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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Was passiert, wenn das Internet plötzlich abgeschaltet wird?

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Was passiert, wenn das Internet plötzlich abgeschaltet wird?

Internet Off
Stecker gezogen, Internet offline – und was passiert dann? (Foto: Gizmodo)

Wie abhängig sind wir alle vom Internet? Und was würde passieren, wenn das weltweite Netz plötzlich auf einen Schlag abgeschaltet wird? In seiner Rubrik "Giz Asks" hat das Magazin Gizmodo dazu renommierte Experten befragt. Und die Antworten und Gedanken zur Offline-Apokalypse geben den perfekten Stoff für einen Katastrophen-Film ab. Die französische Forscherin Francesca Musiani prophezeit in ihrem Zukunftsszenario, dass autonome Autos auf einen Schlag stehenbleiben, dass Mautsysteme kollabieren und gigantische Staus verursachen. In den Geschäften könnten die Menschen, die nicht mehr an Bargeld gewöhnt sind, nicht mehr bezahlen. In vielen Regionen fällt der Strom aus, die Industrie muss weltweit die Produktion einstellen – und vieles mehr…

Der US-Geographieprofessor Matthew Zook rechnet damit, dass ein Großteil der Menschen dann nicht mehr wie gewohnt arbeiten kann – "aber sie würden ihren Arbeitsplatz wegen des völlig zusammengebrochenen Verkehrs ohnehin nicht mehr erreichen". Kommunikation wäre nur noch in persönlichen Gesprächen oder per Schneckenpost möglich. Die Geld- und Treibstoffversorgung würde ebenfalls kollabieren. Oxford-Professor Mark Graham sieht einen kompletten Stillstand der weltweiten Wirtschaft voraus. Selbst bodenständige Jobs wie Bauer oder Fischer würden nicht mehr funktionieren – weil die Logistik ihrer Abnehmer versagt. Nur IT-Professor Alessandro Acquisti von der Carnegie Mellon University sieht die Dinge entspannt: "Kurzfristig hätten wir Chaos. Aber langfristig würde sich alles wieder normalisieren. Wir hätten mehr Freizeit und wären hoffentlich wieder freundlicher zueinander."

Disney+: 4K und Vierer-Abo zum halben Netflix-Preis

Disney Plus
Disney+ könnte beim wesentlich teureren Netflix für ein dickes Minus sorgen (Foto: Disney)

Disney hat auf seiner Hausmesse D23 in Anaheim/Kalifornien weitere Details zu seinem Streamingdienst Disney+ bekanntgegeben, der am 12. November zunächst in den USA, in Kanada und den Niederlanden startet. Und die Neuigkeiten dürften die Verantwortlichen von Netflix und Apple TV+ durchaus beunruhigen. Denn im ohnehin günstigen Monatsabo von 6,99 Dollar für Disney+ sind 4K-Wiedergabe, die momentan wohl beste Bildqualität Dolby Vision HDR und vier parallele Streams für die Familiennutzung bereits inbegriffen.

Zum Vergleich: Netflix verlangt in den USA für 4K und für sein Vierer-Abo 15,99 Dollar – mehr als das Doppelte. Und selbst das wenig attraktive Netflix-Sparabo ohne HD und mit nur einem Stream ist mit 8,99 Dollar teurer als Disney+. Apple lässt sich bisher nicht in die Karten schauen. Welche Bildqualität und wie viele Streams Apple TV+ zum (angeblichen) Preis von monatlich 9,99 Dollar bietet, ist noch nicht bekannt. Forbes sieht bereits einen "Anschlag auf Apple und Netflix" durch den günstigen Preis für Disney+ und prophezeit: "Falls Disney+ einen größeren Teil seiner Inhalte in 4K und HDR zeigt, werden die Netflix-Preise immer schwerer zu rechtfertigen sein."

15,6 Millionen Dollar für E-Sports-Weltmeister

"Fortnite Battle Royale" kennt (beinahe) jeder. Drei Millionen Dollar Preisgeld kassierte der erste Fortnite-Weltmeister Kyle "Bugha" Giersdorf Ende Juli bei der WM in New York. Doch der Action-Superhit von Epic Games ist noch nicht einmal das lukrativste E-Sports-Game der Welt. US-Konkurrent Valve schüttete bei der WM seines Echtzeit-Strategiespiels "Dota 2" in Shanghai jetzt ein Preisgeld von 34,3 Millionen Dollar aus – die höchste Prämie in der Geschichte des E-Sports.

Den Löwenanteil sicherten sich die Team-Weltmeister OG. Das von einer Salzburger Limonadenfirma gesponserte europäische Team gewann die Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in Folge und räumte damit die Rekord-Siegprämie von 15,6 Millionen Dollar ab. Jeder der fünf Spieler wurde damit um 3,12 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro) reicher. Zum Vergleich, so Engadget: Die Wimbledon-Sieger Novak Djokovic und Simona Halep erspielten sich 2019 "nur" jeweils 2,9 Millionen Dollar. Trost für die Tennisspieler: Für sie gibt es wesentlich mehr Turniere mit Millionen-Preisgeldern. Und ihre Karrieren sind deutlich länger als bei E-Sports-Profis, bei denen die Reflexe oft schon ab 25 Jahren so nachlassen, dass sie in der Weltspitze nicht mehr mithalten können.

Apple 2020: Geräuschgedämmte AirPods und günstigerer HomePod

Air Pods
Geräusche bitte draußen bleiben! Das sollen Apples Pläne für die nächsten AirPods sein (Foto: Apple)

Voraussichtlich am 10. September präsentiert Apple seine nächste iPhone-Generation. Auch neue iPads, die Watch 5 und das 16-Zoll-MacBook Pro könnten in diesem Herbst noch anstehen. Den neuen Mac Pro und das spektakuläre 32-Zoll-Display XDR Pro hat Apple ohnehin bereits im Juni gezeigt. Bloomberg blickt allerdings schon weiter voraus und erwartet für 2020 Neuheiten für Musikfans – die ersten AirPods mit aktiver Geräuschunterdrückung sowie einen günstigeren HomePod.

Die Anti-Geräusch-AirPods sollen demnach nochmals teurer werden als die aktuelle Generation, die je nach Ladebox zwischen 179 und 229 Euro kostet. Sie sollen erstmals auch wasserdicht sein – gerade für Sportler eine interessante Neuerung. Nachdem der 329 Euro teure vernetzte Siri-Lautsprecher HomePod, der nur in Apple-Systemen und nur per WLAN funktioniert, angeblich nicht allzu gefragt ist, soll nächstes Jahr eine abgespeckte und wesentlich günstigere Variante als Alternative zum erfolgreichen Sonos One erscheinen. Zum Preis um die 200 Euro wären im "HomePod mini" demnach nicht mehr sieben Lautsprecher verbaut, sondern nur noch zwei.

Microsoft beantwortet Xbox-Fanpost von 2002

Im Jahr 2002 hat der kleine Xbox-Fan Mitchell Riley per Hand einen Brief an Microsoft geschrieben und gemalt – und darin verraten, wie sehr er das Actionspiel "Halo" liebt. Jetzt, 17 Jahre später, hat Seamus Blackley, einer der Väter der ersten Xbox, den Kinderbrief in einer Schreibtischschublade gefunden.

Blackley schrieb auf Twitter: "Zu meinem Entsetzen habe ich offensichtlich nie auf diesen herzzerreißenden, bezaubernden Brief reagiert und den offensichtlich wunderbaren kleinen Mitchell Riley 17 Jahre lang hängen lassen. Diese Woche habe ich Euch alle auf Twitter gebeten, mir zu helfen, ihn zu finden. UND…" Dank der Detektivarbeit der Twitterer fanden Seamus Blackley und Microsoft den Mittzwanziger – der gottlob noch immer Halo-Fan ist, und der bei einer Convention in Houston jetzt Steve Downes und Jen Taylor treffen durfte, die Stimmen der Halo-Helden Master Chief und Cortana.

Das Ende vom LEAD: Der Grönland-Verkaufs-Aschenbecher

Darüber lacht Twitter am Montagmorgen. Mit einem riesigen öffentlichen Aschenbecher in Kopenhagen können Dänen darüber abstimmen, ob sie Grönland an Donald Trump verhökern wollen. Das Ergebnis steht nicht auf der Kippe, sondern ist eindeutig.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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