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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Samsung Apple

TechTäglich: Samsung Galaxy S10 – 50 Prozent Wertverlust in einem Monat

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Samsung Galaxy S10: 50 Prozent Wertverlust in einem Monat

Galaxy S10 Wertverlust
Gutes Smartphone, schlechtes Investment – das Samsung Galaxy S10. Das iPhone XS hält sich beim Wertverlust besser. (Foto: BankMyCell)

In der Smartphone-Bestenliste von Warentest liegen das Samsung Galaxy S10+ und das S10 derzeit auf den ersten beiden Plätzen. Nun haben sich die hochgelobten Galaxys aber auch in einem weniger erfreulichen Ranking an die Spitze gesetzt – beim Wertverlust. Laut einer Untersuchung von BankMyCell, einem US-Spezialisten für gebrauchte Handys, zählen die S10-Modelle zu den Smartphones mit dem größten Wertverlust, der seit 2017 registriert wurde. Das Standard-S10 hat nach seinem Start im Frühjahr innerhalb von nur einem Monat 42,7 Prozent an Wert verloren, das S10+ 47,0 Prozent und das Einstiegsmodell S10e sogar 50,2 Prozent. Zwei Beispiele: Das Galaxy S10+ mit 1 TB ist vom Startpreis von 1.600 Dollar auf einen momentanen Gebrauchtwert von 750 Dollar gefallen. Und beim S10e mit 128 GB ging es von 750 Dollar runter auf 350 Dollar.

Apples aktuelle iPhones XR und XS halten sich beim Wertverlust deutlich besser. Sie sind zwar bereits seit September bzw. Oktober 2018 auf dem Markt, kommen seither aber auch "nur" auf 42 Prozent Wertverlust. Fazit von BankMyCell: "Das Galaxy S10 hat innerhalb eines Monats mehr an Wert verloren als die iPhones XS und XR innerhalb von neun Monaten." Damit relativieren die iPhones ihre hohen Preise zumindest ein wenig. In Deutschland zahlt der Gebrauchthändler Flip4New für ein Galaxy S10 mit 128 GB Speicher (Startpreis 899 Euro) in "sehr gutem" Zustand momentan noch 433 Euro, was die 50-Prozent-Rechnung der US-Firma unterstützt. Bis im März 2020 das S11 erscheint, schätzt BankMyCell den Wertverlust des Vorgängers S10 auf rund 65 Prozent.

5G-Modems: Kauft sich Apple in Deutschland ein?

Intel 5 G Modem
Intels 5G-Modems im Visier von Apple (Foto: Intel)

Nach dem ausgestandenen Patentstreit mit Qualcomm ist Apple nach wie vor auf der Suche nach einem Lieferanten, der die iPhones ab 2020 in hohen Stückzahlen mit 5G-Modemchips versorgen könnte. Ein neuer Vertrag mit Qualcomm dient wohl nur als Übergangslösung, denn langfristig will Apple eigene 5G-Modems in seine Geräte einbauen. Die Entwicklung ist allerdings so aufwändig, dass ein Start kaum vor 2025 zu erwarten ist. Hier könnte nun Unterstützung aus Deutschland kommen. Laut der Magazine The Information und MacRumors verhandelt Apple über den Kauf von Intels deutscher Modem-Tochter, die ihren Sitz in Neubiberg bei München hat. Das Wall Street Journal hatte bereits im April erstmals über die Gespräche berichtet.

Die 2011 gegründete Intel Mobile Communications GmbH hat ihre Wurzeln bei Siemens und Infineon. Apple könnte damit Zugriff auf Patente und Produktdesigns von 5G-Modems erhalten, und seine eigene Entwicklung damit deutlich beschleunigen. Laut The Information könnten "Hunderte von Ingenieuren" aus Neubiberg künftig für Apple arbeiten. In einem ähnlichen Deal hat sich Apple letztes Jahr für 600 Millionen Dollar beim britischen Chiphersteller Dialog Semiconductor eingekauft und 300 Mitarbeiter übernommen. Intel hatte im April angekündigt, aus dem Geschäft mit 5G-Modems auszusteigen, die Zukunft der Sparte ist seitdem unklar.

Das neue Firefox-Logo – ausgefuchst!

Firefox Logo 2019
Fuchs bleibt mir nicht ganz gestohlen – im Browser-Logo ist das Wappentier nach wie vor zu sehen (Foto: Mozilla)

Seit 2003 ist der Fuchs im Logo das Gesicht von Firefox. Damit ist nun Schluss – zumindest teilweise. In einem Blogeintrag präsentiert Hersteller Mozilla das neue Corporate Design, das den Fuchs nur noch im Logo des Firefox-Browsers überleben lässt. Der Rest der Firefox-Angebote behält zwar die gewohnten Farben Orange und Blau bei, verzichtet nach 16 Jahren aber auf das treue Waldtier. Die Änderung soll zeigen, dass Mozilla mittlerweile deutlich mehr zu bieten hat als nur einen Browser: "Ein Fuchs mit brennendem Schwanz bietet nicht genug Designvarianten, um die gesamte Produktfamilie abzubilden. Wir mussten ganz von vorne anfangen." Mozilla hat das Redesign in den vergangenen eineinhalb Jahren entwickelt.

Huawei arbeitet seit sieben Jahren am Android-Ersatz

Huawei Android
Geht's auch ohne Android? Huawei arbeitet schon seit Jahren an einer Alternative (Foto: Huawei)

Huawei arbeitet offenbar schon deutlich länger als bisher bekannt an einem Ersatz für Googles Android-Betriebssystem. Laut South China Morning Post entwickeln die Chinesen ihr eigenes OS mit dem Arbeitstitel "HongMeng" und mit dem möglichen weltweiten Namen "Ark" bereits seit sieben Jahren – also weit vor dem Amtsantritt von Donald Trump und dem aktuellen Handelsstreit zwischen den USA und China. Eine Veröffentlichung war im kompletten Zeitraum nie konkret geplant. Es ging immer nur um eine mögliche Alternative im Falle eines Handelskonflikts mit den USA.

SlashGear spricht in seiner Geschichte von einem "siebenjährigen Paranoia-Projekt". HongMeng dürfte damit also weit entwickelt und praktisch serienreif sein. Huawei-Ingenieure sollen jahrelang unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in abgeschotteten Bereichen an dem Betriebssystem gearbeitet haben. Damit auf Huaweis künftigen Android-Geräten mit HongMeng auch weiterhin Android-Apps laufen, will der Hersteller Komponenten aus dem frei verfügbaren "Android Open Source Project" (AOSP) nutzen. App-Hersteller sollen davon überzeugt werden, ihre Programme auch über eigenen Android Store von Huawei zu vertreiben – ähnlich wie das Amazon auf seinen Fire-Tablets handhabt.

Neue Studie: Facebook zahlt wieder für Smartphone-Zugriff

Facebook Study
Facebook wertet weiter Nutzerdaten aus – zahlt diesmal aber wenigstens dafür (Foto: Facebook)

Erst im Januar 2019 hat Facebook nach weltweiten Protesten sein "Project Atlas" gestoppt. Dabei waren Teenager insgeheim dafür bezahlt worden, dass sie Facebook weitreichenden Zugriff auf ihre Smartphones gewähren. So konnte das Netzwerk die Handy-Nutzung junger Kunden detailliert auswerten. Nun gibt es ein Nachfolge-Projekt namens "Study", das Facebook allerdings offener und transparenter handhaben will. Laut The Verge wertet die neue App aus, welche Apps auf einem Smartphone installiert sind, wie viel Zeit Nutzer damit verbringen, wo sie wohnen – und vieles mehr.

Zumindest laut Facebook überträgt die App aber keine Inhalte wie Nachrichten, Passwörter oder besuchte Webseiten an das Netzwerk. Wer bereit ist, sich vor Facebook digital zu entblößen, erhält auch bei "Study" ein Honorar/Schmerzensgeld. Die Höhe ist allerdings bisher nicht bekannt. Initiativbewerbungen für die Studie sind nicht möglich. Stattdessen schickt Facebook Nachrichten an potenziell interessante Nutzer, die diesmal allerdings mindestens 18 Jahre alt sein müssen. Weitere Voraussetzung ist ein Android-Gerät – weil Apples Sicherheitsvorkehrungen unter iOS den tiefen Zugriff auf Nutzerdaten durch "Study" unterbinden würden.

Das Ende vom LEAD: Hier kommt das neue Zelda

Auf der weltgrößten Spielemesse E3, die derzeit in Los Angeles läuft, ist Nintendo zwar nicht selbst vertreten. Aber mit ihrem Videostream "Nintendo Direct" haben die Japaner gestern Abend pünktlich zum Start der E3 trotzdem zahlreiche Neuheiten vorgestellt. Wichtigste und überraschendste Meldung: "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" für die Switch-Konsole, von vielen Experten nach wie vor als bestes Spiel der Welt gefeiert, bekommt einen Nachfolger. Die Handlung setzt zwei Jahre nach dem Ende von "Breath of the Wild" ein, weitere Details und einen Starttermin behält Nintendo aber noch für sich. Einen ersten Trailer, in dem der notorische Prinzessinnenretter Link und die ewig verschleppte dusselige Prinzessin Zelda in Hyrule Ruinen erkunden, gibt es aber bereits. Mit einem Erscheinen ist frühestens 2020 zu rechnen. Die zehn wichtigsten Neuheiten der E3 stellt LEAD hier vor.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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