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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Tokio 2020 – Videospiele werden olympisch

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Tokio 2020: Videospiele werden olympisch

Tokio 2020
Läuft bei Intel! Die Amerikaner planen für Olympia 2020 ganz neue TV-Tricks (Foto: Intel)

Intel hat seine Pläne für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio präsentiert. Der US-Konzern ist Technologiepartner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Im Rahmen der Zusammenarbeit stellt Intel unter anderem ein System zur Gesichtserkennung bereit, das 300.000 Beteiligte an den Spielen, darunter auch die Sportler, eindeutig identifizieren kann. Sie erhalten damit schneller und einfacher Zutritt zu Stadien, Hallen und anderen olympischen Einrichtungen.

Bei den Fernsehübertragungen ermöglicht Intel ganz neue digitale Tricks. So zeigen farbige Überblendungen bei den Laufwettbewerben in der Leichtathletik, wer wie schnell ist, wer gerade beschleunigt oder langsamer wird. Die Technik namens 3D Athlete Tracking (3DAT), die TV-Zuschauern ganz neue Einblicke in die Wettbewerbe ermöglichen soll, funktioniert praktisch in Echtzeit. Fernsehsender können sie damit auch live einsetzen. Im Vorfeld der Spiele veranstaltet Intel in Tokio außerdem ein E-Sports-Turnier, bei dem sich die Sieger in "Street Fighter V" und "Rocket League" jeweils 250.000 Dollar Preisgeld verdienen können. Goldmedaillen gibt es dafür 2020 zwar (noch) nicht. Trotzdem findet damit erstmals vom IOC sanktionierter E-Sport im Rahmen von Olympia statt.

Das Beste am iPhone 11 Pro (und das weniger Gute)

Das US-Magazin The Verge hat das iPhone 11 Pro und das Pro Max genauer unter die Lupe genommen, und die drei besten sowie drei weniger gute Neuheiten gekürt. Top sind demnach die um vier bis fünf Stunden drastisch längeren Batterie-Laufzeiten – die für iPhone-Nutzer, die abends immer ans Limit des Akkus geraten, ein echter Kaufgrund sein können. Auch von den neuen Dreifach-Kameras ist The Verge beeindruckt. Sie nehmen teilweise parallel auf und ermöglichen damit ganz neue Foto- und Videotricks, die auch das günstigere iPhone 11 mit Doppelkamera nicht beherrscht. Den dritten Daumen nach oben gibt es für die neuen OLED-Displays, die bei Kontrast und Helligkeit weiter zugelegt haben. Apple spricht deshalb von "Super Retina XDR"-Bildschirmen – also quasi vom neuen 6K-Monitor "Pro Display XDR" im Hosentaschenformat.

Dreimal Daumen nach unten gibt’s auch – zunächst für die etwas triste Farbauswahl beim Pro mit Space Grau, Silber, Gold und dem neuen Nachtgrün, das aber in echt wohl etwas interessanter aussieht als bei der Präsentation. Einige der frischen Farben des iPhone 11 hätten auch dem Pro gut getan. Außerdem kritisiert The Verge, dass die neuen Funktionen den Beinamen "Pro" nicht wirklich rechtfertigen – wo bleibt zum Beispiel die Unterstützung des Apple Pencil? Und auch für den um ein weiteres Jahr aufgeschobenen Umstieg auf eine USB-C-Buchse senken die Experten die Daumen. Denn der Lightning-Anschluss ist längst in die Jahre gekommen.

Instagram plant sein eigenes TikTok

Instagram spürt die Konkurrenz der chinesischen Videoclip-App TikTok, die bei Kindern und Jugendlichen extrem beliebt ist. Sie wurde mittlerweile über eine Milliarde Mal geladen. Und Instagram reagiert. Offenbar bereitet Facebooks hippe Fototochter einen TikTok-Konkurrenten namens "Clips" vor, mit dem sich Videos genauso (kinder)leicht zusammenstellen und bearbeiten lassen wie mit TikTok. Programmiererin und Bloggerin Jane Manchun Wong hat die Funktion in einer Instagram-Beta entdeckt.

Sie hat sich darauf spezialisiert, per "Reverse Engineering" neue und unveröffentlichte Features im Code von Apps zu entdecken. Mit "Clips" können Insta-Nutzer demnach über einen simplen Editor einzelne Videoschnipsel zusammenfügen und schneiden. Außerdem können sie die Länge und Geschwindigkeit ihrer Videos ändern und sie mit Musik unterlegen. Ob und wann Instagram die Neuheit tatsächlich veröffentlicht, ist bisher nicht klar.

Falt-Phone von Huawei: Der erste Video-Test

Nächsten Mittwoch erscheint Samsungs (einstiges?) Sorgentelefon, das faltbare Galaxy Fold, für 2.100 Euro auch in Deutschland. Doch die Konkurrenz wartet schon. Denn offenbar hat China-Riese Huawei die Entwicklung seines eigenen Doppeldeckers, des Mate X, nach einigen Verzögerungen nun auch abgeschlossen. 9to5Google konnte das Mate X, das ebenfalls noch im Herbst zu einem ähnlichen Preis wie das Fold erwartet wird, nun erstmals in einem ausführlichen Hands-on testen – und ist voll des Lobes. "Das Mate X ist das bisher eleganteste faltbare Gerät", heißt es im Test.

Demnach fühlt sich das Huawei – viel mehr als das Samsung – wie ein ganz normales Smartphone an, das mit dem Doppel-Display nur eben eine tolle Zusatzfunktion bietet. Der Knick zwischen den beiden Bildschirmhälften ist laut dem ersten Test beim Mate X kaum zu sehen und zu spüren. Und die Mechanik zum Öffnen und Schließen soll sich "traumhaft" anfühlen und anhören – ungefähr wie das Klicken eines Kugelschreibers. Nur Linkshänder werden mit dem Falt-Huawei offenbar nicht glücklich, weil die Bedienung sehr stark für Rechtshänder optimiert ist. Und die Frage, inwieweit darauf Google-Software laufen darf, schwebt ohnehin als dunkelwolkiges Damoklesschwert über dem Mate X.

Fortnite im Tief – wegen 15 Jahre altem Klassiker

Twitch Streams
Rote Zahlen bei Fortnite – das gab's bisher kaum zu sehen (Foto: StreamElements)

Mit dem Erscheinen der aktuellen "Season X" scheint sich der ganz große Hype um den Action-Superhit "Fortnite Battle Royale" ein wenig gelegt zu haben. Diesen Eindruck bestätigen nun auch neue Auswertungen der Streaming-Experten von StreamElements, die die Klickzahlen von Amazons Spiele-Videodienst Twitch genau im Blick haben. Demnach gingen die Zuschauerzahlen von "Fortnite" im August, völlig untypisch für das Spiel, gegenüber dem Juli um 1,61 Prozent nach unten, auf allerdings noch immer beeindruckende 89 Millionen gestreamte Spielstunden.

Großer Sieger ist die wiederbelebte Legende "World of Warcraft", die im August dank neuer alter Classic-Variante aus dem Jahr 2004 um 83,79 Prozent auf 67,9 Millionen Streamingstunden nach oben schoss. Dazu passt auch, dass mit "Asmongold" der meistgesehene Streamer im August ein "World of Warcraft"-Zocker war. Er verdrängte "Fortnite"-Star Turner "Tfue" Tenney auf Platz zwei. Und The Verge hat beobachtet, dass viele "Fortnite"-Fans derzeit auf Twitch in die Röhre schauen – weil ihre Lieblings-Streamer mit "World of Warcraft" beschäftigt sind. Die nostalgische Fantasywelt mit Druiden, Dämonen und Hexenmeistern bietet offenbar die perfekte Erholung vom krachbunten Werbe-Dauerfeuer bei "Fortnite".

Das Ende vom LEAD: iPhone-Kamera-Phobie?

Tryphobia
Lotosblume – jetzt nicht nur im alten Schlager der Flippers, sondern auch bei Apple? (Foto: Wikipedia)

Löst die neue Dreifach-Kamera des iPhone 11 Pro Trypophobie aus – also die Angst vor vielen kleinen Löchern, wie sie zum Beispiel in der Kapsel einer Lotosblume, in Luftschokolade oder Badeschaum zu sehen sind? Gizmodo-Autor Jennings Brown und einige Twitterer machen sich jedenfalls Sorgen, wie sich die vielen Löcher auf der iPhone-Rückseite auswirken könnten. "Die iPhone-Linsen lösen bei mir Trypophobie aus", klagt Brown. So ganz ernst gemeint sind seine Befürchtungen zwar wohl nicht. Aber Twitter findet: Wenn die Zahl der Kameralinsen am iPhone weiter ansteigt, könnte es irgendwann doch bedenklich werden in Sachen Trypophobie.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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