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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Trifft immer ins Loch – der autonome Golfball von Nissan

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Trifft immer ins Loch: Der autonome Golfball von Nissan

Der Traum talentfreier Golfspieler wird wahr: Ein Golfball, der immer ins Loch trifft. Nissan hat den autonomen Wunderball erfunden, der dank hochmoderner Technik nie meterweit neben der Fahne landet – und der sich sogar bei einem noch so missratenen Putt zuverlässig den Weg zum Ziel bahnt. Der ProPilot-Golfball hat Sensoren und einen kleinen Motor eingebaut, die ihn auf den richtigen Weg bringen. Die Daten für die Navigation stammen von einer Kameradrohne, die über dem Green fliegt. Ergebnis ist quasi ein gedopter Golfball – sportlich nicht ganz fair, aber Balsam auf die Wunden geschundener Golferseelen.

Dass der Trick tatsächlich funktioniert, zeigt der japanische Autobauer in einem Video, in dem ein Vierjähriger zum Golf-Superstar wird – obwohl seine Schläge nicht wirklich perfekt sind. Der magische Ball, den Nissan am Wochenende in seinem Hauptquartier in Yokohama auf einem Putting Green präsentiert hat, ist zumindest vorerst nicht zum Verkauf bestimmt. Er dient laut Forbes als Werbung für Nissans neuen Autopiloten ProPilot 2.0, der ab diesem Herbst das dauerhafte freihändige Fahren auf der Autobahn ermöglicht. Der autonome Golfball soll eine vergleichbare Technik verwenden, und zum selben Ergebnis führen: Immer sicher ans Ziel!

Daumen runter: Facebook schafft die Likes ab

Facebook senkt den Daumen – für die Likes-Anzeige in seinen Beiträgen. Nachdem Fototochter Instagram den Verzicht auf die ebenso prestigeträchtigen wie stressigen Likes bereits in Ländern wie Kanada und Brasilien testet, hat nun auch Facebook selbst einen solchen Prototypen veröffentlicht. Software-Entwicklerin und Bloggerin Jane Manchun Wong, die sich darauf spezialisiert hat, versteckte Funktionen im Code von Apps aufzuspüren, hat die Neuerung in der Android-App von Facebook entdeckt. Mittlerweile hat der Zuckerberg-Konzern gegenüber TechCrunch auch bestätigt, dass er darüber nachdenkt, die Anzeige der Like-Zahlen testhalber abzuschaffen.

Der Schritt soll Facebook-Nutzern den Druck nehmen, mit ihren Beiträgen immer auf möglichst hohe Like-Zahlen kommen zu müssen oder zu wollen. Experten sehen darin ein enormes soziales Problem, wenn Nutzer nur wenige Likes erzielen – und sich dann fragen, "warum ist mein Leben so langweilig, dass sich niemand dafür interessiert?" Zudem will Facebook verhindern, dass seine Besucher möglicherweise interessante Beiträge löschen, nur weil sie kaum geliked werden. Schlussendlich ist die grundsätzliche Frage, was dem Anzeigengeschäft von Facebook mehr schadet: Frustrierte Nutzer mit zu wenigen Likes – oder Besucher, die sich künftig darüber ärgern, wenn ihre vielen Likes nicht mehr zu sehen sind? Als Ersatz zeigt die aktuelle Test-App nur noch die Namen von "Freunden" an, die einen Beitrag liken, aber nicht mehr die Gesamtzahl.

Ab nächste Woche: Apple Watch analysiert den Schlaf

Auto Sleep Tracker
So wie diese App könnte auch Apples neue eigene Watch-Software künftig den Schlaf analysieren (Foto: AutoSleep Tracker)

Dass Apple nächsten Dienstag auf der Keynote in Cupertino als "One more thing" die fünfte Generation seiner Watch zeigt, gilt mittlerweile als eher unwahrscheinlich. In Sachen Smartuhr dürften eher die neuen Funktionen von watchOS 6 im Mittelpunkt stehen. Dazu gehört neben Aktivitätstrends, Zyklusprotokoll und reduziertem Funktionsumfang während Schulstunden offenbar auch die Analyse des Schlafs der Nutzer. Dafür ist keine neue Hardware erforderlich. Das Sleep Tracking soll zumindest auf der aktuellen Watch Series 4 funktionieren, vielleicht auch auf den Vorgängern.

Bereits 2017 hatte Apple den Schlafsoftware-Spezialisten Beddit übernommen, die neue Funktion dürfte dieser Zusammenarbeit entspringen. Die Daten zu Schlaftiefe und Qualität des Schlafs schickt die Watch, die dafür nachts am Handgelenk getragen werden muss, auf die Health-App des iPhones. Es soll dafür aber auch eine eigene Schlaf-App auf der Uhr geben, berichtet AppleInsider. Das Problem dabei: Eigentlich muss die Apple Watch mit ihrer nur eintägigen Akkulaufzeit nachts geladen werden. Deshalb erhalten Nutzer, die ihren Schlaf analysieren wollen, bereits nachmittags oder abends einen Hinweis, ihre Uhr rechtzeitig aufzuladen.

Neu: Das Elektro-Fahrrad mit Kollisionswarner und Fingerabdrucksensor

Ein kleiner Tritt für Fahrradfahrer – aber ein gewaltiger Schritt für die Mobilität der Zukunft. Das erhofft sich das Berliner Startup Calamus vom "Calamus One", dem nach eigenen Angaben "sichersten und fortschrittlichsten Elektrofahrrad der Welt", das ab morgen auf der Messe Eurobike 2019 in Friedrichshafen zu sehen ist. Die Berliner haben ihr E-Bike der Zukunft mit so viel moderner Technik ausgestattet, dass es eine neue Kategorie namens "Ultrabikes" begründen soll. Ultraschallsensoren im Rahmen registrieren, wenn sich seitlich oder von hinten ein Auto nähert. Dann vibrieren die Griffe am Lenker und warnen vor einer Kollision.

Der 5-Zoll-Bildschirm des Calamus One bietet dank integriertem GPS ein Navigationssystem via Google Maps. Neben Blinkern ist auch ein Fingerabdrucksensor verbaut, der als Fahrradschlüssel dient, und der das E-Bike samt Elektromotor nur für den registrierten Besitzer entsperrt. Der Sensor erkennt auch verschiedene Fahrer und passt alle Einstellungen individuell an. Weitere Details: Alle Kabel sind komplett im Rahmen integriert, und die Anbauteile sind mit diebstahlsicheren Spezialschrauben befestigt. Der Bordcomputer basiert auf Android, per App wird aber auch iOS unterstützt – zum Beispiel bei Diebstahlwarnungen, die quasi "live" auf dem Smartphone landen. Im Rahmen der Indiegogo-Kampagne, die derzeit läuft, ist das Calamus One ab spektakulär günstigen (oder auch verdächtigen) 2.094 Euro zu haben – ein Fall für wagemutige Früh-Investoren. Bei Markteinführung im April 2020 soll der Preis für das einfachste Modell auf immer noch noch erstaunlich niedrige 2.874 Euro steigen.

Heute kommt Android 10

Vorhang auf für Android 10! Offenbar veröffentlicht Google noch heute die finale Version seines neuen Smartphone-Betriebssystems – zunächst für seine eigenen Pixel-Handys. Eine offizielle Betätigung seitens Google steht noch aus. Aber laut 9to5Google haben zwei kanadische Provider den 3. September bereits als Starttermin für das neue Android genannt.

Das würde auch zu Angaben von Google passen. Der US-Konzern hatte bereits vor einem Monat die finale Beta von Android 10 veröffentlicht, und für die endgültige Version eine Wartezeit von "nur noch wenigen Wochen" genannt. Nach dem Release für die Pixel-Phones dürfte das neue Android dann auch relativ schnell auf Geräten von Fremdherstellern wie LG, Nokia, OnePlus, Samsung oder Motorola landen.

Das Ende vom LEAD: 900-Dollar-Hülle für die Apple-Kreditkarte

Die Apple Card, Apples neue Edel-Kreditkarte, ist hochsensibel, und darf keinesfalls in Jeans oder Lederkleidung getragen werden. Denn sonst kann die Titankarte schlimme Verfärbungen davontragen. Deshalb boomen in den USA jetzt Schutzhüllen für die Apple Card, aus Metall, Holz und anderen Materialien. Selbst Luxushersteller Givenchy hat bereits eine Hülle auf Lager. Und die spätrömische Dekadenz auf die Spitze treibt Zubehörspezialist Gray mit einer Schachtel aus goldbeschichtetem Titan für 900 Dollar. Die erste Kreditkartenhülle, die die Kreditkarte zum Glühen bringt!

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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