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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Sparen beim Fahren – Tesla bringt den Gratis-Strom zurück

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Sparen beim Fahren: Tesla bringt den Gratis-Strom zurück

Bis 2017 war der Gratis-Strom an den Supercharger-Stationen eines der großen Kaufargumente für Tesla-Fahrer, die ihr Elektroauto damit praktisch kostenlos betreiben konnten. Dann stoppte Tesla den 0-Euro-Strom, der laut Firmenchef Elon Musk "untragbar" teuer geworden war. Nachdem die Verkäufe der großen Modelle S und X nun schwächeln, bringt Tesla das Angebot zurück. Alle ab sofort neu verkauften Model S und Model X dürfen an den Superchargern laut eines offiziellen Tesla-Tweets wieder gratis Strom tanken.

Damit reagiert Tesla offenbar auf den unerwartet hohen jüngsten Quartalsverlust von 408 Millionen Dollar und auf den Einbruch der Verkaufszahlen bei den großen und gewinnträchtigen Modellen. Im letzten Quartal entfielen von 95.200 Auslieferungen nur 17.650 auf S und X – und der große Rest aufs populäre und günstigere Model 3, dessen Käufer ihren Strom weiterhin selbst bezahlen müssen. Die Reaktionen der Tesla-Kundschaft auf Twitter fallen eher semibegeistert aus. Viele, die sich gerade erst einen großen Tesla zugelegt haben, sind verärgert. Zum Beispiel so: "Ich habe mir erst vor einem Monat ein Model X gekauft. Das ist Bullshit, seine Kunden so zu behandeln." Elektroauto-Guru Elon Musk hat sich persönlich noch nicht zur neuen Strom-Strategie geäußert.

Microsofts neuer Fortnite-Superstar: Auf Anhieb eine halbe Million Abos

Dieser Transfer war so spektakulär (wenn auch nicht ganz so teuer) wie bei einem Superstar im internationalen Fußball. Tyler "Ninja" Blevins, berühmtester Fortnite-Spieler der Welt, wechselte letzte Woche vom Amazon-Streamingdienst Twitch zum Microsoft-Konkurrenten Mixer. Und der Mix funktioniert offenbar: Bereits an seinem ersten Tag sammelte der grünhaarige Gamer eine halbe Million Abonnenten ein. Ninja übertrug seinen ersten Fortnite-Livestream für Mixer direkt vom Microsoft-Stand auf dem Lollapalooza-Festival, vor einer jubelnden Fanmenge.

Der Ninja-Transfer brachte Mixer so viel Publicity, dass die App auf Platz eins des iOS-Stores in den USA schoss. Microsofts Mixer ist bisher die wesentlich kleinere Plattform als Twitch, und verdankt ihr Wachstum vor allem der Integration in die Xbox-One-Konsole. Amazons Twitch verärgerte seine Nutzer zuletzt mit dem Start eines Abo-Modells, durch das viele Streams nur noch kostenpflichtig zu sehen sind. Ninjas Wechsel könnte die Szene nachhaltig verändern. VentureBeat spricht vom "Beginn des Content-Kriegs beim Livestreaming".

Smartphone-Absatz: Erst 5G sorgt für neuen Boom

Smartphone Verkauf
Gelangweilt von den aktuellen Smartphones: Derzeit gibt es wenig Kaufargumente (Foto: 123rf.de)

Die weltweiten Smartphone-Verkäufe schwächeln weiter. Die Analysten von Gartner rechnen nun für 2019 mit einem Umsatzrückgang von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr – laut TechRadar das größte Minus, seit Apple 2007 mit dem iPhone das Smartphone populär machte. In Westeuropa soll es in diesem Jahr sogar um 5,3 Prozent nach unten gehen. Gartner-Analyst Ranjit Atwal kritisiert die fehlenden neuen Ideen der Hersteller: "Solange Smartphones keine entscheidenden neuen Funktionen und echten neuen Nutzen bringen, werden die Kunden keine neuen kaufen – und ihre Geräte immer länger behalten."

Folge: Bis 2023 steigt demnach die Lebensspanne eines Smartphones durchschnittlich auf 2,9 Jahre. Doch es gibt Hoffnung für die Branche: Wenn ab dem zweiten Halbjahr 2020 in nennenswerter Zahl Smartphones fürs neue 5G-Netzwerk zur Verfügung stehen, erwartet Gartner wieder anziehende Umsätze. Für 2020 prophezeien die Analysten einen 5G-Anteil von sechs Prozent am Smartphone-Absatz. 2023 sollen mit 51 Prozent erstmals mehr als die Hälfte der neu verkauften Geräte im 5G-Netz funken.

Warum Facebook Instagram und WhatsApp umtauft

Whatsapp Instagram Facebook
"Schick mir doch ne Nachricht auf WhatsApp from Instagram" – wird auch künftig kein Mensch sagen (Foto: 123rf.de)

Über diese neue Facebook-Idee staunen viele Experten. Obwohl das Netzwerk wegen seiner gewaltigen Marktmacht unter Druck steht und das Wort "Zerschlagung" für viele Politiker kein Tabu mehr ist, will Facebook künftig deutlicher machen, dass auch Instagram und WhatsApp zum Zuckerberg-Konzern gehören. Deshalb sollen die beiden Apps in "Instagram from Facebook" und "WhatsApp from Facebook" umgetauft werden. Ähnlich ist Facebook zuletzt schon bei seiner Teamsoftware Workplace vorgegangen, die mittlerweile offiziell "Workplace by Facebook" heißt.

Die neuen Namen werden unter anderem zu sehen sein, wenn Nutzer die beiden Apps starten. Hintergrund der Entscheidung, so das Magazin The Information, soll Mark Zuckerbergs Frustration darüber sein, dass Facebook nicht mehr Anerkennung für den Erfolg von Instagram und WhatsApp bekommt. Laut Sprecherin Bertie Thomson will der Konzern dadurch "deutlicher machen, welche Produkte und Services Teil von Facebook sind". Gizmodo hält Zuckerbergs Ego-Streichel-Maßnahme für eine "tragikomisch schlechte" Idee. Denn während Instagram und WhatsApp bisher in der Öffentlichkeit kaum mit Facebooks Skandalen in Verbindung gebracht wurden, könnte die Umbenennung dem Ruf der beiden Apps nun massiv schaden.

Amazon: So kompliziert ist der Abhör-Stopp

Amazon Abhoeren
Alexa-Gespräche sollen nicht mehr ganz so weite Kreise ziehen (Foto: 123rf.de)

Polnische Leiharbeiter, die zuhause in der Küche Alexa-Dialoge abhören und analysieren – das ist der neue Datenschutz-GAU von Amazons Sprachassistentin. Der US-Konzern hat nun zwar schnell reagiert, und in seine Alexa-App eine Funktion eingebaut, mit der Kunden die Analyse ihrer Alexa-Gespräche durch menschliche Zuhörer ausdrücklich untersagen können. Bloomberg zeigt allerdings, wie tief das "Opt Out" in den Alexa-Einstellungen versteckt und vergraben ist.

Um es zu finden, müssen sich Nutzer demnach durch die Menüpunkte "Einstellungen", "Alexa Privatsphäre" sowie "Regeln, wie Deine Daten Alexa verbessern" hangeln. Dort erfahren die Nutzer erstmals (was Amazon bisher für sich behalten hat), dass "ein extrem kleiner Teil der Sprachaufnahmen manuell überprüft wird". Offen bleibt, wie sehr sich Kunden, die sich einen Alexa-Lauschsprecher nach Hause stellen, überhaupt für den Schutz ihrer Daten interessieren.

Das Ende vom LEAD: Der erste deutsche FIFA-Weltmeister

Werder Bremen ist Fußball-Weltmeister – mehr oder weniger! Mohammed „MoAuba“ Harkous, E-Sport-Profi von Werder, gewann am Wochenende beim FIFA eWorld Cup in London die Weltmeisterschaft in „FIFA 19“, und damit 225.000 Euro Preisgeld. MoAuba setzte sich im Finale mit 3:2 gegen Titelverteidiger Mosaad „Msdossary“ Aldossary aus Saudi-Arabien durch. Deutschlands erster FIFA-Weltmeister dürfte damit jetzt der zweitberühmteste Bremer Fußballer sein – nach dem großen Claudio Pizarro.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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