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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Tim Cook auf der Wiesn – Apple Card soll nach Deutschland kommen

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Tim Cook auf der Wiesn – Apple Card soll nach Deutschland kommen

Apple-Chef Tim Cook hat die letzten beiden Tage in Deutschland verbracht – und stieß unter anderem im Käfer-Zelt auf dem Münchner Oktoberfest mit Promi-Wirt Michael Käfer an. "Prost from Oktoberfest! It’s great to be in Munich!" twitterte Cook von der Wiesn. Oder, wie es AppleInsider nennt, von "Germany's famous beer festival". Der CEO besuchte in München die Macher der DJ-App Algoriddim und Apples "Bavarian Design Center". Dabei verriet Cook ebenfalls per Twitter ein Betriebsgeheimnis: Der bayerische Apple-Ableger war mit seinen Chips offenbar federführend daran beteiligt, die Akku-Laufzeiten der neuen iPhones drastisch zu verlängern.

O-Ton Cook auf Deutsch, einschließlich echtem scharfem "ß" (und fast fehlerfrei) in seinem Tweet: "Macht weiter so mit Euer großartigen Arbeit!" In Berlin schaute der große Vorsitzende dann noch bei den Entwicklern der Lese-App Blinkist vorbei. Und er hatte auf seiner Reise Neuigkeiten zu verkünden: Die Kreditkarte Apple Card soll auch hierzulande zu haben sein, wie iMore berichtet. "Wir wollen damit auch nach Deutschland kommen", erklärte Cook. Er wies allerdings darauf hin, dass gesetzliche Regelungen und Partner-Banken von Land zu Land unterschiedlich sind. Bisher ist die Apple Card nur in den USA verfügbar.

Google und Levi’s: Die neue Daten-Jacke ist da

Google Datenjacke
Von wegen "Jacke wie Hose". Die neue Google-Jeansjacke ist schlau (Foto: Google)

Google und Levi’s haben die zweite Generation ihrer Daten-Jacke vorgestellt. Sie funktioniert erneut mit Googles "Jacquard"-Technik, die Kleidung mit intelligenten Funktionen ausstattet. In die Ärmel der Jeansjacke lässt sich dabei ein winziges Kästchen schieben, das nur etwa so groß wie ein Kaugummi-Dragee ist. Der Bluetooth-Tag ist berührungsempfindlich und dient mit verschiedenen Gesten unter anderem dazu, Musik zu steuern, die Kamera auszulösen oder ein Taxi zu bestellen. Außerdem warnt die Jacke davor, wenn ihr Besitzer beim Verlassen der Wohnung sein Smartphone zuhause vergisst.

Levi’s-Manager Paul Dillinger erklärt die Vorteile so: "Sie können das Smartphone in der Tasche lassen und sich auf die Welt um Sie herum konzentrieren. Sie bleiben verbunden, ohne abgelenkt zu sein." Gizmodo fasst seine Eindrücke nach einem ersten Test weniger enthusiastisch zusammen: "Die Google-Jacke ist schlauer denn je (aber immer noch ziemlich doof)." Denn der Funktionsumfang ist nach wie vor überschaubar. Die Jacke ist ab Donnerstag für rund 200 Euro auch in Deutschland zu haben. Daneben hat Google gemeinsam mit Yves Saint Laurent auch einen Daten-Rucksack entwickelt.

FIFA 20: Die Eigentore von Electronic Arts

Eine Minute gespielt, und schon steht es 0:1. So in etwa ist der Start von "FIFA 20" verlaufen, das dennoch auch heuer wieder zum meistverkauften Videospiel des Jahres werden dürfte. Wie schon beim Vorgänger "FIFA 19" sorgt erneut der Karrieremodus für so massive Probleme, dass der Hashtag #FixCareerMode auf Twitter trendet. Mittlerweile hat Hersteller Electronic Arts die Probleme eingestanden, und in einem Q&A umfangreiche Fehlerkorrekturen angekündigt.

Derzeit sind die Probleme massiv, die offenbar durch Fehler in der Schlussphase der Entwicklung entstanden sind. So spielen computergesteuerte Top-Teams oft so schlecht, dass sie teilweise absteigen. Andere Mannschaften treten in entscheidenden Partien grundlos ohne ihre besten Spieler an. Der schwierigste Spielmodus ist teilweise viel zu leicht. Und wenn Klubs zu häufig gewinnen, stürzen Europa League und Champions League ab. Kein Bug sind die kostenpflichtigen virtuellen Sammelkarten der Spielvariante "Ultimate Team". Die leidige Glücksspiel-Zockerei in einem ohnehin schon zwischen 50 und 90 Euro teuren Spiel bleibt gerade für Eltern ein Ärgernis, deren Kinder hier partout einkaufen wollen.

Jetzt neu: Die autonome Mülltonne

Smart Can
Diese Smarthome-Erfindung ist nicht für die Tonne (Foto: Rezzi)

Der US-Tüftler Andrew Murray hat mit seiner Firma Rezzi die erste schlaue Mülltonne mit App-Steuerung entwickelt. Ihre Nutzer können nie mehr vergessen, wann die Müllabfuhr kommt. Denn die SmartCan fährt von selbst nach einem vorgegebenen Zeitplan zur Abholstelle. Dafür stellt der Besitzer sowohl im Tonnenhäuschen als auch an der Straße kleine Docking-Stationen auf, an denen sich die Tonne orientiert. Sie fährt dann per Elektroabtrieb zur richtigen Stelle - und kehrt nach dem Ausleeren auch wieder von selbst an ihren Platz zurück.

Der kleine Motorschlitten, auf dem die Tonne steht, soll mit allen gängigen Tonnensystemen kompatibel sein. Erfinder Murray hofft, dass seine smarte Tonne für viele Nutzer so unverzichtbar wird wie der smarte Staubsauger. Noch sind allerdings viele Fragen offen: Erlaubt eine Stadt das Aufstellen der Docking-Station am Bürgersteig? Stellen die Müllfahrer die Tonne wieder an der richtigen Stelle ab? Und wenn der Nutzer pünktlich daran denken muss, seinen Müllraum aufzusperren, damit die SmartCan nach draußen rollen kann – kann er die Tonne dann nicht gleich selbst zum Abholplatz fahren?

Das Lightning-Kabel, das iPhones und iPads hackt

Hacker Kabel
Das Kabel des Bösen: Liefert Strom und hackt iPhones (Foto: Hak5)

Der US-Hacker Mike Grover (Pseudonym "MG") hat ein Lightning-Kabel für iPhones und iPads entwickelt, mit dem sich die Apple-Geräte hacken lassen. Von außen sieht das "O.MG Cable" ("Oh mein Gott-Kabel") aus wie eine Standard-Strippe von Apple. Und es lädt das verbundene Gerät auch tatsächlich, berichtet DigitalTrends. In den Buchsen ist aber Hardware wie ein winziges Funkmodul verbaut, mit dem Hacker auf die angeschlossenen Smartphones und Tablets zugreifen, den Datenverkehr auslesen und iPhone oder iPad quasi kapern können.

MG will das "Kabel des Bösen" zum Stückpreis von 100 Dollar nun im Hacker-Shop Hak5 anbieten. Er nennt zwar vor allem Sicherheitsexperten und Ermittler als Zielgruppe. Allerdings kann dort jedermann einkaufen. Damit entsteht eine neue Gefahrenquelle für iOS-Nutzer. Sie sollten künftig mehr denn je darauf achten, ihre Geräte nicht wahllos an Ladekabel anzuschließen, die in Cafés und Restaurants, an Bahnhöfen und Flughäfen zur Verfügung stehen. Das eigene, mitgebrachte Kabel aus der Tasche zu kramen, ist hier stets die sicherste Lösung.

Das Ende vom LEAD: Die Kanzlerin und das Franz-Rätsel

Darüber lacht Twitter am Dienstagmorgen. Die niederländische Königin Maxima verriet Angela Merkel am Rande des UN-Gipfels in New York auf Englisch, dass sie mit "France" über Frauenrechte gesprochen habe. Die Kanzlerin verwundert: "Which Franz?" Nachdem sich geklärt hatte, dass es um Frankreich ging, und nicht etwa um Beckenbauer, zeigte sich die Regierungschefin auf gut Deutsch und mit gewohnt Merkelschem Mutterwitz zufrieden: "Ach so!"

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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