sein!), können die Zuschauer den Trump-Gag per Knopfdruck überspringen. So können sie "Lobby Baby" auf Wunsch völlig Donald-frei ansehen. Motto: "Weg Donald!" "Wir hatten es zuerst als Witz geplant. Aber dann wollten wir das unbedingt einbauen", verrät der Comedian über die Skip-Taste für den Präsidenten. Zu erwarten ist laut The Verge allerdings, dass sich seine Fans garantiert keinen Trump-Witz entgehen lassen wollen.

PS, noch ein Ende vom LEAD: Elon Musk ist wieder da

Sein Avatar ist immer noch schwarz, aber er twittert wieder. Elon Musk hat sich nach drei Tagen Pause mit einem Tweet über sein Raumfahrtprogramm SpaceX zurückgemeldet. Nächstes Schweigegelübde gebrochen, aber die Tesla-Jünger nehmen ihren Heiland gern zurück: "Glad to have you back Elon!"

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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Die neuen iPhones werden in diesem Herbst von Apple ins Rampenlicht gerückt. Doch die Smartphone-Sparte schwächelt, die Verkäufe rutschten zuletzt stärker als gewohnt ins Minus. Mit einem Strategiewechselwill sich der Konzern für die Zukunft rüsten. Ob der Plan aufgeht, erfährst du jetzt im aktuellen LEAD Bookazine 3/2019.

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