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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Spotify – Standort-Kontrolle fürs Familienabo

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Spotify: Standort-Kontrolle fürs Familienabo

Spotify Familienabo
Gehören die Kids wirklich zur Familie? Spotify will es genau wissen (Foto: 123rf.de)

Spotify setzt beim Familienabo die Daumenschrauben an. Künftig will der Streamingdienst genauer kontrollieren, ob Nutzer, die das vergünstigte Angebot "Premium Family" nutzen, auch tatsächlich an der gleichen Adresse wohnen. Dazu sollen nach Abschluss des Abos und auch später von Zeit zu Zeit die Ortungsdaten von Google Maps der Nutzer erfasst werden – laut Spotify selbstverständlich, ohne die Daten anderweitig zu verwenden. Das berichtet jetzt Techspot. Sollten die Schweden den Eindruck gewinnen, dass ein Missbrauch vorliegt, behalten sie sich laut der neuen Geschäftsbedingungen, die seit August gelten, "eine sofortige Beendigung des Dienstes" vor.

In Deutschland kostet Spotifys normales Premium-Abo 9,99 Euro. Der Familientarif für 14,99 Euro gilt für bis zu sechs Nutzer – was dann nur noch 2,50 Euro pro Zuhörer bedeutet. Er wird von Kunden nur allzu gern unter Kollegen, Bekannten oder gar unter Unbekannten geteilt, für ein paar Euro via Internet. Laut Billboard nutzen knapp die Hälfte der Kunden das Familienabo. Spotify entgehen damit potenzielle Einnahmen in Millionenhöhe. Restlos ausgegoren scheint die Familien-Überwachung aber noch nicht zu sein. Was beispielsweise mit Kindern passiert, die innerhalb einer Stadt umziehen oder in einer anderen Stadt studieren, hat Spotify bisher noch nicht erklärt. Die Schweden hoffen offenbar vor allem auf einen "Erziehungseffekt": Den Nutzern soll klar werden, dass das Familienabo tatsächlich nur für Familien gedacht ist, die gemeinsam an einer Adresse wohnen.

Apple: iPhone 11 und 11 Pro gefragter als erwartet

Seit Freitag laufen die Vorbestellungen für die neuen iPhones 11, 11 Pro und 11 Pro Max, die kommenden Freitag in den Verkauf gehen. In Apples deutschem Online Store sind, je nach Modell, Farbe und Speicher, einige der neuen iPhones noch zum Start am 20. September verfügbar. Bei anderen Varianten liegt die Lieferzeit beim 24. bis 26. September. Und beispielsweise das 11 Pro mit 256 oder 512 GB ist bereits auf den 1. bis 9. Oktober nach hinten gerutscht. Welche Stückzahlen dahinter stecken, lässt sich aber wie gewohnt kaum nachvollziehen.

Top-Analyst Ming Chi Kuo hält allerdings nach dem ersten Wochenende das Interesse der Kunden an den neuen iPhones für größer als erwartet. Er sieht in den USA das teurere 11 Pro derzeit überraschend vor dem normalem iPhone 11. In China dagegen ist laut Kuo das normale 11er populärer – das demnach für viele Besitzer von iPhone 6 oder 7 jetzt ein attraktives Upgrade darstellt. Die Analysten von TF International Securities haben nach dem ersten Wochenende ihre Absatzprognose fürs iPhone im Jahr 2019 von 65 bis 70 Millionen Einheiten auf 70 bis 75 Millionen Einheiten angehoben. Risikofaktor sind die 10 Prozent China-Strafsteuer, die dem iPhone in den USA ab dem 15. Dezember drohen. Augur Ming Chi Kuo geht allerdings laut AppleInsider davon aus, dass Apple dann die Preise nicht erhöhen würde, sondern vorübergehend geringere Gewinnmargen akzeptiert.

Datengeiz ist (nicht) geil: Spott für die 100 MB-Erhöhung von WhatsApp

WhatsApp springt aus dem Jahr 2007 direkt ins Jahr 2012 – zumindest, was die Datenmengen angeht, die sich über den Messenger verschicken lassen. "Müsst Ihr eine Email senden, aber der Anhang ist zu groß? Erledigt das doch mit WhatsApp, mit dem Ihr bis zu 100 MB große Files verschicken könnt", verkündete die Facebook-Tochter jetzt stolz via Twitter. Bisher lag das Limit bei 64 MB. Das datengeizige und längst nicht mehr zeitgemäße 100-MB-Angebot sorgte für Hohn und Spott.

Konkurrent Telegram konterte mit diesem Tweet: "Müsst Ihr eine Nachricht senden, aber der Anhang ist zu groß für andere Messenger? Erledigt das doch mit Telegram, mit dem Ihr bis zu 1,5 GB große Files verschicken könnt." Typische Twitter-Reply dazu: "15 WhatsApp = 1 Telegram. Ich glaube, dass die WhatsApp-Mitarbeiter ihre Daten auch mit Telegram austauschen." Und bei der Gelegenheit mahnten frustrierte WhatsApp-Nutzer auch gleich Features wie den Dark Mode oder eine Bezahlungsfunktion an, deren Veröffentlichung immer noch aussteht.

Bringt Samsung kein Galaxy S11?

Blass Galaxy
Ist Samsung bald in ganz neuen Galaxien unterwegs? Leaker Evan Blass will davon erfahren haben (Foto: Evan Blass/Twitter)

Das ewige Smartphone-Duell zwischen Samsung und Apple läuft seit Jahren nach dem gleichen Schema ab: Im Frühjahr bringt Samsung ein neues Galaxy S, und im Herbst kontert Apple mit einem neuen iPhone. Damit könnte 2020 Schluss sein. Denn wie der für gewöhnlich gut informierte Leaker Evan Blass erfahren haben will, ist Samsung mit der strikten Trennung seiner Top-Smartphones in die Reihen „Galaxy S“ und „Galaxy Note“ offenbar nicht mehr glücklich – zumal sich die Geräte immer ähnlicher werden.

Demnach könnten die Koreaner die beiden Modellreihen ab nächstes Jahr zusammenlegen – zu einer einheitlichen Reihe, die dann quasi ein Galaxy S mit dem traditionellen Zeichenstift des Note wäre. Ein „Galaxy S11“ und ein „Galaxy Note 11“ würden dann nicht mehr erscheinen. Statt dessen hat Evan Blass südkoreanische Flöhe husten hören, dass Samsung den neuen iPhone-Konkurrenten als „Galaxy One“ verkaufen will. Als neues Spitzenmodell könnte dann – einen erfolgreichen Start vorausgesetzt – das Falt-Phone Galaxy Fold das Note ablösen. Die Blass-Tweets sind nur für von ihm freigegebene Nutzer verfügbar.

Tesla: Jetzt mit leiserem Kinder-Modus

Das muss man sich bei VW mal vorstellen: Twitter-Nutzer melden sich bei Konzernchef Herbert Diess mit dem Wunsch für eine neue Funktion. Motto: "Hey Herbert, hömma, könntet Ihr nicht…?" Bei Tesla funktioniert’s genau so: Nachdem mehrere Nutzer bei Elon Musk einen Kinder-Modus vorgeschlagen hatten, bei dem die Signal- und Hinweistöne des Autos leiser gestellt werden, um die Kids beim Fahren durch das Gepiepe nicht aufzuwecken, hat Tesla mit der neuen Software V10 nun genau diese Funktion eingeführt.

Der Elektroauto-Hersteller nennt die Neuerung "Joe-Mode". Dabei werden alle Töne, die ein Tesla beim Fahren von sich gibt (und es sind viele!), nur mehr halb so laut abgespielt. Das betrifft zum Beispiel den Spurhalteassistenten. Wer das mysteriöse Kind namens "Joe" ist, dem Tesla das Update gewidmet hat, behält Elon Musk bisher für sich. Ebenfalls neu in V10 sind laut der Experten von Teslarati ein Kinomodus zum Anschauen von YouTube und Netflix im geparkten Auto, sowie Verbesserungen bei der Ampel- und Verkehrszeichenerkennung.

Das Ende vom LEAD: Wer kann Nokia jetzt noch aufhalten?

Tech-Firmen, deren Erfolgsmeldungen heute noch in TechTäglich stehen, können schon morgen dem Untergang geweiht sein. Das zeigt jetzt TV-Anchor Jon Erlichman von Bloomberg mit einer Titelgeschichte von Forbes aus dem Jahr 2007, die er auf Twitter ausgegraben hat. "Nokia. Eine Milliarde Kunden. Kann jetzt noch irgendjemand den Mobilfunk-König aufhalten?", hieß es auf Seite 1. Apple konnte, wie die Geschichte bewiesen hat. Und bald stand der König ohne Kleider und ohne Thron da.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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