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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Uber

TechTäglich: Uber wird Fußball-Sponsor – und liefert die Bälle

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Uber wird Fußball-Sponsor – und liefert die Bälle

Uber Eats
Das Runde muss ins Eckige – und der Fußball in den Rucksack von Uber Eats (Foto: The Sun)

Skurriler Sponsoring-Deal in Frankreich: "Uber Eats", der Essens-Lieferdienst von Taxischreck Uber, wird neuer Titelsponsor der ersten französischen Fußballliga, die ab der Saison 2020/21 als "Ligue 1 Uber Eats" firmiert. Zum Vertrag gehört auch eine ganz besondere Show vor dem Anpfiff: Bei jedem Spiel liefert künftig ein Uber-Kurier den Ball ins Stadion und "ubergibt" ihn dem Schiedsrichter. Bleibt zu hoffen, dass der Ball-Kurier nie im Stau steckenbleibt, auf dem Weg stürzt – oder aus Versehen eine Pizza liefert. Sonst fehlt Superstars wie Neymar, Kylian Mbappé oder Deutschlands Nationalspieler Julian Draxler von Paris Saint-Germain das Arbeitswerkzeug.

Der Lieferdienst zahlt für den Zweijahresvertrag laut der französischen Sportzeitung L’Équipe 15 Millionen Euro pro Saison – 50 Prozent mehr als der Vorgänger, Möbelriese Conforama. Kreative Arten, den Ball zum Anstoß zu befördern, liegen derzeit im Trend. Letzten Sonntag beim Uefa Nations League-Finale in Porto, schipperte ein ferngesteuertes Auto den Ball auf den Platz. Die Uefa hatte die Sponsoring-Aktion unter dem Titel "Delivery of Matchball by Remote Control Car" so minutiös durchgeplant, dass sogar eine Heatmap mit dem exakten Weg des Spielzeugautos erstellt wurde.

Google bringt Videospiel zum Bauen von Videospielen

Googles Spiele-Offensive geht weiter. Nach dem Streamingdienst Stadia kommt nun ein Google-Spiel, mit dem die Nutzer ihre eigenen Spiele entwickeln und mit anderen teilen können. Der Baukasten heißt "Game Builder" und steht beim Spielenetzwerk Steam kostenlos zum Download parat. Mit der Software lassen sich laut Google auch ohne jegliche Programmierkenntnisse Titel à la "Minecraft" produzieren. Aus Bausteinen und Spielfiguren entstehen eigene Welten und Abenteuer.

Wer bereits Programmiererfahrung besitzt oder JavaScript beherrscht, kann kann sogar relativ komplexe Spiele erstellen. Das Bauen funktioniert alleine oder via Internet auch gemeinsam. Das Spiel stammt von Area 120, Google hauseigenem Inkubator für Experimente und ungewöhnliche Projekte. "Game Builder" ist laut The Verge eigentlich bereits seit 1. November 2018 bei Steam verfügbar, wurde bisher aber kaum beachtet. Google gab den Start nach einer längeren Testphase erst jetzt bekannt. Die Software läuft auf Mac und PC.

Neu: Die Bierdose, die ein Spielcontroller ist

Zwei Dinge braucht der erfahrene Videospieler – einen Spielcontroller, und eine Dose anständiges Bier. US-Leichtbierhersteller Miller bringt nun beides zusammen, mit dem "Miller Lite Cantroller", einem Controller in Form einer Bierdose. Er verbindet sich via Bluetooth mit Konsolen und Computern, enthält echtes Bier (naja, Miller Lite…), lässt sich sogar kühlen – und funktioniert auch noch, wenn das Bier im Inneren ausgetrunken ist. "40 Prozent der Leute trinken beim Spielen Bier, also verbinden wir beides auf lustige Weise", erklärte Brauerei-Managerin Justine Stauffer. Die ersten 200 Exemplare des Bier-Controllers hat Miller gerade auf der Messe E3 bei Gewinnspielen unters Volk gebracht, und die nächste Charge ist bereits in Produktion. Bleibt für deutsche Interessenten die Frage: Lässt sich auch anständiges Unertl Weißbier einfüllen?

Sonos schränkt das Abspielen von iOS ein

Sonos Play 1
Ausgespielt: Sonos-Klassiker wie der Play 1 geben künftig keine lokale Musik von iOS-Geräten mehr wieder (Foto: Sonos)

Bei den vernetzten Lautsprechern von Sonos gibt es verschiedene Möglichkeiten, Musik abzuspielen. Das funktioniert unter anderem mit dem Streamen von Diensten wie Spotify und Apple Music – oder im lokalen WLAN-Netz auch direkt von Geräten wie iPhone oder iPad. Und diese Möglichkeit schränkt der US-Audiospezialist ein: Ältere Lautsprecher, die nicht Apples aktuellen Standard AirPlay 2 unterstützen, spielen künftig keine lokalen Inhalte direkt von iOS-Geräten mehr ab. Laut Sonos ist die Funktion bei neueren iOS-Versionen zu unzuverlässig geworden, was auch mit der relativ leistungsschwachen Hardware der älteren Lautsprecher zu tun hat. Deshalb wird diese Option in den kommenden Monaten gestrichen.

Betroffen sind laut golem.de und Sonos-Supportforum die Modelle Play 1, Play 3 und Play 5 der ersten Generation sowie die Sonos Playbar. Sie streamen auch weiterhin Musik vom Netz, nur die Wiedergabe von lokal gespeicherter iOS-Musik entfällt. Bei neueren Lautsprechern mit AirPlay 2-Unterstützung wie dem populären Sonos One bleibt dagegen alles beim Alten. Sie spielen auch weiterhin Musik ab, die lokal auf iPhone und iPad gespeichert ist.

Zu gefährlich: Strommasten raus aus Fortnite!

Fortnite Strommasten
Wie gefährlich ist ein Laternenmast in "Fortnite Battle Royale"? (Foto: Epic Games)

Verleitet "Fortnite Battle Royale" junge Gamer dazu, auf Strom- oder Laternenmasten zu klettern und damit ihr Leben zu riskieren? Das befürchtet jedenfalls das israelische Elektrizitätsunternehmen Israel Electric Corporation (IEC). In einem offenen Brief an Tim Sweeney, den Chef von Fortnite-Hersteller Epic Games, bittet IEC darum, "Inhalte aus dem Spiel zu entfernen, die zu lebensgefährlichen Aktionen in Zusammenhang mit Elektrizität verleiten können, darunter das Klettern auf Strom- oder Laternenmasten".

Nachdem das Unternehmen in seinem Brief laut TechSpot vom Spiel "Fortnight" schreibt, scheinen sich die Verfasser noch nicht allzu intensiv mit der Materie befasst zu haben. Ganz von der Hand zu weisen sind die Befürchtungen aber nicht. Auf der Fortnite-Insel stehen tatsächlich Laternenmasten, die zum (virtuellen) Besteigen einladen. Und zu welchem Unfug solche Vorbilder verleiten können, hat jüngst die "Bird Box Challenge" gezeigt, bei der zahllose Fans des Netflix-Films versucht haben, blind und mit Augenbinde nicht überfahren zu werden oder nicht bei einem Treppensturz zu Tode zu kommen.

Das Ende vom LEAD: Twitter sperrt Gott

Twitter hat Gott gesperrt – aber den Bann des Schöpfers nach einigen Stunden wieder aufgehoben. Grund war ein Tweet des beliebten Accounts @TheTweetOfGod, hinter dem der US-Satiriker David Javerbaum steckt. Er hatte im Hinblick auf zunehmende Homophobie in seiner Eigenschaft als "Gott" geschrieben: "Wenn schwule Menschen ein Fehler sind, habe ich diesen Fehler bereits hundertmillionenfach begangen, was zeigt, dass ich inkompetent bin und man mir keinesfalls vertrauen sollte."

Zahlreiche User waren von der offensichtlichen Ironie des Tweets geistig überfordert und meldeten Javerbaum bei Twitter – das "Gott" postwendend sperrte. Nach Aufhebung des absurden Banns gab sich @TheTweetOfGod unversöhnlich: "Twitter, versuch jetzt bloß nicht, mir Honig ums Maul zu schmieren! Dafür ist es zu spät. Wenn ich mit Euch fertig bin, lacht sogar MySpace über Euch!"

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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