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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Tesla Elektroautos

TechTäglich: Tesla – 200.000 Reservierungen für den Cybertruck

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit Sacha Baron Cohens aufrüttelnder Facebook-Entlarvung und mit dem iPhone 12.

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Tesla: 200.000 Reservierungen für den Cybertruck

Elon Musk, der bekanntlich nicht mehr twittern will, hat am Sonntagabend per Twitter einen Meilenstein für seinen neuen Elektro-Pickup Cybertruck verkündet. "200k" lautet die simple Nachricht des Elektroauto-Gurus. Soll heißen: Seit der Enthüllung des wuchtigen Panzerspähwagens am Donnerstagabend sind bereits 200.000 Vorbestellungen beziehungsweise Reservierungen eingegangen. Trotz der missratenen Präsentation mit zerbrochenen Panzerglasscheiben scheint das Interesse am Cybertruck vor allem in den Pickup-verliebten USA groß zu sein.

Für die Reservierung auf der Tesla-Website, die auch in Deutschland bereits möglich ist, sind allerdings momentan nur 100 Dollar/Euro Anzahlung fällig. Das macht für Tesla trotzdem 20 Millionen an Einnahmen, und viele schicke Daten von Interessenten. Wie viele der Vorbesteller den Cybertruck dann auch tatsächlich kaufen, ist bisher völlig unklar. Ein Flop scheint das Mad-Max-artige Vehikel, dessen Produktion Ende 2021 starten soll, aber jedenfalls nicht zu werden. Derweil amüsiert sich das Netz prächtig über das Faustkeil-Design des Super-SUV, mit zahlreichen Memes und mit einem ersten Blick auf das Spiel "Super Mario Cybertruck". Und der Schweizer Produktdesigner David Blum zeigt im Vergleich zu Smart, VW Golf und Tesla Model X, welches 5,89 Meter lange Trumm Auto Elon Musk hier auf die Straße bringen will.

Sacha Baron Cohen: So entlarvt er Facebook

Das Internet – oder zumindest die kritischen Teile des Internet – applaudiert Sacha Baron Cohen. Der englische Komiker ("Borat", "Brüno") hat auf einer Veranstaltung der US-Organisation Anti-Defamation League (ADL) in New York eine aufrüttelnde Rede zur Verantwortung der sozialen Medien gehalten – oder besser gesagt, zu deren Verantwortungslosigkeit. Cohen bezeichnete Facebook, Twitter, YouTube und Google als die "größten Propagandamaschinen aller Zeiten". Sie würden "Milliarden von Menschen mit Absurditäten beliefern". Cohen forderte ein fundamentales Umdenken in Sachen soziale Medien und ihrer Praxis, "Hass, Verschwörungstheorien und Lügen zu verbreiten".

Der 48-Jährige griff vor allem Facebook an, das einer der Hauptverantwortlichen für die Krise unserer Demokratien sei: "Wenn du sie bezahlst, wird Facebook jede politische Anzeige schalten, die du willst, auch wenn es eine Lüge ist." Cohens ebenso bitterer wie wütender Vergleich: "Wenn es Facebook in den 1930er Jahren schon gegeben hätte, hätte das Netzwerk Hitler erlaubt, 30-Sekunden-Werbung über seine ‚Endlösung der Judenfrage‘ zu schalten." Twitterer Bob Blume alias "Netzlehrer" hat Cohens Rede auf Deutsch übersetzt. Eine Dreieinhalb-Minuten-Zusammenfassung ist bei YouTube zu sehen, die komplette Ansprache gibt es hier.

iPhone 12: Dieses Video macht Lust auf 2020

Zehn Monate dürfte es noch dauern, bis Apple das iPhone 12 vorstellt – voraussichtlich sein erstes 5G-Smartphone. Grafiker Pallav Raj von ConceptsiPhone hat alle Informationen, die bisher zum nächsten iPhone durchs Netz wabern, in ein Video gepackt. Und dieser Clip macht schon jetzt Lust auf September 2020.

Kein Notch mehr, das legendäre kantige Design des iPhone 4 und eine vierte Kameralinse auf der Rückseite – das Konzept basiert auf den aktuellen Prognosen von Apple-Augur Ming-Chi Kuo. Ob Apple tatsächlich auf den Notch verzichten kann, ist bisher aber noch unklar. Eine unter dem Bildschirm versteckte Gesichtserkennung Face ID dürfte 2020 noch nicht realistisch sein. Als Ersatz kommt die Rückkehr zur Fingerabdruckerkennung Touch ID unter dem Display in Frage. Und die Netzwerkanzeige muss Designer Pallav Raj noch von LTE auf 5G umstellen.

Neu von Amazon: Smartes Regal kauft selber ein

Amazon Smartregal
Das neue Smartregal von Amazon wägt selbst ab, ob Nachschub her muss (Foto: Amazon)

Der Kühlschrank, der von selbst Milch einkauft, ist eine alte Smarthome-Vision – auf die offenbar aber kaum ein Nutzer Lust hat. Amazon hat die Idee nun neu umgesetzt, mit einem schlauen Regal, das Ersatz bestellt, sobald Waren zur Neige gehen. Das Dash Smart Shelf ist ein Mix aus Regal und Waage mit WLAN-Anschluss, der genau weiß, wie viel die Artikel wiegen, die auf ihm liegen. Drei Größen des Regals stehen zur Auswahl.

Sobald der Warenbestand eine bestimmte Mindestanzahl unterschreitet, schickt das schlaue Regal entweder eine Nachricht an seinen Nutzer, oder bestellt bei Amazon direkt nach. Gedacht ist das Dash Smart Shelf vor allem für kleinere Händler oder Büros, die darauf zum Beispiel Verbrauchsmaterialien wie Kopierpapier, Klebeband, Stifte oder auch Kaffee lagern. Firmen, die mit dem WLAN-Regal bestellen, erhalten bis zu 15 Prozent Nachlass auf ihre Einkäufe. Der Test startet laut The Verge noch im November mit US-Businesskunden von Amazon.

TikTokschau: ARD fordert China mit Hongkong-Video heraus

Die Tagesschau lotet die Grenzen ihrer neuen TikTok-Präsenz aus. Als ihren dritten Clip im chinesischen Videoschnipsel-Netzwerk haben die Hamburger Nachrichtenmacher einen Beitrag über die Proteste in Hongkong eingestellt – sicherlich nicht zur Freude von TikTok-Betreiber ByteDance. Eine Zensur findet bisher aber nicht statt, und der Clip kommt mittlerweile auf rund 55.000 Likes.

Dieser respektable Zuspruch liegt bisher aber deutlich unter den 126.500 Likes, die die TikTokschau mit ihrem Premierenvideo zu Jan Hofers Krawatten einsammelte. Die Präsenz der Nachrichtensendung bei TikTok bleibt höchst umstritten, nachdem nun auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesbeauftragte für Datenschutz vor der China-App warnen. Die Datenschutzrisiken sind demnach erheblich, die Daten der Nutzer könnten im Ausland erfasst und missbraucht werden.

Das Ende vom LEAD: Künstliche Intelligenz analysiert Shakespeare

Shakespeare
Schreib oder nicht schreib? KI analysiert William Shakespeare (Foto: Wikimedia)

Wer war William Shakespeare? Und wie viele seiner Werke hat er tatsächlich selbst geschrieben? Darüber rätseln Wissenschaftler, seit sich Julia und Romeo das erste Mal geküsst haben. Der tschechische KI-Spezialist Petr Plecháč will dem mysteriösen englischen Genie nun mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf die Schliche kommen. Er hat ein Programm geschrieben, das Shakespeares Werke mit maschinellem Lernen analysiert.

Die Software untersucht exakt die Schreibweisen des Großdichters und seines mutmaßlichen Mitautoren John Fletcher. Erste Ergebnisse aus dem Theaterstück „Der Sturm“ zeigen laut Engadget, dass Sir William offenbar emsiger war als gedacht. Laut KI-Analyse hat Fletcher weniger als die Hälfte des Textes geschrieben. Überraschenderweise hat Shakespeares "Ghostwriter" demnach aber nicht nur den Beginn von Szenen verfasst, sondern auch deren Ende. Die Software soll künftig in der Lage sein, generell Urheberrechtsfragen zu klären. Und wir von LEAD melden uns morgen wieder mit einem neuen TechTäglich – von Anfang bis Ende selbst geschrieben.

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Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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